Zentralbank-Schatz Staaten misstrauen dem Dollar - und kaufen Gold

Das Misstrauen gegen den Dollar wächst. Weil die US-Währung an Wert verliert, versuchen sich immer mehr Staaten abzusichern. Sie tauschen Devisenreserven in Gold. Vor allem China hat die Amerikaner in der Hand.
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Seit der Finanzkrise setzen in erster Linie die Notenbanken der Schwellenländer auf Gold. Quelle: dpa

Seit der Finanzkrise setzen in erster Linie die Notenbanken der Schwellenländer auf Gold.

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FrankfurtEs ist ein direkter Angriff auf den Dollar: Mexiko hat allein seit Januar für vier Milliarden Dollar knapp 100 Tonnen Gold zugekauft, wie die Notenbank am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte Mexiko gerade einmal Goldreserven von 6,8 Tonnen.

Die Mexikaner leiden besonders stark unter dem schwachen Dollar. Die USA sind ihr wichtigster Handelspartner. Je stärker der Peso gegen den Dollar aufwertet, umso schwieriger wird es, Waren in die Vereinigten Staaten zu exportieren. Gleichzeitig sind die Dollar, die ihnen die Gringos aus dem Norden überweisen, immer weniger wert. Um sich gegen einen weiteren Verfall abzusichern und die Notenbankreserven breiter aufzuteilen, werden nun US-Dollar gegen Gold getauscht.

Der Chef-Ökonom der Großbank HSBC in Mexiko, Sergio Martin, sagte, mit dem Gold-Geschäft werde die Zentralbank keinen Verlust machen: „Jeder weiß, dass der Dollar in naher Zukunft weiter nachgeben dürfte.“

Die mexikanische Zentralbank ist nicht die einzige, die so handelt. Auch die Zentralbanken von Russland und Thailand haben in den vergangenen Wochen massiv Gold gekauft. Russland stockte die Bestände im März nach Angeben des Datenanbieters Bloomberg um 18,8 Tonnen auf 811,1 Tonnen auf, Thailand um 9,3 Tonnen auf 108,9 Tonnen. Insgesamt haben alle drei Zentralbanken rund sechs Milliarden Dollar in Gold eingetauscht.

Dahinter steckt ein grundlegender Paradigmenwechsel: Seit der Finanzkrise setzen in erster Linie die Notenbanken der Schwellenländer auf Gold. Sie beendeten damit eine zwei Jahrzehnte andauernde Phase, in denen die Zentralbanken weltweit vor allem Gold verkauft haben. Im Jahr 1980 machte Gold rund 60 Prozent der weltweiten Notenbankreserven aus. Aktuell sind es nur noch zwölf Prozent. Jetzt steigt der Anteil wieder. Wie viel Gold eine Notenbank vorhält, ist ihr selbst überlassen.

"Die Zentralbanken haben gute Gründe, Gold zu kaufen”, sagte Peter Morici, Wirtschaftsprofessor der Universität Maryland und früherer Berater der US-Regierung, gegenüber Bloomberg. „Der Dollar ist nicht länger eine sichere Reserve.“

China schichtet um
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12 Kommentare zu "Zentralbank-Schatz: Staaten misstrauen dem Dollar - und kaufen Gold"

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  • Der richtige Artikel zur richtigen Zeit und um sich wieder Mut zu machen. Es werden sich wieder Blasen bilden, das ist richtig. Zum Beispiel am Rohstoffmarkt. Mit verheerenden Auswirkungen für die reale Wirtschaft und die ärmsten der Armen in dieser Welt. Einen schönen Tag.

  • Gegen die Mexikaner werden unsere amerikanischen Freunde nicht vorgehen. Keine US-Regierung wird sich trauen, den Colt gegen Mexiko zu richten. Da passiert nichts.

  • Opium für das Volk.......
    Wo soll denn das viele Gold noch herkommen ?
    Das meiste Gold haben die Reichsten Familien der Erde schon lange aufgekauft. In Fort Knox lagern nur vergoldete Wolframbarren.
    Ca. 90% des Deutschen Goldes lag in den Kellern des FED Kartells - von da ist es schon länger verschwunden.......
    Ihr glaubt das nicht.....wir werden sehen !
    Ausserdem ist nach dem weltweiten Crash ein bargeldloser Zahlungsverkehr geplant....George Orwell und Aldous Huxley waren Mitglieder der Fabian Society und wußten bescheid was kommt, weil es schon lange so geplant ist.
    So ihr Schäfchen, jetzt könnt ihr weiterschlafen.....

  • Verstehe überhaupt nicht was ihr alle gegen den Dollar habt, nun gut er ist etwas zu glatt als Toilettenpapier.

  • wenn die Politiker keine Edelmetalle hinterlegen, werden ich und viele andere es eben tun...kommt am Ende aufs Selbe hinaus!

    selbst jetzt , nach dieser kleinen Korrektur bei den PM, wo man doch schon ein wenig verunsichert ist, weiß ich trotzdem immer noch nicht, in was ich sonst mein Geld investieren sollte, außer Eigenheim, Sachwerte und physischen Gold und Silber!

  • Sorry der Autor hat einen großen Fehler. Die Devisenreserven von China sind nicht 2,5 Milliarden sondern wohl eher Billionen.

  • "Wie viel Gold eine Notenbank vorhält, ist ihr selbst überlassen." Der Witz ist gut! Ich frage mich, wie eine Zentralbank entscheidet, wenn die USA unter vorgehaltener Waffe Verkäufe von Zentralbankgold fordert... Sogar die Schweiz hat man mit einem Trick und massivem öffentlichem/medialem Druck und Schikane in den IWF getrieben, so dass die Schweiz massenweise Zentralbankgold verkaufen musste...

  • Das ganze Dilemma, warum die Deutschen soviel Tages-,Festgeld, Bankanleihen, Bundeswertpapiere, Lebensversicherungen etc. halten ist der hartnäckige Glaube, dass die Bank und der Staat "Dein Freund" sind. Das wurde den Deutschen ja auch jahrzehntelang vorgegaukelt. Leider ist es aber so, dass man, wenn man Leute vom Gegenteil überzeugen will, nur müde belächelt, oder gar als gefährlicher Anarchist oder bedauernswerter Spinner dargestellt wird


    Die Rechnung ist einfach:
    In den folgenden Wochen nach der Lehman Pleite wurde die US Dollar Geldbasis verdoppelt. Dies hat zu massiven Preissteigerungen in Rohstoffen geführt was noch lange nicht abgeschlossen ist. Der Euro hat gegen dem miserablen Dollar bis zu %20 an Wert verloren.
    Die wirtschaftliche Erfahrung zeigt dass die Inflation die durch Geldmengenerweiterung kommt in drei Jahren in die Märkte durchschlägt. Dass heisst dieses Jahr gehen die Rohstoffkosten Deutschland bis zu %100 hoch im Vergleich zu 2008. Die Import explosion von 2010 um %33 sind nur vorboten dieser Walze. Geht in Gold und Silber

  • So funktioniert das System und nicht umgekehrt:
    • Die Finanzpolitik des Wohlfahrtstaates macht es erforderlich, dass es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, dass hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die "versteckte" Einteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte.
    Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtstaates gegen den Goldstandard sind. (Allan Greenspan 1966 Gold und Wirtschaftliche Freiheit)

  • Wir sind wie ein Alkoholkranker. Der bekommt qualvolle Entzugserscheinungen, wenn man ihm den Alkohol entzieht. Würden die Zentralbanken die Zinsen stark erhöhen und die Geldschöpfung plötzlich bremsen, würde es uns ähnlich ergehen. Das System würde kollabieren. Deshalb sieht sich die Zentralbank gezwungen, immer mehr Geld bereitzustellen. Das aber macht das System noch krisenanfälliger. Ein Teufelskreis. Es werden sich weitere Blasen bilden, die irgendwann platzen und großen Schaden anrichten.Uns muss klar sein, dass viele Werte am Finanzmarkt fiktiv sind. Es sind Luftbuchungen, die an den Märkten gehandelt werden, die aber keinen realen Gegenwert besitzen. Wenn das Geld plötzlich weg ist, staunen die Leute: Wer hat denn jetzt mein Geld? Die Antwort ist: niemand. Es war ja nie wirklich da.
    Hier sich beschweren und dann alles in Euro anlegen grenzt an Schwachsinn

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