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Südamerikanisches Land überholt USA – Nachfrage Chinas entscheidet über Weltmarktpreise Brasilien ist bald größter Soja-Produzent und Exporteur

Schon mehrfach seit Jahresbeginn haben Rohstoffexperten ein Ende des Soja-Booms vorhergesagt. Doch der hält weiter an. Mit über 930 Dollar-Cents je Bushel, haben die Sojapreise ihre höchste Quotierung an der Chicagoer Terminbörse seit 15 Jahren erreicht. Noch ist kein Ende der hohen Preise abzusehen, die 2001 ihren Lauf nahmen, als der Bushel noch mit rund 430 Cents quotierte. Denn die Weltnachfrage nach Sojaprodukten steigt weiterhin schneller als die Produktion.

SÃO PAULO. Die Ausweitung der Produktion von 5% im Jahr hält nicht mit bei der Vergrößerung des Weltmarktes von knapp 10 % (gegenüber 2003). Derzeit werden weltweit rund 200 Mill. Tonnen angebaut, 67 Mill. Tonnen davon werden international gehandelt. Nächstes Jahr sollen bereits 210 Mill. Tonnen geerntet werden.

Größter Soja-Produzent sind die USA - knapp vor Brasilien und Argentinien. Doch die Spitzenstellung der US-Farmer ist bedroht: Erstmals in diesem Jahr hat Brasilien die USA als größten Exporteur überholt. „Spätestens 2007 dürfte Brasilien die USA aus als größter Produzent überrundet haben mit einer Jahresproduktion von rund 68 Mill. Tonnen.“, schätzt Agroexperte Antonio Carlos Roessing vom staatlichen brasilianischen Forschungsinstitut Embrapa Soja. Der Grund: In den USA sind die Agrarflächen begrenzt. In Brasilien dagegen gibt es noch genug nicht oder nicht extensiv genutztes Agrarland. 80 Mill. Tonnen Soja könnte Brasilien 2010 bereits ernten - das ist mehr, als derzeit am Weltmarkt gehandelt werden.

Die Preise entscheiden kurzfristig die Prognosen zur Ernte in Brasilien und Argentinien. Sie sind derzeit besonders wichtig: Denn in der jetzigen Zwischenerntezeit in den USA werden die Preise in Südamerika gemacht, wo die Ernte auf vollen Touren läuft.

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