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German Private Equity Barometer Hohe Kaufpreise vermiesen die Stimmung

Partylaune bei den Beteiligungsmanagern verfliegt langsam. Die Erwartungen für die kommenden Monate fallen derzeit deutlich schlechter aus.
23.05.2015 - 15:33 Uhr Kommentieren
Atuell drücken vor allem die hohen Preise für die Beteiligungen auf die Stimmung. Quelle: AFP

Atuell drücken vor allem die hohen Preise für die Beteiligungen auf die Stimmung.

(Foto: AFP)

Frankfurt Die Beteiligungsmanager in Deutschland hat der Mut verlassen. Während man die aktuelle Geschäftslage im ersten Quartal noch unverändert gut eingeschätzt hat, sind die Erwartungen für die kommenden Monate deutlich schlechter ausgefallen, geht aus dem German Private Equity Barometer (GPEB) für den Zeitraum Januar bis März 2015 hervor. Unter dem Strich fiel der Stimmungsindex für das Geschäftsklima um 7,2 Prozentpunkte auf nur noch 50,2 Punkte. Bisher wurden die Finanzinvestoren verwöhnt, weil die institutionellen Geldgeber - etwa Pensionskassen und Versicherungen – Milliardenbeträge in die Fonds steckten. Angesichts der Niedrigzinsen bei Staatsanleihen suchen die Vermögensverwalter händeringend nach Rendite. Gleichzeitig bieten das Börsenumfeld und die hohe Nachfrage nach Unternehmensbeteiligungen gute Chancen für Verkäufe von Investments.

Die Abkühlung im ersten Quartal kommt deshalb aus heiterem Himmel: "Die Geschäftserwartungen der Beteiligungskapitalgeber haben sich im ersten Quartal überraschend stark eingetrübt", sagt Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Man sehe das aber bisher noch als "Momentaufnahme". Die Stärke des Einbruchs gebe aber trotzdem Anlass zu der Sorge, dass der bisherige Aufwärtstrend im weiteren Jahresverlauf brechen könnte.

Das sind die nächsten Börsenkandidaten in Deutschland
Chorus Cleam Emergy - Wind- und Solaranlagenbetreiber
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Erstnotiz: 3. Juli. Preisspanne: 9,75 bis 12,50 Euro. Zeichnungsfrist: 22. Juni bis 1. Juli. Emissionsvolumen: bis zu 124 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: 300 bis 400 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: 86 Prozent (vorher 60,5 Prozent). Begleitende Banken: Berenberg, BHF-Bank. Eigentümer: Peter Heidecker (20,7 Prozent), ehemalige KG-Fondsanleger (60,5 Prozent), weitere Investoren.

(Foto: dpa)
Deutsche Pfandbriefbank - Immobilienfinanzierer
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Erstnotiz: im Juli geplant. Emissionsvolumen: mehr als eine Milliarde Euro aus Altbesitz. Bewertung: 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro. Streubesitz nach Börsengang: 75 bis 80 Prozent. Begleitende Banken: Deutsche Bank, Citi. Eigentümer: Bundesrepublik Deutschland über den Bankenrettungsfonds SoFFin.

(Foto: dpa)
Delivery Hero-Investor German Startups Group - Wagniskapitalfinanzierer
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Erstnotiz: im Juli erwartet (im Entry Standard). Emissionsvolumen: 60 bis 70 Millionen Euro (erwartet), fast ausschließlich aus Kapitalerhöhung. Begleitende Bank: Commerzbank. Eigentümer: Investoren um Gründer Christoph Gerlinger und Familie.

(Foto: dpa)
CBR - Modehandel, "Street One", "Cecil"
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Erstnotiz: 2. Juli erwartet. Preisspanne: 14 bis 18 Euro. Zeichnungsfrist: 23. Juni bis 1. Juli. Emissionsvolumen: bis zu 292 Millionen Euro, davon 200 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: rund 650 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: 47 Prozent. Begleitende Banken: Deutsche Bank, Goldman Sachs. Eigentümer: EQT (Finanzinvestor).

(Foto: dpa - picture-alliance)
BGP - Wohnungsgesellschaft
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Erstnotiz: noch vor der Sommerpause erwartet. Bewertung: 1,3 Milliarden Euro (inklusive Schulden). Emissionsvolumen: bis zu 500 Millionen Euro (geschätzt). Begleitende Banken: JPMorgan, Credit Suisse, BNP Paribas und Berenberg. Eigentümer: zahlreiche Einzelinvestoren.

(Foto: dpa)
Ado Properties - Wohnungsgesellschaft
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Erstnotiz: 30. Juni. Preisspanne: 20 bis 25 Euro. Zeichnungsfrist: bis 29. Juni. Emissionsvolumen: bis zu 528 Millionen Euro, davon 200 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung. Bewertung: bis zu 825 Millionen Euro. Streubesitz nach Börsengang: rund 60 Prozent. Begleitende Banken: UBS, Kempen. Eigentümer: Ado Group (Israel).

(Foto: obs)
Jost Werke - Lkw-Zulieferer
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Erstnotiz: im Herbst erwartet (Verkauf wird parallel geprüft). Bewertung: mehr als 700 Millionen Euro (erwartet). Begleitende Banken: JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank. Eigentümer: Cinven.

(Foto: dpa)

Aktuell drücken vor allem die hohen Preise für die Beteiligungen auf die Stimmung. Die Geldtöpfe sind zwar prall gefüllt, gleichzeitig entwickeln sich die Bewertungen aber in eine Richtung, die man zuletzt vor der Finanzkrise 2008 gesehen hat. Besonders krass zeigt sich das im sogenannten Frühphasensegment, wo Wagniskapital für neue Ideen und Technologien eingesammelt wird. Hier werden die Einstiegspreise für Investments mittlerweile als stark überzogen angesehen, außerdem sind die Kapitalgeber unzufrieden mit der Qualität der angebotenen Beteiligungen. Die Start-ups informierten sich nicht richtig über die Anforderungen der Beteiligungsfonds, heißt es im Quartalsbericht zum Marktbarometer.

Das GPEB wird von der staatlichen Förderbank KfW zusammen mit dem Branchenverband BVK ermittelt und im Handelsblatt exklusiv veröffentlicht. Basis ist eine Umfrage unter rund 200 Private-Equity-Firmen. Dabei werden auch die Einschätzungen für die kommenden sechs Monate abgefragt.

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    Auch das aktuelle „Private Equity Panel“, für das die Kanzlei CMS Hasche Sigle mit dem Magazin "Finance" rund 40 Private-Equity-Häuser befragt, sieht eine leichte Eintrübung nach der Hochstimmung im Beteiligungsmarkt. Nach Ansicht der Befragten sind die Geschäftsaussichten der Portfoliounternehmen in den Fonds nicht mehr so gut wie zum Jahresbeginn. Der Anteil der Finanzinvestoren, die sich aktuell eher als Verkäufer denn als Käufer sehen, steigt daher von 45 auf 50 Prozent. "Immer mehr Investoren denken angesichts der aktuell sehr hohen Kaufpreise an Exits", konstatiert CMS-Partner Joachim Dietrich.

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