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Urban Mining Bodenschätze hinterm Reihenhaus

Abraumhalden, Deponien und sogar Häuser enthalten Rohstoffe. Ein Schatz, der sich über Jahrzehnte angesammelt hat, aber noch nicht gehoben wurde. Sollten die Rohstoffpreise wieder steigen, könnte sich das rasch ändern.
15.09.2015 - 10:46 Uhr
Das Rohstoffpotenzial in Deutschland ist erstaunlich groß – auch in Häusern und Baustellen sind zahlreiche Rohstoffe enthalten. Die Förderung hält sich allerdings noch in Grenzen. Quelle: Imago
Verborgene Rohstoffe

Das Rohstoffpotenzial in Deutschland ist erstaunlich groß – auch in Häusern und Baustellen sind zahlreiche Rohstoffe enthalten. Die Förderung hält sich allerdings noch in Grenzen.

(Foto: Imago)

Düsseldorf Bergbau mitten in der Stadt – der Gedanke ist erschreckend. Tatsächlich aber sind die Grundlagen dafür schon vor Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, gelegt worden. Abraumhalden, Deponien und selbst Gebäude enthalten Rohstoffe, die zurückgewonnen werden können. Dazu gehören vor allem Metalle wie Kupfer oder Aluminium, aber auch Spezialmetalle wie die Seltenen Erden, die unter anderem für Elektronikprodukte unabdingbar sind.

„Unsere Städte sind gigantische Rohstoffminen“, beschreibt der Verband der deutschen Metallhändler (VDM) das Potenzial, das sich in den Städten verbirgt. Der Weg dazu ist das Urban Mining, also die Betrachtung der Stadt als Rohstoffmine.

Laut VDM ist dies ein Konzept zur Erschließung städtischer Vorkommen und zur Förderung der darin verborgenen Rohstoffe. Das betrifft alte Gebäude ebenso wie Leitungen, Autos oder Deponien. Ob und wann das Konzept umgesetzt wird, ist zum einen eine Frage der Technologien, zum anderen der Kosten.

Was aus 100.000 Euro wurde
Öl (Brent)
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Der Ölpreis hat dieses Jahr ziemlich Federn lassen müssen. Wer seit Jahresbeginn 100.000 Euro in das „schwärze Gold“ investiert hat, hätte jetzt nur noch 80.010* Euro. Die hohe Überproduktion, auch ausgelöst durch das Fracking in den USA, und Sorgen um eine schwächere Weltkonjunktur ließen den Ölpreis einbrechen.

Quellen: Bloomberg, Bank of America Merrill Lynch, FMH Finanzberatung

*Anlageergebnis in Euro gerundet ohne Steuern und ohne Kosten für Wertpapierkauf und Wertpapierverwahrung. Bei Öl Terminkontrakt,  bei Anleihen und Aktien Indizes.

(Foto: ap)
Dow Jones
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US-Aktien boten dieses Jahr bisher ebenfalls wenig Grund zur Freude. Wer zum Jahresstart 100.000 Euro in den Dow Jones Index gesteckt hätte, würde (wenn er jetzt verkaufen würde) nur noch 92.680 Euro besitzen. Der große Absturz kam vor allem Ende August. Im Vorjahr hatte der Index um rund acht Prozent zugelegt.

(Foto: AFP)
Shanghai Composite
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Ebenfalls bergab, wenn auch nicht ganz so stark, ging es für chinesische Aktien. Aus 100.000 Euro, die in den Shanghai Composite investiert wären, wären heute 93.600 Euro geworden. Für Turbulenzen an den chinesischen Börsen sorgten vor allem Konjunkturängste. Anleger befürchten, dass sich die chinesische Wirtschaft deutlich abkühlen könnte. Die Abwertung der chinesischen Währung verstärkte diese Sorgen und sorgte für einen Kursrutsch.

(Foto: Reuters)
MSCI Emerging Markets
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Die einstigen Hoffnungsträger, die Schwellenländer, enttäuschten bisher auch. Die traumhaften Wachstumsraten sind schon lange vorbei und Investoren zogen ihr Geld aus den Schwellenländern ab. Aus 100.000 Euro im MSCI Emerging Markets wären seit Jahresbeginn 96.980 Euro geworden. Bekannteste Vertreter der Schwellenländer sind die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika). An der Börse Börse in Bombay (Bild) ging es Ende August auch kräftig abwärts.

(Foto: AFP)
MSCI World
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Die Aktien der Industrieländer schnitten nur etwas besser ab – ein Plus schafften allerdings auch sie nicht. Wer 100.000 Euro in den MSCI World Index investiert hätte, hätte heute 98.130 Euro.

(Foto: AFP)
Deutsche Anleihen
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Fast unverändert ist die Entwicklung bei deutschen Staatsanleihen. Aus 100.000 Euro wurden hier 99.900 Euro. Während Anfang des Jahres die Zinsen 10-jähriger Bundesanleihen deutlich sanken, zogen sie im August rapide an. Vor allem die Unsicherheiten in China und die Turbulenzen an der Börse trieben die Anleger wieder in Anleihen.

(Foto: dpa)
Tagesgeld
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Das erste Plus in dieser Aufzählung, wenn auch nur ein kleines, schafft das Tagesgeld (Durchschnitt). Wer 100.000 Euro zum Jahresbeginn auf ein Tagesgeldkonto eingezahlt hätte, der würde heute über 100.400 Euro verfügen.

(Foto: dpa)

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