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Fitbit-IPO Genug Kondition?

Der Zeitpunkt für den Börsengang ist für das Unternehmen Fitbit günstig – aber gilt das auch für die potentiellen Anleger? Die sollten genau hinsehen, was aus dem Branchen-Pionier mit Fitness-Armbändern in Zukunft wird.
12.05.2015 - 14:52 Uhr Kommentieren
Das US-Unternehmen Fitbit plant seinen Börsengang. Quelle: dpa

Das US-Unternehmen Fitbit plant seinen Börsengang.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Mit seinen Fitness-Armbändern und - Uhren will Fitbit die Menschen zu einem gesünderen Lebensstil motivieren. Nun zeigt das US-Unternehmen, dass es selbst in beeindruckender Form ist: Die Zahlen, die es im Zuge seines geplanten Börsengangs vorgelegt hat, übertreffen alle Erwartungen. Damit sich die Aktie für Anleger lohnt, muss der Hersteller aber beweisen, dass ihm auf der Langstrecke nicht die Puste ausgeht.

Fitbit ist einer der ersten Anbieter von modernen Fitness-Gerätschaften, der an die Börse geht. Die Zahlen bestätigen, dass es sich um ein veritables und profitables Geschäft handelt: 2014 verkaufte das Unternehmen fast elf Millionen Geräte und verdreifachte damit den Umsatz auf 745 Millionen Dollar. Und anders als viele Internet-Firmen ist der Pionier hochprofitabel: Als Gewinn blieben 132 Millionen Dollar.

Das erste Quartal bestätigt diesen Trend, in diesem Jahr dürfte der Marktführer mehr als eine Milliarde Dollar erwirtschaften. Die Gründer bekommen den verdienten Lohn dafür, dass sie frühzeitig den Trend zu den Fitness-Gadgets erkannt haben.

Ob die Aktie mit dem Kürzel FIT für Aktionäre ein gutes Investment ist, bleibt indes unklar. Das hängt zunächst vom Preis ab: Weil die Zahlen stark sind und die Anleger die Börsen derzeit mit Geld fluten, dürfte die Firma eine ambitionierte Erstnotierung anstreben - wer dabei sein will, wird mit Sicherheit einen hohen Preis zahlen.

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    Gleichzeitig wird Fitbit auch in Zukunft stark wachsen müssen. Und daran sind trotz der blendenden Zahlen zumindest Zweifel angebracht. Die Trainingshelfer werden zwar nach Einschätzung von Experten zum Massenprodukt, wovon Fitbit als bekannte Marke profitieren dürfte. Allerdings wächst mit dem Markt auch der Wettbewerb: Spezialhersteller wie Garmin und Jawbone bauen konkurrenzfähige Trainingsgeräte, während chinesische Hersteller mit Kampfpreisen um die Kundschaft buhlen. Und dann sind da noch Adidas und Nike.

    Bei diesen Börsengängen würden Investoren Kasse machen
    Snapchat
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    „Wir haben einen Plan, wie wir das machen werden“: Snapchat-Gründer Evan Spiegel will seine Firma an die Börse bringen. Es könnte der nächste Milliarden-Börsengang aus dem Silicon Valley werden. In den vergangenen Finanzierungsrunden war Snapchat von Investoren nach Medienberichten mit 15 und 19 Milliarden Dollar (13,7 bis 17,5 Mrd Euro) bewertet worden.

    (Foto: ap)
    Snapdeal
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    CEO Kunal Bahl: Sein Unternehmen gehört in Indien zu den größten E-Commerce-Anbietern im Land. Investoren haben sich an dem digitalen Marktplatz (Bekleidung, PCs, Spielzeug, Möbel, Autos) mit 1 Milliarde Euro beteiligt. Das macht Snapdeal zu einem milliardenschweren Startup. Der Unternehmenswert soll bei 2 Milliarden Euro liegen. Business Standard rechnet für 2016/2017 mit einem Börsengang.

    (Foto: AFP)
    Meituan
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    Meituan ist Chinas Antwort auf das amerikanische Startup Groupon, das diverse Webseiten mit Rabatt-Angeboten und Restaurant-Reservierungen betreibt. 1 Milliarde Euro hat das Jungunternehmen bei Investoren schon eingesammelt und wird auf einen Unternehmenswert von 6,4 Milliarden Euro geschätzt. Techcrunch berichtet, dass das Startup mit einem IPO noch bis 2017 warten könnte.

    (Bild: Screenshot Homepage)

    Space-x
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    Elon Musk, Gründer des kalifornischen Startups und Tesla-Chef, muss diese Frage oft beantworten: Wann endlich wagt Space-X, die Raketenfirma, die seit 2012 im Auftrag der Nasa Frachtkapseln zur Raumstation ISS fliegt, den Sprung an die Börse? Gegenüber Bloomberg Businessweek soll Musk gesagt haben, er werde mit der Weltraumfirma erst dann an die Börse gehen, wenn er „ganz regelmäßig der Mars anfliegt.“ Nun ja. Investoren – unter anderem auch der US-Suchmaschinengigant Google – pumpten bereits 1 Milliarde Euro in das Jungunternehmen, der Firmenwert wird aktuell auf elf Milliarden Euro geschätzt.

    (Bild: Screenshot Homepage)

    Pinterest
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    Auch die beliebte Social-Media-Plattform für Fotos – Nutzer haben über 30 Milliarden Bilder dort gespeichert – ist bei Investoren angesagt. Das Startup hat gut 1 Milliarden Euro eingesammelt, was den Unternehmenswert bislang auf geschätzt 10,1 Milliarden Euro getrieben hat. Forbes rechnet noch in diesem Jahr mit einem IPO.

    (Foto: dpa)
    Delivery Hero
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    Begehrt bei Investoren wie Rocket Internet: Der Online-Lieferdienst Delivery Hero – hierzulande auch bekannt unter Lieferheld. Die Plattform, deren Unternehmenswert mit 1,7 Milliarden Euro beziffert wird, bietet in 24 Ländern die Möglichkeit, Essen in Gaststätten über das Internet zu bestellen und geliefert zu bekommen. Eingenommenes Kapital: 1,1 Milliarden Euro. Auch dieses Berliner Unternehmen rüstet sich laut CEO Niklas Östberg für einen Börsengang. Noch völlig offen sei aber, ob das in diesem Jahr oder erst 2016 geschieht.

    (Bild: Screenshot Homepage)

    Bloom Energy
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    Das kalifornische Startup Bloom Energy entwickelt Mini-Kraftwerke aus Brennstoffzellen, mit denen sich billig und umweltschonend Strom erzeugen lässt. Investoren haben 1,1 Milliarden Euro in die Cleantech-Firma gesteckt, womit der Unternehmenswert bei 2,7 Milliarden Euro liegt. Spekuliert wird in der Szene über einen IPO schon länger – einzig Firmenchef K.R. Sridhar mag sich dazu nicht äußern.

    (Bild: Pressefoto)

    Gleichzeitig werfen die großen Elektronikkonzerne zahlreiche Smartwatch-Modelle auf den Markt, die neben vielen anderen Dingen auch Schritte zählen und zu mehr Aktivität motivieren - allen voran Apple mit seiner neuen Watch. Es ist gut möglich, dass die Alleskönner mit der Zeit die Spezialisten in die Nische drängen.

    Überdies offenbaren die Fitbit-Zahlen eine bedenkliche Tendenz: Viele Nutzer lassen die Fitness-Tracker nach einer Zeit in der Schublade liegen. Nur ungefähr 50 Prozent aller Käufer sind heute noch aktiv, derzeit 9,5 Millionen. Dass die anderen ihre Motivationshelfer alle zwei Jahren ersetzen, wie beim Smartphone üblich, ist unwahrscheinlich. Fazit: Der Zeitpunkt für den Börsengang ist fürs Unternehmen günstig - Anleger sollten allerdings genau hinsehen, ob das auch für sie gilt.

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