Währung auf Talfahrt Anleger trennen sich vom Yen

Die japanische Währung leidet weiter unter der aggressiven Geldpolitik der Notenbank. Zu Dollar und Euro hat der Yen deutlich verloren – doch es gibt auch Anzeichen für eine Erholung des Kurses.
Update: 09.04.2013 - 11:11 Uhr 2 Kommentare
Die 100-Yen-Marke für einen Dollar könnte bald fallen. Quelle: Reuters

Die 100-Yen-Marke für einen Dollar könnte bald fallen.

(Foto: Reuters)

Die Anleger am Devisenmarkt haben sich am Dienstag weiter vom Yen getrennt. Zur US-Währung fiel der Yen auf den tiefsten Stand seit vier Jahren, der Euro war so teuer wie seit Januar 2010 nicht mehr.

Seit die japanische Notenbank am Donnerstag angekündigt hat, ihr Anleihenkaufprogramm massiv aufzustocken, hat der Dollar rund sieben Prozent zum Yen gewonnen, der Euro sogar knapp acht. Nach Aussage von Händlern hat sich die Talfahrt der japanischen Währung etwas verlangsamt, da einige Anleger ihre Gewinne realisierten.

Ein Dollar war am Dienstag in der Spitze zu 99,66 (spätes Vortagesgeschäft: 99,35) Yen zu haben. "Ich habe das Gefühl, dass der Dollar im Laufe des Jahres auf über 110 Yen steigen kann, innerhalb der nächsten drei Monate schon über 105 Yen", sagte ein Händler.

Für einen Euro wurden in der Spitze 129,93 (129,26) Yen gezahlt. Zur US-Währung bewegte sich die Gemeinschaftswährung wenig, der Euro notierte nahezu unverändert um 1,3015 Dollar.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Währung auf Talfahrt: Anleger trennen sich vom Yen"

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  • Kaufen die in Japan jetzt echt Dollars auf, um den Yen zu drücken?

    Um den Yen zu drücken würde es dabei völlig ausreichen auf globale Einkaufstour zu gehen und Unternehmen aus den anderen Währungsräumen zu kaufen. Je höher der Yen dafür steht, umso besser!

    Durch Kauf von ausländischen Devisen verliert Japan nur.

  • Die japanische Währung "leidet" nicht unter der Geldpolitik - der Wechselkurs bewegt sich einfach wie von den "Geldpolitikern" gewünscht.

    Währungen sind keine Subjekte mit Gefühlen; es sind bedruckte Papierscheine, die per Gesetzeskraft zum "gesetzlichen Zahlungsmittel" erhoben wurden. Sie befinden sich - nicht nur in Japan - in der Hand der herrschenden Klasse.
    Ähnlich verhält es sich mit den "niedrigen Zinsen" - an die kommen Normalbürger nur in den seltensten Fällen. Wer nichts hat, bezahlt sogar die höchsten Zinsen: Überziehungszinsen.

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