Versorgungslage bleibt auch 2005 angespannt Ölpreise erreichen wieder Rekordniveau

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Experten wie Claude Mandil bereitet dies Sorgen: „Die Opec sollte ihre aktuellen Förderquoten beibehalten, obgleich die Ölmärkte angemessen versorgt sind“, mahnt der Generaldirektor der Internationalen Energie-Agentur (IEA).

Denn auch 2005 ist die Versorgungslage äußerst knapp. Kevin Norrish von Barclays Capital rechnet damit, dass die Ölmärkte bis auf weiteres angespannt bleiben. Die verfügbaren Förderreserven der Welt für eventuelle „Lieferschocks“ dürften auch in diesem Jahr kaum mehr als 1,75 Mill. Barrel betragen (1,5 Mill. 2004), bei einer Nachfrage von über 84 Millionen Fass pro Tag.

Erneut wird China laut Norrish den Markt maßgeblich beeinflussen. Wegen der Knappheit an Kohle und Engpässen bei der Stromerzeugung werde das Land zunehmend auf Öl zurückgreifen müssen. Hinzu kommt, dass sich bisher selbst erfahrene Marktbeobachter bei der Nachfrageentwicklung in Asien verschätzt haben – auch weil Länder wie China nur ungenaue Daten liefern. Angesichts dieser Unsicherheiten schätzt Frédérique Dubrion, Fondsmanagerin bei Bearbull Securities, vor kurzem sogar, dass 2005 die Marke von 60 Dollar fallen wird.

Laut Michael Lewis von der Deutschen Bank hat sich Chinas Öl-Vorratslage allerdings gebessert. Um Preisspitzen zu vermeiden, werde das Land zeitweise auf diese Bestände zurückgreifen. Doch von einem Preiseinbruch am Ölmarkt will auch Lewis nichts wissen. „Nordseeöl wird bis auf weiteres um die 48 Dollar je Barrel pendeln.“

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