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German Startups Group Delivery-Hero-Investor geht an die Börse

Die German Startups Group plant den Gang an die Börse und verspricht neues Geld für Start-ups. Die Macher glauben an das Potenzial deutscher Startups. An einigen viel versprechenden Firmen sind sie beteiligt.
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Sie wissen wie es geht: Die Rocket-Internet-Macher Oliver Samwer (Mitte), Peter Kimpel (l.) und Alexander Kudling. Quelle: AFP
Strahlende Vorbilder

Sie wissen wie es geht: Die Rocket-Internet-Macher Oliver Samwer (Mitte), Peter Kimpel (l.) und Alexander Kudling.

(Foto: AFP)

BerlinDie German Startups Group, eine Beteiligungsgesellschaft für Start-ups in Berlin, bereitet sich auf den Börsengang vor. Das sagte Geschäftsführer Christoph Gerlinger dem Handelsblatt. Gerlinger, 47, war selbst Start-up-Unternehmer, bevor er sich als Investor selbstständig machte.

Im Jahr 2000 brachte er die Softwarefirma CDV, 2006 den Computerspiele-Hersteller Frogster an die Börse. Heute hält die German Startups Group Beteiligungen an einigen der größten deutschen Start-ups, wie dem Lieferservice Delivery Hero, dem Brillenhändler Mister Spex oder der Musikplattform Soundcloud.

Mit insgesamt rund 40 Beteiligungen gehört die Gesellschaft drei Jahre nach ihrer Gründung zu den aktivsten Risikokapitalgebern in Deutschland. Das Geld, ein unterer zweistelliger Millionenbetrag, stammt von Gerlinger selbst und aus seinem privaten Umfeld. Normale Anleger hätten in Deutschland kaum Gelegenheit, in die Start-up-Szene zu investieren, sagt Gerlinger.

Die großen Fonds seien nur für richtig Vermögende geeignet, Crowdfunding per Gesetz auf wenige Tausend Euro begrenzt. Von den Start-ups selbst sind bislang nur ganz wenige an der Börse notiert, darunter Zalando oder Windeln.de. Mit seinem Börsengang biete er allen Anlegern die Möglichkeit, am Wertzuwachs der deutschen Start-up-Szene teilzuhaben, sagt Gerlinger.

„Die Börsengänge und Milliardenexits wie die von Hybris oder Teamviewer im vergangenen Jahr haben gezeigt, wie viel Potenzial in deutschen Start-ups steckt.“ Das ist richtig, wahr ist aber auch, dass nur die wenige Gründungen jemals so richtig erfolgreich werden. Die Frage ist, wie man die Richtige findet.

Das zehn-köpfige Team der German Startups Group sichtet jährlich knapp 600 Beteiligungsopportunitäten und setzt rund 20 davon um. Infrage kommen Produkte oder Geschäftsmodelle, die innovativ sind und das Potential haben, richtig groß zu werden. „Disruptiv und skalierbar“, nennt es Gerlinger. Mindestens genauso wichtig sei das Gründer-Team. Ergänzen sich die Kompetenzen, haben sie zuvor schon einmal erfolgreich gegründet?

Jährliche Brutto-Rendite von 30,5 Prozent

Die German Startups Group, die ihren Hauptsitz auf dem ehemaligen Flughafengelände am Tempelhofer Feld bezogen hat, sei in der Gründer-Szene aber auch bei den Investoren gut vernetzt. So erfahre er, wenn vielversprechende Firmen Finanzierungsrunden planten, oder Altinvestoren ihre Anteile veräußern wollten.

Ihr breites Netzwerk und ihre Erfahrung mache die Beteiligungsgesellschaft auch für die Gründer attraktiv, genauso wie ihre Beratungskompetenz. So gehört der German Startups Group inzwischen auch die Mehrheit an dem Berliner Digitaldienstleister Exozet, der viele für Startups relevante Leistungen anbietet.

Die zehn besten Ratschläge für Unternehmer
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Hab Spaß
„Das Leben ist ein Marathon und kein Sprint“, sagt Thorsten Reiter, dessen Buch „Start up – Jetzt! Endlich loslegen und es richtig machen“ gerade im Campus-Verlag erschienen ist. Genauso verhält es sich auch mit dem Bestreben als Unternehmer. Reiter: „Wer lange durchhalten will, sollte Spaß an der Sache entwickeln, der er täglich nachgeht, und vor allem daran, wie er es tut.“

(Foto: gms)
Holzkreuz
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Glaub an dich
Unternehmer sollten sich laut Reiter darauf konzentrieren, ihre Marke auszubauen sowie ihre Arbeit zu erledigen, und aufhören, über sich und ihr potentielles Versagen nachzudenken. „Wenn sie eines Tages scheitern, werden sie es schon merken und haben genug Zeit, im Nachhinein darüber nachzudenken.“

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Glücksbringer
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Glück ist eine Einstellungssache
„Jeder Gründer sollte sich entscheiden, stets Glück zu haben“, rät Thorsten Reiter. Seiner Lebensphilosophie nach liegt es in den eigenen Händen, Glück zu haben. Dabei ist für den Gründer-Experten genauso richtig, dass jeder einzelne der Herr seines Schicksals ist wie der Glaube daran, dass alles, was wir erleben, durch etwas oder jemanden vorherbestimmt ist.

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Versuchen ist gut, machen ist besser
Reiter rät jungen Unternehmern nicht zu „entscheiden“, wann sie gescheitert sind. „Scheitern passiert und es bleibt keine andere Wahl, als das Scheitern zu akzeptieren und daraus zu lernen.“ Getreu dem Motto von Meister Yoda in Star Wars: „Do or do not. There is no try!“.

(Foto: Reuters)
Beamte
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Nutze alle Ressourcen
Haben Sie Spaß daran, Teil von etwas zu sein und nutzen Sie das für sich. Als Unternehmer erhalten Sie Zugang zu Ressourcen, für die man sonst große Summen bezahlen müsste. Reiter: „Ein Marketingplan-Wettbewerb an einer lokalen Hochschule beispielsweise gibt der Einrichtung sowie ihren Studierenden Stoff, um sich weiter zu qualifizieren“, und Ihnen als Unternehmer einen enormen Pool an neuen Ideen.

(Foto: dpa)
Gesundheitsreform
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Manchmal hilft nur: Zähne zusammenbeißen!
Jungunternehmer sollten sich schnell daran gewöhnen, die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit nicht nur auszutesten, sondern sie regelmäßig zu überschreiten. Thorsten Reiter: „Nur so können sich Gründer und Erfolgssuchende sicher sein, wo sie verlaufen.“ Und: „Im gemütlichen Nine-to-Five-Sessel lassen sich keine Märkte revolutionieren und keine Konsumentenerfahrungen erschaffen, die zu wahren Ereignissen im Leben der Kunden werden.“

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Gib dein Wissen weiter
Behalten Sie niemals die Dinge, die Sie auf Ihrem Weg gelernt haben, für sich. Teilen Sie, wann immer sie können, lautet die Empfehlung des Start-Up-Experten Reiter. Halten Sie also Vorträge, geben Sie Workshops oder seien sie selbst ein Mentor für andere Entrepreneure. Reiter: „Dadurch wird auch der Gründer selbst besser, versteht seine Herangehensweisen und erhöht sein Exposure.“

(Foto: dpa)

Das Geld, das er bei dem Börsengang einnehmen will, soll laut Gerlinger in bereits bestehende und neue Beteiligungen fließen. Anders als ein klassischer VC-Fonds, der eine bestimmte Laufzeit hat, könne sich die German Startups Group auch langfristig beteiligen.
Zwei erfolgreiche Exits kann die Gesellschaft schon vorweisen: Vor ein paar Wochen übernahm ProSieben Sat1 die Mehrheit an dem Online-Erotikhändler Amorelie, im letzten Jahr ging der Werbetech-Anbieter Fyber an RNTS Media.

Laut Gerlinger arbeitet die German Startups Group seit ihrem ersten vollen Geschäftsjahr profitabel und erwirtschaftete 2014 einen Jahresüberschuss 1,4 Millionen Euro nach IFRS. Vom Zeitpunkt der Gründung am 1. Juli 2012 bis zum 31. März 2015 habe die Gesellschaft eine jährliche Durchschnitts-Brutto-Rendite von 30,5 Prozent erzielt.

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