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Ungarn Spekulationen auf lockere Geldpolitik belasten Forint

Die Währung Ungarns ist unter Druck geraten. Grund ist der nahende Führungswechsel in der ungarischen Zentralbank. Börsianer gehen davon aus, dass der neue Chef die Geldpolitik lockern werde.
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Neu geprägte 200 Forint Münzen in Budapest. Die ungarische Währung ist unter Druck geraten. Quelle: dpa

Neu geprägte 200 Forint Münzen in Budapest. Die ungarische Währung ist unter Druck geraten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der nahende Führungswechsel in der ungarischen Zentralbank hat am Dienstag die Währung des Landes belastet. Dollar und Euro verteuerten sich in der Spitze um jeweils ein knappes Prozent auf 221,95 beziehungsweise 294,55 Forint. Einem Bericht des Wirtschaftsportals hvg.hu zufolge soll Wirtschaftsminister György Matolcsy, ein enger Vertrauter des Ministerpräsidenten Viktor Orban, Andras Simor ablösen, dessen Amtszeit im März ausläuft.

Börsianer gehen davon aus, dass die Notenbank unter Matolcsy die Geldpolitik deutlich lockern werde. Der Wirtschaftsminister hatte Mitte Januar kritisiert, es sei falsch gewesen, von 2002 bis 2010 mit einem starken Forint die Inflation zu bekämpfen.

Die aktuelle Forint-Schwäche könnte Auswirkungen auf die Zentralbank-Sitzung am 29. Januar haben, betonte Analyst Zsolt Kondrat von der MKB Bank. „Sollte der Kurs nahe 290 Forint liegen, rechnen wir mit einer weiteren Zinssenkung.“ Bewege er sich aber auf die 300 Forint zu, sinke die Wahrscheinlichkeit.

  • rtr
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