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Währungsunion Commerzbank-Chefvolkswirt rechnet mit Griechen-Exit

Bleibt Griechenland im Euro? Der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, glaubt nicht daran. Die Bevölkerung werde die Sparmaßnahmen nicht mittragen. Die verbliebene Währungsunion mutiere zu einer Transferunion.
18.06.2012 - 09:40 Uhr
Die Währungsunion wird zu einer Transferunion mutieren, sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Quelle: PR

Die Währungsunion wird zu einer Transferunion mutieren, sagt Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank.

(Foto: PR)

Düsseldorf Nach Einschätzung von Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, wird Griechenland wahrscheinlich dauerhaft nicht in der Euro-Zone bleiben. „Vermutlich wird Griechenland der Währungsunion in fünf Jahren nicht mehr angehören“, sagte Krämer Handelsblatt Online.


Die beiden pro-europäischen Traditionsparteien verfügten im Parlament zwar über eine absolute Mehrheit und dürften sich auf eine gemeinsame Regierung verständigen. Deshalb werde die Staatengemeinschaft die nächste Tranche der Hilfskredite freigeben. Aber auf Dauer werde die griechische Bevölkerung die auferlegten Reformen und Sparmaßnahmen nicht mittragen.


„Griechenland dürfte selbst gelockerte Auflagen nicht erfüllen. Will sie ihre Glaubwürdigkeit nicht vollständig verlieren, wird die Staatengemeinschaft irgendwann gezwungen sein, Griechenland den Geldhahn zuzudrehen. Der griechische Staat wäre dann rasch pleite“, sagte Krämer.


Die Euro-Zone wird nach Meinung Krämers auch nach einem Austritt Griechenlands nicht auseinanderfallen. „Der Euro wird überleben, weil die politischen und wirtschaftlichen Eliten von seiner Weiterexistenz abhängen“, sagte Krämer.

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