Währungen Dollar vor Fed-Entscheidung unter Druck

Am Abend wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet. Die Erwartung, dass die Fed weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird, belastet den Dollar. Der Euro gewinnt.
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Der Euro legt auf 1,32 Dollar zu. Quelle: Reuters

Der Euro legt auf 1,32 Dollar zu.

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FrankfurtSpekulationen über die Geldpolitik in den USA und Europa haben am Maifeiertag den Takt an den Finanzmärkten vorgegeben. Die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed weiter an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird, belastete den Dollar und drückte ihn im Vergleich zu einem Währungskorb auf den niedrigsten Stand seit zwei Monaten. Am Abend wird die Zinsentscheidung der US-Notenbank erwartet.

Auch zum Euro gab die US-Währung etwas nach und die Gemeinschaftswährung konnte auf 1,3228 klettern, nachdem sie am Vortag zeitweise noch weniger als 1,31 Dollar gekostet hatte. Die US-Börsen werden wie gewohnt öffnen.

In Europa werden Zinsen in den kommenden Tagen ebenfalls das zentrale Thema bleiben: Viele Analysten rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent senken wird. Bis auf London blieben am Mittwoch allerdings die meisten wichtigen Börsenplätzen in Europa geschlossen.
In London notierte der Leitindex FTSE gegen Mittag 0,7 Prozent höher bei 6473 Punkten. Angeschoben wurde der Index von Kursgewinnen der Aktien des Bergbaukonzerns Antofagasta. Die Papiere kletterten um rund zwei Prozent, nachdem das Unternehmen solide Produktionszahlen veröffentlicht hatte. In Asien wurde ebenso gehandelt wie an den Devisenmärkten. Der Nikkei -Index in Tokio schloss - belastet von enttäuschenden Quartalszahlen einiger Unternehmen - 0,2 Prozent niedriger.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Währungen: Dollar vor Fed-Entscheidung unter Druck"

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  • Egal, weiter kaufen, kaufen, kaufen.

    Es gibt keine Alternative zu Aktien.

    Dow 20.000 und Dax 9.000 bis Jahresende. Ben & Mario sei Dank. They are my heroes...

  • Paul Volcker hatte es zu Beginn der 1980er Jahre geschafft, die Zahnpasta wieder in die Tube zu bringen, als er die Prime Rate auf bis zu 20% hinauf katapultierte. Damit brachte er damals die Dollar-Starkinflation zum Stillstand. Die Realwirtschaft war aber in dieser Zeit noch weitestgehend gesund, und die private und öffentliche Verschuldung war gering. Vor allem gab es aber noch keine finanzielle Massenvernichtungswaffe wie wie die 1 Billiarde (1.000.000.000.000.000) USD Derivate-Bombe. Bei einem stärkeren Zinsanstieg würde diese Bombe sehr rasch hochgehen mit der Folge: Cascading Defaults der Systembanken, und das war es dann - oder wie es ein US-Finanzblog in Anlehnung an Stieg Larsson formulierte: "Armageddon was yesterday - today we have a serious problem."

  • Aus der Vergangenheit können nur diejenigen etwas lernen, die Zugang zur Wahrheit haben. Die FED tut das, was sie immer getan hat ohne zu erkennen und ohne zu lernen. Das wird letztendlich ihr Untergang sein.

  • und heute möchte der gleiche Steinbrück die Zahnpasta gleich Paketeweise ausdrücken mit seinen Euro-Bonds ...

  • Ich frage mich, wie die PIGS-Staaten , die angeblich einen viel schwächeren EURO brauchen (im Gegensatz zu Deutschland) sich aus der Patsche ziehen werden. Anstatt zu sparen, sollen ja neuerdings Wachstumsimpulse geschaffen werden und unter dem Strich noch mehr Schulden gemacht werden und mit einer Währung gewirtschaftet werden, die für diese Staaten nicht wettbewerbsfähig ist.Wie stellen sich verschiedene Leute das vor? Anscheinend hoffen viele Leute auf EUROBONDS. Armes Deutschland.

  • Der bekannte Youtube Spot bringt es auf den Punkt, als der eine Bär den anderen (schlaueren) Bären fragt: Why do they call it the quantitative easing (QE)? Why don´t they call it the printing money? Genau das ist es worum es geht; es ist der Fed lieber eine durch die Flutung von US-Dollars Inflation zu erzeugen, anstatt sich einzugestehen, dass sie keinerlei Patentrezepte gegen die gegenwärtige US-Wirtschaftkrise aufzuweisen hat.

    Der umstrittene SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hatte seinerzeit leider Recht: Wir werden die Zahnpasta nicht wieder in die Tube zurück bekommen. So sehr wir uns auch bemühen.

  • Ich wünsche diesen kriminellen Zockerbuden ein Erdbeben der Stärke 10.

  • Die Fed kann (aus ihrer Sicht) schlicht und ergreifend gar nichts anderes tun, als die Zinsen im Keller zu lassen und QE fortzusetzen - sonst crasht die amerikanische Wirtschaft gleich komplett deflationär >> das Spiel läuft also wie mein Nickname: Inflate or die! Zinserhöhung würde den sofortigen Herztod bedeuten.
    Morgen zieht die EZB vermutlich nach, und deshalb wirft man heute schon einmal vorsorlich Papiergoldderivate auf den Markt, damit es nicht gleich so arg steil nach oben geht. Denn was die großen Zentralbanken betreiben, ist sonnenklar: die Kaufkraft des Fiat(Papier-)Geldes wird nachdrücklich ruiniert. Allerdings haben das die Asiaten - wie der aktuelle Goldrausch dort zeigt - im Gegensatz zu den westlichen Anlegern längst erkannt und sehen zu, dass sie für das Fiat-Geld (insbesondere die USD-Devisen) noch etwas Werthaltiges bekommen, bevor die Kaufkraft auf Null gefallen ist. Der chinesische Analyst und Autor von "Currency Wars" Song Hongbin bringt es auf den Punkt:
    "Das Volk trifft die Wahl zwischen physischem Gold und den überflüssigen Währungen".
    Wie lange wird das kranke Spiel der Zentralbanken also noch weitergehen? Bis entweder die Kaufkraft der Fiat-Währungen komplett ruiniert ist oder bis die Finanzmärkte erkannt haben, dass weder LTRO, EFSF noch QE etc. den Kollaps werden verhindern können, wie es Raoul Pal formuliert hat:
    http://www.zerohedge.com/news/big-reset-2012-and-2013-will-usher-end-scariest-presentation-ever

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