Bewerten Sie uns Beantworten Sie drei Fragen und helfen Sie uns mit Ihrem Feedback handelsblatt.com zu verbessern. (Dauer ca. eine Minute)
Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Welche Währung, welche Börse? So klappt der Einstieg beim Bitcoin

Spekulanten jubeln: Gerade hatte die Digitalwährung Bitcoin die 2.000-Dollar-Marke geknackt, schon kratzt sie an den 3.000 Dollar. Anleger fragen: Lohnt sich ein Einstieg – und wie funktioniert's? Die wichtigsten Fakten.
Update: 08.06.2017 - 12:04 Uhr 15 Kommentare
Bitcoin: So klappt der Einstieg in die Kryptowährung Quelle: Reuters
Prozessoren zum Herstellen von Bitcoins in Kalifornien

Hedgefonds-Manager können sowohl von Kurszuwächsen der Kryptowährung als auch vom Preisverfall profitieren.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfEs ist verrückt. Vor zweieinhalb Wochen hat der Bitcoin-Kurs die Marke von 2.000 Dollar übersprungen. Doch das war erst der Anfang: Am Dienstag ist der Wert einer Einheit der Digitalwährung auf einen Rekordstand von über 2.870 Dollar gestiegen, am Mittwoch notierte er auf mehreren großen Plattformen schon über 2.900 Dollar. Anleger haben so in kürzester Zeit einen Gewinn von 30 Prozent gemacht, und die Kursrallye könnte weitergehen.

Als Grund für die Rekordstände verweisen Händler darauf, dass China einen Abhebungsstopp an drei großen Bitcoin-Börsen beendet hat. Im Februar mussten die Handelsplätze Abhebungen aussetzen, chinesische Behörden hatten sich besorgt geäußert über mögliche Kapitalabflüsse und Geldwäsche. China beschränkt den Kapitalverkehr, daher nutzen viele Chinesen Bitcoins als freie Alternative. Der stark wachsende Bitcoin-Handel in Fernost gilt schon länger als Kurstreiber: Während die digitale Währung Ende 2010 nur rund 0,30 Dollar kostete, lag ihr Wert Ende 2016 schon bei knapp 1.000 Dollar.

Die Währung findet immer mehr Anhänger. Die einen reizt die Idee eines Geldsystems, das unabhängig von Staaten und Banken funktioniert, Transaktionen beschleunigt und Kosten minimiert. Viele Privatanleger dürfte jedoch eher die Aussicht auf hohe Spekulationsgewinne reizen. Investoren muss dabei klar sein: Hinter einem Bitcoin steht – im Gegensatz zu einer Aktie oder einer Goldmünze – kein realer Wert, auch garantiert keine Notenbank die Stabilität der Währung. Im schlimmsten Fall drohen Verluste bis hin zum Totalverlust des Einsatzes. So muss es jedoch nicht kommen.

Banken zittern, Spekulanten jubeln: Aber was steckt wirklich hinter Bitcoin, Ethereum und Co.? In einer Serie behandeln wir die Welt der Digitalwährungen. Alle Teile finden Sie hier.
Kryptowährungs-Serie

Banken zittern, Spekulanten jubeln: Aber was steckt wirklich hinter Bitcoin, Ethereum und Co.? In einer Serie behandeln wir die Welt der Digitalwährungen. Alle Teile finden Sie hier.

Sollten sich digitale Währungen weiter verbreiten, dann könnten ihre Kurse schnell weiter steigen. Aktuell berät etwa die US-Börsenaufsicht SEC erneut über die Zulassung des ersten auf Bitcoin basierenden Indexfonds. Japan hat die Währung zum offiziellen Zahlungsmittel erklärt, das in Asien von immer mehr Firmen akzeptiert wird. Und vergangene Woche hat sogar der russische Präsident Wladimir Putin seine Unterstützung für die Digitalwährung Ethereum geäußert, deren Beliebtheit rasant wächst.

Putin hatte ihren Schöpfer Vitalik Buterin, einen 23-jährigen russischen Programmierer, am Rand des St. Petersburger Wirtschaftsforums getroffen. Dort verkündete er, die Währung könne dabei helfen, die russische Wirtschaft über Öl und Gas hinaus zu diversifizieren. Putin wörtlich: „Die digitale Wirtschaft ist keine separate Industrie, tatsächlich ist sie die Basis für ganz neue Geschäftsmodelle.“ Ethereum setzt wie Bitcoin auf die sogenannte Blockchain-Technik, die alle Transaktionen vielfach und dezentral (und damit dauerhaft nachvollziehbar) speichert. So braucht es für Währungstransaktionen keine Banken mehr, für Immobiliengeschäfte womöglich keine Notare. Die Rolle der Zwischeninstanz übernimmt das System.

Derlei Visionen sind Musik in den Ohren der Fans, klingende Münze in denen der Anleger. Schon mit kleinen Beträgen können Privatleute beim Hype um die Digitalwährungen mitmachen, am besten mit einer Summe, die im Notfall auch weg sein kann, ohne dass der Verlust allzu sehr schmerzt. Doch wie anfangen, und womit? Schon eine einfache Google-Suche spuckt unzählige Ergebnisse zum Thema Digitalwährung aus. Die meisten Einsteiger dürften zwei Fragen umtreiben:

  • In welche Digitalwährung soll ich investieren?
  • Und bei welcher Börse kann ich einsteigen?

Dass der Start ins Bitcoin-Zeitalter komplexer ist als gedacht, hat zuletzt Handelsblatt-Redakteurin Astrid Dörner im Selbstversuch erfahren. Die folgende Übersicht für Einsteiger kann einen ersten Einblick geben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Bitcoin und Co.: Welche Währung soll's denn sein?
Seite 123Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Welche Währung, welche Börse? - So klappt der Einstieg beim Bitcoin

15 Kommentare zu "Welche Währung, welche Börse?: So klappt der Einstieg beim Bitcoin"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @Herr Helmut Metz, 08.06.2017, 18:45 Uhr

    "Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen."

    Seit wann setzt sich die Menschheit aus Wölfen, Schafen und anderen Tieren zusammen?

    Und selbst, wenn es so wäre: Die „Wölfe“ würden dann mit Sicherheit nicht die Mehrheit in diesem fiktiven "Tierreich" stellen.


    „DER WERT IST IMMER SUBJEKTIV!!“

    Das meine ich doch gerade. Wie kommen Sie darauf, dass ich das anders sähe?


    „Beschäftigen Sie sich mit Eigentumsrechten. Wie kommt es überhaupt dazu, dass etwa "dem Staat" Land gehört?“

    Die – von wem auch immer beanspruchten – vermeintlichen „Eigentumsrechte“ an Allgemeingütern sind doch gerade das Problem. Da habe ich mich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt.

  • @ Annette Bollmohr

    Leider ist nicht mehr viel Zeit, dann wird zugesperrt. Dehalb nur ein paar Anmerkungen, obwohl ich heute sehr gerne mit Ihnen diskutieren möchte.

    - Was ist Demokratie? "Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen." (Benjamin Franklin)

    "Geld war ursprünglich "nur" ein Instrument, also eine Art allgemein anerkanntes "Tauschmittel", um das Funktionieren von Wirtschaft und Handel zu vereinfachen."
    -> Nein, war es nicht. Siehe dazu das Mises´sche Regressionstheorem:
    http://www.misesde.org/?p=1345

    "Weil es - jedenfalls weitgehend - in ihrer Macht liegt, an "entscheidender Stelle" zu beeinflussen bzw. zu bestimmen, welcher "Wert", d.h., welchen Preis in Geld welches Wirtschaftsgut hat. "
    -> Dem liegt ein falsches Verständnis von "Wert" zugrunde. Ein "Wert" kann von niemandem generell und schon gar nicht für alle festgelegt werden: DER WERT IST IMMER SUBJEKTIV!! Die Armbanduhr meines Opas hat für mich einen ganz besonders hohen Wert - ein Pfandleiher im Pfandleihaus wird die Uhr jedoch ganz anders bewerten als ich!

    "Wie z.B. die Tatsache, dass globale Ressourcen (Land, Wasser, saubere Luft u.v.a.m.) als "Privateigentum" deklariert werden (und damit das vermeintliche(!) "Recht" beansprucht wird, sich für etwas, das schon immer da war und für alle da ist, bezahlen zu lassen - in Geld. "
    -> Beschäftigen Sie sich mit Eigentumsrechten. Wie kommt es überhaupt dazu, dass etwa "dem Staat" Land gehört? Der Staat hat sich vorher das Land IMMER angeeignet:
    „Falls jeder Mensch das Recht an seinem eigenen Körper hat und falls er Objekte der Natur benutzen und transformieren muss, um zu überleben, dann hat er das Recht, das von ihm geschaffene Produkt zu besitzen.“ Nachdem Eigentum durch Arbeit geschaffen wurde, kann es durch freiwilligen Tausch oder als Geschenk an einen neuen Eigentümer weitergegeben werden; ein erzwungener Transfer von Gütern wird als illegitim angesehen."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchokapitalismus

  • Korrekturen:

    ... dieses Instrument zu etwas "Absolutem", also z u e i n e m eigenständigen, für sich selbst stehenden "Wert", ...

    ... zu bestimmen, w e l c h e n Wert, ...

  • Der auf die immer verzweifeltere Suche nach "sicherem" Geld verwendete Aufwand an Zeit und Aufmerksamtkeit führt offensichtlich dazu, dass das eigentliche Problem völlig aus dem Blickfeld gerät:

    Es geht im Grunde gar nicht um "Geld", sondern um Demokratie und Gleichberechtigung.

    Geld war ursprünglich "nur" ein Instrument, also eine Art allgemein anerkanntes "Tauschmittel", um das Funktionieren von Wirtschaft und Handel zu vereinfachen.

    Im Laufe der Jahrhunderte - und heute mehr denn je - haben "interessierte Kreise" dieses Instrument zu etwas "Absolutem", also für einen eigenständigen, für sich selbst stehenden "Wert", erklärt.

    Weil es - jedenfalls weitgehend - in ihrer Macht liegt, an "entscheidender Stelle" zu beeinflussen bzw. zu bestimmen, welcher "Wert", d.h., welchen Preis in Geld welches Wirtschaftsgut hat. "Geld" ist somit zu einem Machtfaktor geworden.

    Dies alles vermutlich, um von einigen grundlegenden, von der menschlichen Gesellschaft über die Jahrhunderte und -tausende meist unhinterfragt als "Gesetz" oder "Schicksal" (oder was auch immer, jedenfalls etwas Unverrückbares) hingenommenen Missständen abzulenken.

    Wie z.B. die Tatsache, dass globale Ressourcen (Land, Wasser, saubere Luft u.v.a.m.) als "Privateigentum" deklariert werden (und damit das vermeintliche(!) "Recht" beansprucht wird, sich für etwas, das schon immer da war und für alle da ist, bezahlen zu lassen - in Geld.

    Das muss sich heute dringend ändern.

    Und dank der gewaltigen intellektuellen Fortschritte, die die Menschheit im Laufe der Zeit auf allen Gebieten (Wissenschaft, Technik, und insbesondere Aufklärung) gemacht hat, stehen die Chancen dafür trotz allem (damit meine ich insbesondere den verzweifelten Kampf einiger - nicht aller! -, dafür aber besonders rücksichts- und skrupelloser Nutznießer der derzeitigen globalen politischen Ordnung und insbesondere Wirtschafts- und Finanzordnung gegen die ganze Gesellschaft, um ihre Pfründe zu "verteidigen"), auch gar nicht schlecht

  • Nachtrag:

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Bitcoin sind ein hervorragendes Tauschmittel, sie eignen sich jedoch ausgesprochen schlecht zum Sparen (Horten).
    Sie sind ein ausgesprochen schlechtes "Wertaufbewahrungsmittel" (d.h. ein Speicher von "Wert" über einen langen Zeitraum). Ohne Strom kann man mit Bitcoins nicht tauschen; sie können auch "zerstört" werden z..B. durch einen Elektromagnetischen Impuls.
    Dagegen hieß es einmal in der Werbung (zurecht): "Ein Diamant ist unvergänglich!"
    Der überlebt alles - aber z.B. auch ein anderes "Relikt" aus der Steinzeit...

  • @ x y

    "Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR." aber es gibt hunderte digitale Währungen und es könnten tausende werden. Dadurch sind sie sehr wohl inflationierbar, geschweige denn es gibt plötzlich wesentlich mehr Rechenleistung..."

    Das gibt einen wunderschönen Wettbewerb unter den Kryptowährungen. Und nach Gresham´s Gesetz wird sich die beste davon (oder vielleicht auch mehrere) durchsetzen. Beim Fiat-Müll gibt es dagegen einen umgekehrten "Wettbewerb" durch die "Geldzauberer" der ZB´s : welche Fiat-Währung wird am schnellsten verdünnt!

  • "Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR." aber es gibt hunderte digitale Währungen und es könnten tausende werden. Dadurch sind sie sehr wohl inflationierbar, geschweige denn es gibt plötzlich wesentlich mehr Rechenleistung...

  • Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR. Es können maximal 21 Milllionen Bitcoins "geschürft" werden (im Protokoll unabänderlich festgelegt) - wobei ca. 16 Millionen bereits bis zum heutigen Zeitpunkt geschürft sind, und vor allem das "Schürfen" weiterer Bitcoins immer rechen- / energie-/ kostenintensiver wird .
    Somit sind Bitcoins diametral zum Fiat-Müll ausgelegt: Bitcoins: deflationär, Fiat-Müll inflationär.
    Natürlich haben auch Bitcoins genauso wie Fiat-Müll keinen "intrinsischen Wert" (wobei Bitcoins im Gegensatz zum Fiat-Müll jedoch wenigstens nicht durch einen Akt der Verschuldung entstehen).
    Für den Harcore-Austrian ist für ein Tauschmittel ein "intrinsischer Wert" sowieso Blödsinn - es kommt einzig und alleine auf dessen GRENZNUTZEN an.
    Und insbesondere aufgrund der Dezentralität und Nicht-Inflationierbarkeit nimmt der Grenznutzen von Bitcoins weniger schnell ab als der von Fiat-Müll - und deswegen sind Bitcoins dasjenige Tauschmittel, das ein FREIER MARKT gegenüber Fiat-Müll bevorzugen würde. Es gilt nämlich bei Privatgeld das UMGEKEHRTE Greshamsche Gesetz: das "bessere" Geld verdrängt das "schlechtere" aus dem Umlauf!

  • Merkwürdig, dass Bitcoins sogar im HB besprochen werden, wo doch jahrelang vor Bitcoins gewarnt wurde, und man nirgendwo eine legale Garantie für den Kauf von Bitcoins bekommt. Nur für Spielernaturen wie Ulli Honess zu empfehlen.

  • @ Herr Manfred Riegel08.06.2017, 14:31 Uhr

    Es waren hauptsächlich die vorwärtsgewandten US-Banken, die die Finanzkrise ausgelöst haben. Die europäischen und speziell die deutschen waren so dumm, denen ihren Schrott abzukaufen. Fortschritt ist ganz sinnvoll, wenn er denn sinnvoll ist und man ihn braucht. Bitcoin braucht keiner.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%