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US-Notenbank US-Inflationsrate sinkt vor anstehender Zinssitzung

Weil sich die Inflation in den USA weiter abschwächt steigt die Chance auf eine baldige Zinssenkung. An den Märkten wird sie zum Monatsende erwartet.
Update: 11.07.2019 - 16:03 Uhr Kommentieren
USA: Inflationsrate sinkt vor anstehender Zinssitzung Quelle: AP
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Die Abschwächung der Inflation macht eine baldige Zinssenkung in den USA wahrscheinlicher.

(Foto: AP)

WashingtonDie Inflation in den USA ist auf dem Rückmarsch und gibt Befürwortern einer Zinssenkung weitere Argumente an die Hand. Die Verbraucherpreise legten im Juni nur noch um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Im Mai lag der Preisauftrieb noch bei 1,8 Prozent.

Betrachtet man allerdings die Teuerungsrate ohne schwankungsanfällige Energie- und Nahrungsmittelpreise, ergibt sich ein anderes Bild: Diese Rate stieg im Juni um einen Tick auf 2,1 Prozent. Dies könnte die Zinsentscheidung der Federal Reserve auf ihrer nächsten Sitzung Ende des Monats „etwas verkomplizieren“, wie NordLB-Analyst Bernd Krampen meint. An einer Zinssenkung führe dennoch kein Weg mehr vorbei, so Ökonom Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein.

Denn Fed-Chef Jerome Powell habe bei seiner Anhörung vor dem Repräsentantenhaus fast schon Fakten geschaffen. Die Fed stehe wegen der mit dem Zollkonflikt und der schwächelnden Weltwirtschaft verbundenen Risiken bereit, „angemessen zu handeln“, um nachhaltiges Wachstum zu sichern, erklärte Powell am Mittwoch bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus.

An den Börsen wurde dies als deutliches Signal für eine baldige Zinswende interpretiert. Nach vier Erhöhungen im vorigen Jahr liegt der Schlüsselsatz derzeit in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 Prozent. Powell begründete die Bereitschaft zu einer baldigen Zinssenkung auch mit der Gefahr, dass sich die gedämpfte Inflation nicht wie erhofft als vorübergehend erweisen könnte.

Die Fed soll Vollbeschäftigung fördern und für stabile Preise sorgen. Sie achtet besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,6 Prozent und damit deutlich unter dem Fed-Ziel von 2,0 Prozent. Bei einer Anhörung vor dem Senat hat der Fed-Chef am Nachmittag (MESZ) erneut Gelegenheit, den geldpolitischen Kurs abzustecken. 

Mehr: Der Hauptgrund für die kommende Zinssenkung der US-Notenbank ist die Unsicherheit, die der Handelskonflikt schafft. So erzwingt der US-Präsident eine lockere Geldpolitik.

  • rtr
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