Sojapreise Anhaltende Talfahrt oder Bärenfalle?

Der Sojapreis ist seit geraumer Zeit auf Talfahrt. In der Vorwoche lieferte die Charttechnik nun ein weiteres Verkaufssignal. Aber sollte man wirklich auf eine Fortsetzung der Talfahrt setzen?
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Der Sojapreis ist seit Monaten auf Talfahrt. Quelle: dpa
Sojabohnen

Der Sojapreis ist seit Monaten auf Talfahrt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie schnelle aktuelle Abwärtswelle beim Sojapreis begann im November 2014. Noch nie hatten die großen Spekulanten, also Banken, Fonds, etc., ein so großes Volumen an Short-Positionen aufgebaut, wie zuletzt. Damit wurde das bisherige Hoch von September 2014 getoppt. Kurz danach wurde das Preistief der vorangegangenen Abwärtsbewegung markiert. Ist dies auch diesmal der Fall?

Zur besseren Einordnung der aktuellen Positionierung der großen Spekulanten gilt es jedoch auch deren Long-Seite zu betrachten. Auch sie war zuletzt relativ hoch, obwohl sie von ihrem Zwischenhoch Anfang Mai etwas zurückkam. Insgesamt, also netto, zeigt sich damit derzeit dennoch eine sehr bearishe Positionierung. Solche Konstellationen können ein Kontraindikator sein. Sie müssen aber nicht zwangsläufig zu einem baldigen und ausgeprägtem Richtungswechsel führen.

Gleichwohl sollten neue, eventuell charttechnisch motivierte, Short Positionen mit Umsicht gemanagt werden. In den vergangenen Wochen waren solche Extremwerte mehrmals zu beobachten. Bislang setzte sich die Abwärtsbewegung jedoch fort. Der nun erfolgte Rutsch des Juli-Futures unter sein Tief von September könnte für eine anhaltende Abwärtsbewegung sprechen. Was aber passiert, wenn sich das jüngste Verkaufssignal als Bärenfalle herausstellt? Kommt es dann zum Short-Squeeze?

Schließlich sind auch die Commercials schon geraume Zeit relativ bullish positioniert. Interessant könnte es daher werden, wenn am 10. Juni das US-Landwirtschaftsministerium seine neuesten Ernteprognosen vorlegt. Werden sie weiteres Futter für die Bären liefern? Oder gibt es vielleicht preistreibende Impulse? Für letzteres müsste sich aber wohl an der fundamentalen Lage grundlegend etwas ändern. Derzeit dämpfen ein üppiges Angebot aus Südamerika und die flaue Nachfrage aus Asien den Preis.

Warum RWE purzelt und Salzgitter abhebt

RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0007037129
Börse
Xetra

+0,22 +1,05%
+21,23€
Chart von RWE AG INHABER-STAMMAKTIEN O.N.
RWE: Klage scheitert – Kurs fällt
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Zu den Verlierern im Dax in dieser Woche gehören die Aktien der Energieversorger. Eine der Ursachen neben dem allgemeinen Trend: Die deutschen AKW-Betreiber sind mit ihrer Klage gegen die milliardenschwere Kernbrennstoffsteuer vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gescheitert. Die Luxemburger Richter haben entschieden, dass die Abgabe nicht gegen EU-Recht verstößt. Auch stelle sie keine staatliche Beihilfe dar (Az: C-5/14). Eon, RWE und EnBW hatten auf eine Rückzahlung von fast fünf Milliarden Euro an bereits gezahlten Abgaben gehofft. Die Aktien der Versorger gerieten nach dem EuGH-Urteil am Donnerstag mächtig unter Druck. RWE verloren bis zu 2,9 Prozent, Eon 1,8 Prozent.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 1,8 Prozent

MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006599905
Börse
Xetra

+1,14 +1,27%
+91,14€
Chart von MERCK KGAA INHABER-AKTIEN O.N.
Merck: Aktie fällt trotz positiver Analyse
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Am Dienstag fiel die Kursentwicklung der Anteilsscheine von Merck auf. Die Papiere verloren 2,6 Prozent. Es handelte sich offenbar um eine Folge der allgemeinen Stimmung, denn von Unternehmensseite gab es keine negativen Nachrichten. Im Gegenteil: Eine Analyse sorgte für positive Stimmung. Die Baader Bank hatte das Kursziel für die Aktie von 89 auf 95 Euro angehoben und die Einstufung auf "Hold" belassen. Analystin Odile Rundquist verwies auf die Quartalszahlen und die gesunkene Nettoverschuldung. Damit sich die Merck-Aktie weiterhin überdurchschnittlich entwickle, seien jedoch mehr Erfolge bei der Wirkstoffentwicklung nötig.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 2,5 Prozent

BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000BASF111
Börse
Xetra

+1,61 +2,08%
+79,18€
Chart von BASF SE NAMENS-AKTIEN O.N.
BASF: Übernahmespekulationen missfallen Anlegern
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Bislang hatte der Markt darauf spekuliert, dass der US-Saatgut- und Genpflanzen-Hersteller Monsanto den Schweizer Konzern Syngenta übernehmen will. Am Donnerstag kam das Gerücht auf, BASF wolle ebenfalls eine Übernahmeofferte geben. Die Ludwigshafener kämen damit dem US-Riesen in die Quere, der allerdings für die Schweizer 45 Milliarden Dollar auf den Tisch legen will. Dies erscheint den BASF-Anlegern als sehr hohe Messlatte; viele bekamen am Donnerstag kalte Füße. Die Aktie verlor in der Spitze 1,4 Prozent.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 0,9 Prozent

INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0006231004
Börse
FSE

+0,10 +0,47%
0,00€
Chart von INFINEON TECHNOLOGIES AG NAMENS-AKTIEN O.N.
Infineon: Marktanalyse hilft nur kurz
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Noch am Montag präsentierten sich die Aktien des Chipherstellers Infineon vergleichsweise stark. Sie legten 1,1 Prozent zu, nachdem Medienberichte über steigende Umsätze der Chip-Hersteller in der Autoindustrie kursiert waren. Unter Berufung auf eine Studie von Strategy Analytics berichtete die Branchenzeitung „Automobilwoche“ vorab in ihrer Montagsausgabe über einen möglichen Erlösanstieg auf 42 Milliarden Dollar bis 2020. Derzeit liegen die Umsätze der Chip-Industrie in der Autobranche bei knapp 30 Milliarden Dollar. Doch die Nachricht wirkte kaum über den Tag hinaus, die Aktie sinkt im weiteren Wochenverlauf.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 0,3 Prozent

VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE000A1ML7J1
Börse
FSE

+0,05 +0,12%
+43,23€
Chart von VONOVIA SE NAMENS-AKTIEN O.N.
Deutsche Annington: Möglicher Rekordgewinn reicht nicht
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Selbst eine positive Nachricht gab der Aktie der Deutschen Annington nur kurze Impulse. Die im MDax verzeichneten Papiere von Deutschlands größtem Wohnungskonzern schossen am Montag zeitweise acht Prozent ins Plus und beendeten den Handel 5,9 Prozent fester. Auslöser: Das Unternehmen veröffentlichte erstmals nach der Übernahme der Konkurrentin Gagfah eine Prognose für das gemeinsame Unternehmen, das demnächst Vonovia heißen wird. Demnach soll das operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) auf 530 bis 550 Millionen Euro steigen. Bislang hatte Annington – ohne Berücksichtigung der Gagfah – 340 bis 360 Millionen Euro angepeilt. Doch die Aktie sackte im allgemeinen Stimmungstief im Wochenverlauf wieder ab.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 4,1 Prozent

BERTRANDT AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005232805
Börse
FSE

+3,00 +3,95%
+77,80€
Chart von BERTRANDT AG INHABER-AKTIEN O.N.
Bertrandt: Index-Abstieg belastet
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Der Ingenieur-Dienstleister Bertrandt, der erst Ende Februar vom SDax in den MDax aufgestiegen war, muss jetzt wieder weichen. Dies belastete neben der allgemeinen Marktstimmung den Kurs. Marktbeobachter geben dem Papier indes nach wie vor gute Chancen, zum Beispiel Analyst Christian Ludwig vom Düsseldorfer Bankhaus Lampe. Er beließ seine Einstufung für Bertrandt nach einer Investorenveranstaltung auf "Kaufen" mit einem Kursziel von 145 Euro. Die Treiber für das Geschäft des Dienstleisters für die Autoindustrie seien nach wie vor solide, schrieb der Aktienstratege in einer Studie.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 2,0 Prozent

AMADEUS FIRE AG INHABER-AKTIEN O.N.

WKN
ISIN
DE0005093108
Börse
FSE

+1,20 +1,26%
+95,80€
Chart von AMADEUS FIRE AG INHABER-AKTIEN O.N.
Amadeus: Ticketgebühr der Lufthansa drückt Kurs
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Auf den internationalen Aktienmärkten fielen diese Woche einige Papiere mit deutlichen Kursausschlägen auf, zum Beispiel die Aktien des Flugbuchungsanbieters Amadeus. Sie litten unter den Lufthansa-Plänen für eine Ticketgebühr. Das Papier der spanischen Firma verbilligte sich am Mittwoch um bis zu 10,3 Prozent. Die Lufthansa will mit einer Gebühr von 16 Euro mehr Kunden auf die eigene Internet-Seite lenken. Die Gebühr werde ab September für jedes Ticket verlangt, das über eines der großen Reisebuchungssysteme wie Amadeus ausgestellt wird, hatte die Fluggesellschaft am Vortag mitgeteilt. Viele Investoren befürchten laut Händlern nun, dass auch andere Airlines nachziehen und Amadeus das Geschäft verhageln.
Kursentwicklung bis Donnerstag: - 8,7 Prozent

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