Zwölf Jahre Aufwärtstrend Gold bleibt ein Dauerbrenner

Gold geht einfach immer. Egal ob als Schmuck unterm Weihnachtsbaum oder als Unze fürs Schließfach: Abnehmer finden sich immer. Experten rechnen auch für 2013 mit hohen Preisen für das Edelmetall.
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Ein Juwelierladen in China. Quelle: AFP

Ein Juwelierladen in China.

(Foto: AFP)

FrankfurtSeit zwölf Jahren gibt es beim Goldpreis einen Aufwärtstrend. Glaubt man den meisten Rohstoffexperten, wird auch 2013 ein gutes Jahr für das Edelmetall. Mit Blick auf die extrem expansive Geldpolitik der weltweit führenden Notenbanken und die damit verbundene Inflationsangst gehen viele Investoren auf Nummer sicher. Die meisten Fachleute erwarten einen steigenden Goldpreis. Allerdings: Im neuen Jahr wird das Edelmetall den Rekordpreis bei 1920 US-Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm) vom September 2011 wohl nicht knacken können.

Immerhin sehen Fachleute wie Thilo Heidrich von der Postbank „für 2013 ein weiteres Anstiegspotenzial für den Goldpreis“. Einen wichtigen Preistreiber erkennt Heidrich in den extrem niedrigen Zinsen. Sie sorgen dafür, dass Gold im Vergleich zu anderen Anlageformen weiter seine „Attraktivität behalten wird“. Die Postbank geht davon aus, dass der Goldpreis bis Ende 2013 auf 1900 Dollar steigen wird. Eine ähnliche Entwicklung erwartet auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Hier rechnen Experten im Schlussquartal 2013 mit einem Goldpreis bei 1850 Dollar.

Auch wenn 2012 ein neuer Rekord beim Goldpreis entgegen den Erwartungen vieler Experten ausblieb, ist das Edelmetall bei Anlegern weiterhin beliebt. Wie begehrt Gold ist, macht Rohstoffexperte Wolfgang Pflüger von der Berenberg Bank an einer Zahl deutlich: Von der gesamten Goldmenge, die jemals gefördert wurde, „ist noch etwa 90 Prozent, in welcher Form auch immer, erhalten geblieben.“ Gold sei eben kein Rohstoff, der einfach verbraucht wird. Mittlerweile schätzt Pflüger den gesamten Goldbestand weltweit auf etwa 170 000 Tonnen.

Ein großer Teil der weltweiten Goldreserven wird in deutschen Privathaushalten gehortet. Laut einer Studie der privaten Berliner Steinbeis-Hochschule im Auftrag des Goldhändlers Heraeus besitzen betuchte Deutsche derzeit Gold im Wert von fast 400 Milliarden Euro. Jeder zweite der heimischen Goldbesitzer deponiert der Studie zufolge seinen Schatz nicht bei einer Bank, sondern in den eigenen vier Wänden.

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4 Kommentare zu "Zwölf Jahre Aufwärtstrend: Gold bleibt ein Dauerbrenner"

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  • Man kauft nicht nur Gold,um der Inflation ein Schnippchen zuschlagen,sondern um auch aus dem banken.-und dem Finanzsystem auszusteigen.Goldmann Sacs und andere Privatbanken setzen sich natürlich in Opposition zum Gold,weil sie damit kein Geld verdienen können und manipulieren den Goldpreis auch noch runter.(lt.D.Speck)
    Daher verwundert es nicht,wenn Analysten von Privatbanken sich gegen Gold aussprechen.

  • Gold ist eine langfristige Sicherheit im Tresor drin gebunkert! Nichts für schnelle Geld und zum Zocken, sondern, was man hat, das bleibt auch liegen für schlechte Zeiten ... oder für die Kinder später als Erbe.
    Diese Papierzockerei interessiert doch eh keinen derjenigen, die auf die goldige Sicherheit setzen in Anbetracht dessen, daß die Notenbanken die Geldscheine beliebig vermehren können, indem die Druckmaschinen hochgefahren werden. Ist nur bedrucktes Papier, das real immer weniger wert ist.
    Klar, daß es den Banken und Versicherungen stinkt, wenn Menschen Gold kaufen, denn damit fehlen den Instituten Geld zum Zocken, das bisher auf den Konten ruhte.

  • schaun mer mal - die Druckmaschinen laufen überall auf Hochtouren und die Währungen sind im Abwertungskrieg.

    Im Moment sind für mich super Kaufkurse, sowohl für Gold als auch für Silber.

    Aber natürlich nur, wenn ich es physisch in Besitz nehme.

  • "Auch wenn 2012 ein neuer Rekord beim Goldpreis entgegen den Erwartungen vieler Experten ausblieb, ist das Edelmetall bei Anlegern weiterhin beliebt." Und die sogenannten und oft selbst ernannten Experten hören nicht auf zum Kauf zu blasen. Natürlich sind sie schon entsprechend positioniert und suchen die Dummen, die noch höhere Preise für dieses Edelmetall bereit sind zu zahlen.
    Manche haben sich sogar öffentlich weit aus dem Fenster gelehnt und neue Goldpreishöchststände propagiert. Und wenn nicht mehr in diesem Kalenderjahr, dann ganz bestimmt im ersten Quartal 2013. Eugen Weinberg von der Commerzbank ist so ein Beispiel. Inzwischen ist der Goldpreis schon so weit zurück gekommen, dass die kühne Prognose sich wahrscheinlich zur glatten Fehlspekulation entwickelt. Daher wird versucht, über die Medien die Werbetrommel pro Gold in Gang zu setzen, damit der Sinkflug gestoppt wird. - Vermutlich spielen die Märkte da nicht mit.

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