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Star-Investor 4,6-Millionen-Dollar-Essen mit Warren Buffett aus mysteriösen Gründen abgesagt

Der Gründer der Kryptowährung Tron entschuldigt sich, ein Wohltätigkeitsessen mit Warren Buffett ersteigert zu haben. Die Begründung allerdings mutet seltsam an.
Update: 25.07.2019 - 14:20 Uhr Kommentieren
Wohltätigkeitsessen mit Buffett nimmt mysteriöse Wendung Quelle: AFP
Warren Buffett

Der US-Milliardär muss auf das Wohltätigkeitsessen mit Justin Sun noch warten.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Ein harmloses Mittagessen mit Star-Investor Warren Buffett nimmt eine mysteriöse Wendung. Justin Sun, chinesischer Gründer der Kryptowährung Tron, hat sich an diesem Donnerstag öffentlich dafür entschuldigt, das Wohltätigkeitsessen mit dem US-Gründer überhaupt ersteigert zu haben. Später allerdings löschte er den entsprechenden Beitrag beim chinesischen sozialen Netzwerk Sina Weibo wieder.

Sun hatte Anfang Juni für 4,6 Millionen US-Dollar das Mittagessen mit Buffett ersteigert, das dieser im Rahmen einer jährlichen Wohltätigkeitsauktion angeboten hatte. Sun wollte den Krypto-Skeptiker bei dem Essen vom Potenzial der virtuellen Währungen überzeugen. Allgemein war das als geschickter PR-Coup gewertet worden, schließlich gilt Buffett tatsächlich als heftiger Kritiker von Kryptowährungen und hatte den Marktführer Bitcoin im vergangenen Jahr als „Rattengift hoch zwei“ bezeichnet.

Am Montag hatte Sun das Treffen mit Buffett aber überraschend verschoben, nachdem er kurz zuvor noch versucht hatte, weitere Teilnehmer zu rekrutieren. Als Grund für die Absage wurden gesundheitliche Probleme genannt: Dem offiziellen Twitter-Account der Tron-Stiftung zufolge leidet Sun an Nierensteinen.

Jetzt veröffentlichte Sun einen Brief auf Weibo. Darin entschuldigt er sich „aufrichtig bei der Öffentlichkeit, den Medien, den Behörden und den Aufsichtsbehörden“ für seine übermäßigen Marketingaktionen, insbesondere für das geplante Wohltätigkeitsessen mit Buffett. Er habe unreif gehandelt und ein schlechtes Beispiel abgegeben.

„Es hat eine Menge Konsequenzen mit sich gebracht, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe“, sagte er, ohne näher darauf einzugehen, was er damit meint. Auch auf welche Behörde er sich bezieht, ist unklar. Er schreibt insgesamt 13 Mal lediglich von „Regulierungsbehörden“, mit denen er kooperieren wolle. Mittlerweile hat Sun seinen Beitrag wieder gelöscht.

Bereits nach der ersten Ankündigung, das Treffen zu verschieben, war in sozialen Netzwerken spekuliert worden, dass Sun vom chinesischen Staat unter Druck gesetzt worden sein könnte. Die chinesische Mediengruppe Caixin berichtete, Sun sei ein Ausreisevisum aus China verweigert worden. Zudem stünden die chinesischen Behörden kurz davor, gegen sein Unternehmen und dessen Kryptowährung Tron zu ermitteln. Suns Kryptowährung Tron brach daraufhin um bis zu 21 Prozent ein.

Um den Gerüchten zu begegnen, hat Sun zuletzt ein Foto von sich in San Francisco beim Kurznachrichtendienst Twitter gepostet, gefolgt von einem Live-Stream, der ihn im seinen Hotelzimmer in der Nähe der Golden-Gate-Bridge zeigt. Suns öffentliche Entschuldigung dürfte die Spekulationen jetzt wieder anheizen.

Warren Buffett hat sich bislang zu den Ereignissen nicht geäußert. Fürs kommende Jahr dürfte er sich bei seinem Wohltätigkeitsessen aber einen ähnlichen Ablauf wünschen wie im Jahr 2018. Da war der Gewinner anonym geblieben.

Mit Agenturmaterial.

Mehr: Der Berkshire-Chef Warren Buffett ist für seine philanthropischen Aktivitäten bekannt. In diesem Jahr jedoch spendete er so viel wie noch nie.

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