Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Wetter treibt Notierungen IEA erwartet höhere Ölnachfrage

Die Internationale Energieagentur erwartet für das kommende Jahr eine erneut steigende Ölnachfrage. Der Weltbedarf werde 2006 um 1,79 Mill. Barrel (159 Liter) pro Tag anziehen, schreibt die Pariser Organisation in ihrem am Dienstag vorgelegten Monatsbericht.

DÜSSELDORF. Zuvor sei die Nachfrage durch die warme Witterung, aber auch durch Störungen auf Grund von Hurrikans beeinträchtigt worden. Doch diese Faktoren seien nur „temporärer Natur“, begründet die IEA ihre Vorhersage.

Das globale Angebot an Rohöl habe im November um 1,3 Mill. auf 85 Mill. Barrel am Tag zugenommen. Ursächlich sei dafür insbesondere die Erholung der nordamerikanischen Förderung. Die Pariser Agentur erwartet aber, dass es noch bis Mitte 2006 Produktionsausfälle in den USA geben wird. Die Hurrikan-Saison war in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten besonders stark ausgeprägt. Vor allem Hurrikan „Katrina“ hatte im Golf von Mexiko zu schweren Schäden an Ölplattformen und an Raffinerien geführt. Die Rohölpreise erklommen in dieser Zeit Höchststände.

Inzwischen hat sich die Lage wieder etwas beruhigt. Zwar liegen die Rohölpreise auf hohem Niveau, notieren aber deutlich unter ihren Rekordhochs. Seit Beginn der Woche ziehen die Preise wieder an, nachdem für die USA ein Temperaturrückgang vorhergesagt wurde. Das für Europa maßgebliche Brentöl notierte am Dienstag bei 58,50 Dollar. Die US-Richtmarke WTI hat sich auf über 61 Dollar verteuert.

Ohne größeren Einfluss blieb die Sitzung der Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec). Das Ölkartell hatte am Montag in Kuwait beschlossen, die Förderquoten mit 28 Mill. Barrel am Tag unverändert zu lassen. Allerdings will die Opec ihr Angebot, noch vorhandene freie Kapazitäten dem Markt bei Bedarf zur Verfügung zu stellen, mit Wirkung vom Jahresende nicht verlängern.

Sandra Ebner von der Deka-Bank erwartet auch für die nächsten beiden Jahre „keine nachhaltige Entspannung am Ölmarkt“. Brentöl werde 2006 im Jahresdurchschnitt bei 64 Dollar und WTI bei 65 Dollar notieren. Für 2007 prognostiziert die Bank einen weiteren leichten Anstieg auf 67 beziehungsweise 68 Dollar.

Startseite