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Soziales Netzwerk Visa, Mastercard, PayPal und Uber investieren offenbar in Facebooks Kryptowährung

Facebook bekommt beim Eintritt in die Finanzwelt wohl prominente Unterstützung von Finanzdienstleistern – darunter Visa, Mastercard, PayPal und Uber.
Update: 14.06.2019 - 10:50 Uhr Kommentieren
Das soziale Netzwerk will seine Kryptowährung offenbar in der kommenden Woche vorstellen. Quelle: Reuters
Facebook

Das soziale Netzwerk will seine Kryptowährung offenbar in der kommenden Woche vorstellen.

(Foto: Reuters)

San FranciscoFacebooks Kryptowährung scheint Gestalt anzunehmen. Wie das „Wall Street Journal“ (WSJ) berichtet, konnte das soziale Netzwerk nun mehr als zwölf Unternehmen der Finanz- und Dienstleistungsindustrie als Partner gewinnen, darunter prominente Namen wie Visa, Mastercard, PayPal und Uber. Sie alle wollen die Digitalwährung unterstützen, die Facebook laut dem Medienbericht kommende Woche vorstellen will.

Jeder der Partner, deren Anzahl und Zusammensetzung sich noch ändern könne, werde zehn Millionen Dollar investieren, um eine Art Verwaltungsorganisation zu bilden, heißt es weiter. Die Währung soll nicht den unregulierten Spekulationsgeschäften der Märkte überlassen, sondern an einen Korb aus staatlich ausgegebenen Währungen gekoppelt werden. So sollen spekulative Exzesse ausgeschlossen werden, die es Wirtschaftsunternehmen schwermachen, Digitalwährungen zu akzeptieren.

So kurz vor dem Start sei den Investoren laut dem WSJ jedoch noch nicht wirklich klar, wie die Währung tatsächlich funktionieren wird. Facebook selbst wolle die Währung jedenfalls nicht direkt kontrollieren oder „besitzen“, zu groß sei die Angst vor Problemen.

Außerdem hat sich Facebook wohl die Dienste eines britischen Bank-Lobbyisten gesichert. Wie die „Financial Times“ berichtet, arbeitet der Standard-Chartered-Banker Ed Bowles ab September aus London als „Director of public policy“ für Facebook. Für Standard Chartered arbeitete Bowles zwölf Jahre lang. Facebook wollte sich zu beiden Berichten nicht äußern.

Digitale Währungen werden nicht zuletzt dazu missbraucht, um Rauschgift- oder Waffenhandel zu finanzieren oder Geld zu waschen. Ermittlungen und Vorwürfe in diese Richtung wären das Letzte, was Facebook derzeit gebrauchen könnte. Denn gegen das soziale Netzwerk mit den fast 2,5 Milliarden Nutzern, WhatsApp und Instagram eingeschlossen, wird bereits wegen Datenmissbrauchs ermittelt.

Trotzdem sind die Tech-Giganten mit seiner weltweiten Reichweite wohl zu attraktiv für die Partner, um nicht in dessen Kryptowährung zu investieren. Das soziale Netzwerk arbeitet sogar bereits aktiv an der Einführung eines WhatsApp-Bezahldienstes in Indien, teilte Mark Zuckerberg jüngst auf der Hausmesse F8 mit. Der CEO lässt die klassische Banken- und Finanzszene dabei schlicht außen vor.

Für Facebook könnte die Kryptowährung neben der konjunkturanfälligen Werbung entscheidend sein. Denn der Konzern könnte dadurch einen zusätzlichen Umsatz von 19 Milliarden Dollar verbuchen, der „dringend benötigt werde“, so Barclays-Analyst Ross Sandler. Allerdings hat Sandler auch ein „konservatives“ Szenario aufgestellt. Dann käme Facebook „nur“ auf ein Umsatzplus von drei Milliarden Dollar. In jedem Fall würde der „Facebook Coin“ für ihn „die Sicht auf die Facebook-Aktie ändern“, so Sandler.

Mehr: Das soziale Netzwerk spricht einem Bericht zufolge mit Finanzinstituten, die das Bezahlsystem gegen eine Lizenzgebühr betreiben soll.

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