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Spekulanten jubeln: Gerade hatte die Digitalwährung Bitcoin die 2.000-Dollar-Marke geknackt, schon kratzt sie an den 3.000 Dollar. Anleger fragen: Lohnt sich ein Einstieg – und wie funktioniert's? Die wichtigsten Fakten.

Kommentare

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  • @Herr Helmut Metz, 08.06.2017, 18:45 Uhr

    "Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen."

    Seit wann setzt sich die Menschheit aus Wölfen, Schafen und anderen Tieren zusammen?

    Und selbst, wenn es so wäre: Die „Wölfe“ würden dann mit Sicherheit nicht die Mehrheit in diesem fiktiven "Tierreich" stellen.


    „DER WERT IST IMMER SUBJEKTIV!!“

    Das meine ich doch gerade. Wie kommen Sie darauf, dass ich das anders sähe?


    „Beschäftigen Sie sich mit Eigentumsrechten. Wie kommt es überhaupt dazu, dass etwa "dem Staat" Land gehört?“

    Die – von wem auch immer beanspruchten – vermeintlichen „Eigentumsrechte“ an Allgemeingütern sind doch gerade das Problem. Da habe ich mich wohl nicht deutlich genug ausgedrückt.

  • @ Annette Bollmohr

    Leider ist nicht mehr viel Zeit, dann wird zugesperrt. Dehalb nur ein paar Anmerkungen, obwohl ich heute sehr gerne mit Ihnen diskutieren möchte.

    - Was ist Demokratie? "Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf über die nächste Mahlzeit abstimmen." (Benjamin Franklin)

    "Geld war ursprünglich "nur" ein Instrument, also eine Art allgemein anerkanntes "Tauschmittel", um das Funktionieren von Wirtschaft und Handel zu vereinfachen."
    -> Nein, war es nicht. Siehe dazu das Mises´sche Regressionstheorem:
    http://www.misesde.org/?p=1345

    "Weil es - jedenfalls weitgehend - in ihrer Macht liegt, an "entscheidender Stelle" zu beeinflussen bzw. zu bestimmen, welcher "Wert", d.h., welchen Preis in Geld welches Wirtschaftsgut hat. "
    -> Dem liegt ein falsches Verständnis von "Wert" zugrunde. Ein "Wert" kann von niemandem generell und schon gar nicht für alle festgelegt werden: DER WERT IST IMMER SUBJEKTIV!! Die Armbanduhr meines Opas hat für mich einen ganz besonders hohen Wert - ein Pfandleiher im Pfandleihaus wird die Uhr jedoch ganz anders bewerten als ich!

    "Wie z.B. die Tatsache, dass globale Ressourcen (Land, Wasser, saubere Luft u.v.a.m.) als "Privateigentum" deklariert werden (und damit das vermeintliche(!) "Recht" beansprucht wird, sich für etwas, das schon immer da war und für alle da ist, bezahlen zu lassen - in Geld. "
    -> Beschäftigen Sie sich mit Eigentumsrechten. Wie kommt es überhaupt dazu, dass etwa "dem Staat" Land gehört? Der Staat hat sich vorher das Land IMMER angeeignet:
    „Falls jeder Mensch das Recht an seinem eigenen Körper hat und falls er Objekte der Natur benutzen und transformieren muss, um zu überleben, dann hat er das Recht, das von ihm geschaffene Produkt zu besitzen.“ Nachdem Eigentum durch Arbeit geschaffen wurde, kann es durch freiwilligen Tausch oder als Geschenk an einen neuen Eigentümer weitergegeben werden; ein erzwungener Transfer von Gütern wird als illegitim angesehen."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchokapitalismus

  • Korrekturen:

    ... dieses Instrument zu etwas "Absolutem", also z u e i n e m eigenständigen, für sich selbst stehenden "Wert", ...

    ... zu bestimmen, w e l c h e n Wert, ...

  • Der auf die immer verzweifeltere Suche nach "sicherem" Geld verwendete Aufwand an Zeit und Aufmerksamtkeit führt offensichtlich dazu, dass das eigentliche Problem völlig aus dem Blickfeld gerät:

    Es geht im Grunde gar nicht um "Geld", sondern um Demokratie und Gleichberechtigung.

    Geld war ursprünglich "nur" ein Instrument, also eine Art allgemein anerkanntes "Tauschmittel", um das Funktionieren von Wirtschaft und Handel zu vereinfachen.

    Im Laufe der Jahrhunderte - und heute mehr denn je - haben "interessierte Kreise" dieses Instrument zu etwas "Absolutem", also für einen eigenständigen, für sich selbst stehenden "Wert", erklärt.

    Weil es - jedenfalls weitgehend - in ihrer Macht liegt, an "entscheidender Stelle" zu beeinflussen bzw. zu bestimmen, welcher "Wert", d.h., welchen Preis in Geld welches Wirtschaftsgut hat. "Geld" ist somit zu einem Machtfaktor geworden.

    Dies alles vermutlich, um von einigen grundlegenden, von der menschlichen Gesellschaft über die Jahrhunderte und -tausende meist unhinterfragt als "Gesetz" oder "Schicksal" (oder was auch immer, jedenfalls etwas Unverrückbares) hingenommenen Missständen abzulenken.

    Wie z.B. die Tatsache, dass globale Ressourcen (Land, Wasser, saubere Luft u.v.a.m.) als "Privateigentum" deklariert werden (und damit das vermeintliche(!) "Recht" beansprucht wird, sich für etwas, das schon immer da war und für alle da ist, bezahlen zu lassen - in Geld.

    Das muss sich heute dringend ändern.

    Und dank der gewaltigen intellektuellen Fortschritte, die die Menschheit im Laufe der Zeit auf allen Gebieten (Wissenschaft, Technik, und insbesondere Aufklärung) gemacht hat, stehen die Chancen dafür trotz allem (damit meine ich insbesondere den verzweifelten Kampf einiger - nicht aller! -, dafür aber besonders rücksichts- und skrupelloser Nutznießer der derzeitigen globalen politischen Ordnung und insbesondere Wirtschafts- und Finanzordnung gegen die ganze Gesellschaft, um ihre Pfründe zu "verteidigen"), auch gar nicht schlecht

  • Nachtrag:

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Bitcoin sind ein hervorragendes Tauschmittel, sie eignen sich jedoch ausgesprochen schlecht zum Sparen (Horten).
    Sie sind ein ausgesprochen schlechtes "Wertaufbewahrungsmittel" (d.h. ein Speicher von "Wert" über einen langen Zeitraum). Ohne Strom kann man mit Bitcoins nicht tauschen; sie können auch "zerstört" werden z..B. durch einen Elektromagnetischen Impuls.
    Dagegen hieß es einmal in der Werbung (zurecht): "Ein Diamant ist unvergänglich!"
    Der überlebt alles - aber z.B. auch ein anderes "Relikt" aus der Steinzeit...

  • @ x y

    "Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR." aber es gibt hunderte digitale Währungen und es könnten tausende werden. Dadurch sind sie sehr wohl inflationierbar, geschweige denn es gibt plötzlich wesentlich mehr Rechenleistung..."

    Das gibt einen wunderschönen Wettbewerb unter den Kryptowährungen. Und nach Gresham´s Gesetz wird sich die beste davon (oder vielleicht auch mehrere) durchsetzen. Beim Fiat-Müll gibt es dagegen einen umgekehrten "Wettbewerb" durch die "Geldzauberer" der ZB´s : welche Fiat-Währung wird am schnellsten verdünnt!

  • "Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR." aber es gibt hunderte digitale Währungen und es könnten tausende werden. Dadurch sind sie sehr wohl inflationierbar, geschweige denn es gibt plötzlich wesentlich mehr Rechenleistung...

  • Bitcoins haben gegenüber Fiat-Müll einen ganz entscheidenden Vorteil: SIE SIND NICHT INFLATIONIERBAR. Es können maximal 21 Milllionen Bitcoins "geschürft" werden (im Protokoll unabänderlich festgelegt) - wobei ca. 16 Millionen bereits bis zum heutigen Zeitpunkt geschürft sind, und vor allem das "Schürfen" weiterer Bitcoins immer rechen- / energie-/ kostenintensiver wird .
    Somit sind Bitcoins diametral zum Fiat-Müll ausgelegt: Bitcoins: deflationär, Fiat-Müll inflationär.
    Natürlich haben auch Bitcoins genauso wie Fiat-Müll keinen "intrinsischen Wert" (wobei Bitcoins im Gegensatz zum Fiat-Müll jedoch wenigstens nicht durch einen Akt der Verschuldung entstehen).
    Für den Harcore-Austrian ist für ein Tauschmittel ein "intrinsischer Wert" sowieso Blödsinn - es kommt einzig und alleine auf dessen GRENZNUTZEN an.
    Und insbesondere aufgrund der Dezentralität und Nicht-Inflationierbarkeit nimmt der Grenznutzen von Bitcoins weniger schnell ab als der von Fiat-Müll - und deswegen sind Bitcoins dasjenige Tauschmittel, das ein FREIER MARKT gegenüber Fiat-Müll bevorzugen würde. Es gilt nämlich bei Privatgeld das UMGEKEHRTE Greshamsche Gesetz: das "bessere" Geld verdrängt das "schlechtere" aus dem Umlauf!

  • Merkwürdig, dass Bitcoins sogar im HB besprochen werden, wo doch jahrelang vor Bitcoins gewarnt wurde, und man nirgendwo eine legale Garantie für den Kauf von Bitcoins bekommt. Nur für Spielernaturen wie Ulli Honess zu empfehlen.

  • @ Herr Manfred Riegel08.06.2017, 14:31 Uhr

    Es waren hauptsächlich die vorwärtsgewandten US-Banken, die die Finanzkrise ausgelöst haben. Die europäischen und speziell die deutschen waren so dumm, denen ihren Schrott abzukaufen. Fortschritt ist ganz sinnvoll, wenn er denn sinnvoll ist und man ihn braucht. Bitcoin braucht keiner.

Mehr zu: Welche Währung, welche Börse? - So klappt der Einstieg beim Bitcoin

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