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Talfahrt entzweit Experten Euro gerät weiter unter Druck

Aktienhändler und Analysten bewerten den jüngsten Kursrutsch des Euro als substanzlose "Luftnummer", die der Gemeinschaftswährung dennoch schade. Über die weitere Kursentwicklung ist man sich aber uneins.
Montage: HB

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HB FRANKFURT. Der Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung sank am späten Nachmittag bis auf 1,2260 $. Ein Dollar war damit 0,8153 € wert. Zwischenzeitlich war der Euro bis auf 1,2225 Dollar gefallen. Dies war der niedrigste Stand seit dem 13. Oktober. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2228 (Dienstag: 1,2331) Dollar fest.

„Die deutsche Diskussion um die Währungsunion als auch das gescheiterte Verfassungs-Referendum in Frankreich haben die überhitzte Stimmung am Devisenmarkt ausgelöst“, sagte Devisenexperte Stefan Klomfass von Helaba Trust. Jeder nutze offensichtlich die Gelegenheit, um Euro zu verkaufen. Der Euro verliere auch zu allen anderen wichtigen Währungen.

Wie das Hamburger Magazin „Stern“ am Mittwoch vorab meldete, sei in einer vertraulichen Ökonomenrunde mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) und Bundesbankpräsident Axel Weber in der vergangenen Woche über ein Scheitern der Währungsunion diskutiert worden. Weber ließ inzwischen dementierten.

Eine Auflösung der Wirtschafts- und Währungsunion sei „vollkommen unrealistisch“, sagte Andreas Hahner, Devisenstratege bei Dresdner Kleinwort Wasserstein. Weitgehend einig sind sich die Experten aber, dass die Stimmung zu Ungunsten des Euros gedreht hat.

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