Währungen Euro bleibt angeschlagen

Gerüchte um die Finanzierungsprobleme französischer Banken belasten den Euro.
Update: 13.09.2011 - 14:18 Uhr 7 Kommentare
Mit dem Kurssturz französischer Banken an der Pariser Börse ging die Gemeinschaftswährung auf Tauchstation. Quelle: dpa

Mit dem Kurssturz französischer Banken an der Pariser Börse ging die Gemeinschaftswährung auf Tauchstation.

(Foto: dpa)

FrankfurtMit dem Kurssturz französischer Banken an der Pariser Börse ging die Gemeinschaftswährung am Dienstag ebenfalls gleich wieder auf Tauchstation. Zeitweise rutschte sie bis auf 1,3560 Dollar ab - und notierte damit nur gut einen halben US-Cent über dem am Vortag erreichten Sieben-Monats-Tief von knapp 1,35 Dollar. Zwar erholte sich der Euro bis zum Mittag wieder auf Kurse über 1,36 Dollar. Doch rechneten Börsianer nicht mit einer Trendwende. „An der fundamentalen Situation hat sich nichts geändert, der Euro bleibt unter Druck“, sagte Commerzbank-Analystin You-Na Park. 

Vor allem der Einbruch der Aktien der BNP Paribas um bis zu fast zwölf Prozent belastete den Euro, sagten Händler. Auslöser dieser Verluste war ein Bericht im „Wall Street Journal“ über angebliche Probleme der BNP Paribas bei der Beschaffung von Dollar am US-Geldmarkt. Die Großbank widersprach, man könne sich normal in Dollar refinanzieren und zwar sowohl über Swap-Geschäfte als auch direkt. Der Aktienkurs erholte sich danach etwas. Doch Devisen- und Rentenhändler blieben skeptisch. „Die Märkte wollen endlich einen klaren Weg zur Lösung der europäischen Schuldenprobleme sehen, den gibt es bislang nicht. Weder in Italien noch in der Euro-Zone insgesamt“, fasste Marc Ostwald, Stratege bei Monument Securities, zusammen. 

Laut Börsianern verfolgt der Devisenmarkt weiter die Diskussion um eine mögliche Staatspleite Griechenlands mit Argusaugen. „Lautes Denken macht dem Euro zusätzlich zu schaffen“, titelte Unicredit-Analyst Armin Mekelburg seinen Morgenkommentar. „Die Verunsicherung wegen der nicht mehr ausgeschlossenen Pleite Griechenlands sowie der Zerrissenheit innerhalb der EZB wiegen schwer“, stimmte Helaba-Analyst Ralf Umlauf zu.

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7 Kommentare zu "Währungen: Euro bleibt angeschlagen"

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  • als Italiener halte ich die Chinese für nicht so gefährlich wie die Deutsche.
    Bis jetzt haben wir mit China keine schlechte Erfahrungen gemacht, dafür um so mehr mit Deutschland.
    Aber keine Sorge, wir streben nur ein Gegengewicht gegen die übermächtige deutsche-französische Achse und deren Diktat (der uns auch in diese missliche Lage geführt hat). Weiter nicht.
    Nun die Chinesen werden auch irgendwelche Gegenleistungen von uns erwarten und wir werden sie diese kaum verwehren können.
    Ich glaube nicht dass die Chinesen die Weltherrschaft anstreben.
    Es wird besser in Europa wenn Deutschland reif für den europäischen Gedanke ist, z.Z. aber strebt Deutschland nach einer Art deutsche Wirtschaftsinteressenzone, mit Deutschland als hochqualifizierte und hochbezahlte führende Nation.
    Das schmeckt uns aber verständlicherweise nicht.
    Sonst nicht gegen die Deutsche, meine Frau stammt auch aus Brandenburg.
    Gruß aus dem sonnigen Süden wo ich meine in D. Erworbene Rente genieße.

  • als Italiener halte ich die Chinese für nicht so gefährlich wie die Deutsche.
    Bis jetzt haben wir mit China keine schlechte Erfahrungen gemacht, dafür um so mehr mit Deutschland.
    Aber keine Sorge, wir streben nur ein Gegengewicht gegen die übermächtige deutsche-französische Achse und deren Diktat (der uns auch in diese missliche Lage geführt hat). Weiter nicht.
    Nun die Chinesen werden auch irgendwelche Gegenleistungen von uns erwarten und wir werden sie diese kaum verwehren können.
    Ich glaube nicht dass die Chinesen die Weltherrschaft anstreben.
    Es wird besser in Europa wenn Deutschland reif für den europäischen Gedanke ist, z.Z. aber strebt Deutschland nach einer Art deutsche Wirtschaftsinteressenzone, mit Deutschland als hochqualifizierte und hochbezahlte führende Nation.
    Das schmeckt uns aber verständlicherweise nicht.
    Sonst nicht gegen die Deutsche, meine Frau stammt auch aus Brandenburg.
    Gruß aus dem sonnigen Süden wo ich meine in D. Erworbene Rente genieße.

  • Billiges Marketing.

    China war auch an PO Bonds interessiert bevor das Land dann doch unter der EFSF musste und die Meldung liest sich als wenn einer den alten Artikel durch "suchen und ersetzen" bearbeitet hat (suche Portugal ersetze Italien).

    Ist jetzt 10:21 EUR pendelt bei 1,3580 und die Auktion ist noch nicht gelaufen.

  • Sollte die Meldung über den Ankauf von Italienischen Staatsanleihen im großen Stil durch China stimmen, wäre interessant zu erfahren welche Gegenleitung China von Italien erwartet.
    Vielleicht werden bald chinesische Produkte von Chinesen, zu niedriglöhne, in Italien hergestellt und zollfrei in die Eurozone verkauft?

  • Der Rauch ist dann Berlusconi und das Feuer die Mafia?

  • Nicht so gut für die Eurozone aber durch die Unentschlossenheit der Eurozone und vor allem Deutschlands, alternativlos.
    Wir brauchen unbedingt eine Fiskalunion, schon allein damit sich kein Politikeraspirant genötigt fühlt Äußerungen à la Rösler zu machen.
    Der verbale Bruderkrieg und die dazu geführt Verleumdungskampagne, vor allem von den deutschen Medien, wäre somit beendet.

  • Kein Rauch ohne Feuer!
    Pas de fumée sans feu, sagt der Franzose.

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