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Sorge um Ablehnung der EU-Verfassung belastet Euro

Befürchtungen um ein Nein der Franzosen zur Verfassung der Europäischen Union haben am Donnerstag den Euro auf Talfahrt geschickt.

HB FRANKFURT. Die Gemeinschaftswährung sank zunächst bis auf 1,2512 US-Dollar. Am Nachmittag erholte sich der Euro wieder etwas und kostete 1,2521 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2523 (Mittwoch: 1,2564) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7985 (0,7959) Euro.

„Die Sorge, dass die Franzosen bei der Abstimmung am Wochenende die EU-Verfassung ablehnen werden, belastet den Euro“, sagte Andreas Schmidt von der Postbank. „Derzeit sieht es so aus, als ob die Gegner des Referendums die Oberhand haben.“

Der Chef der konservativen UMP und ehemalige französische Finanzminister Nicolas Sarkozy glaubt offenbar auch nicht mehr an eine Zustimmung seiner Landsleute zur EU-Verfassung. Einem Bericht der „Times“ zufolge hatte Sarkozy bei einem privaten Treffen mit Ministern geäußert, dass die Abstimmung verloren sei. Ein Sprecher Sarkozys dementierte dies später. Der Euro erholte sich daraufhin etwas von seinen Verlusten.

Am Mittwoch schon hatte die Tageszeitung „Le Figaro“ Sarkozy mit den Worten zitiert: „Es wird ein kleines Nein oder ein großes Nein werden.“ Damit die EU-Verfassung in Kraft treten kann, ist die Zustimmung aller 25 Mitgliedstaaten notwendig. Sollte die EU-Verfassung nicht ratifiziert werden können, wird das die Handlungsfähigkeit der Europäischen Union einschränken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6874 (0,6879) britische Pfund, 135,58 (135,33) japanische Yen

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