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Windeln.de Babyausstatter bei IPO 500 Millionen Euro wert

Mit Windeln.de hat ein weiterer E-Commerce-Anbieter das Börsenparkett betreten. Der Ausgabepreis der Aktien liegt in der Mitte der Preisspanne. Mit dem Geld will das Münchener Start-up-Unternehmen neues Terrain betreten.
Update: 06.05.2015 - 07:33 Uhr Kommentieren
App von Windeln.de: Börsengang als beschleunigte Wachstumsstrategie. Quelle: dpa
Windeln.de

App von Windeln.de: Börsengang als beschleunigte Wachstumsstrategie.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Online-Babyartikelhändler Windeln.de hat den Sprung an die Börse geschafft. Bis zu 11,4 Millionen Aktien wurden zu einem Preis von je 18,50 Euro zugeteilt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Am Mittwoch feiert Windeln.de in Frankfurt sein Börsendebüt. Der Ausgabepreis liegt in der Mitte der Preisspanne, die Aktien seien deutlich überzeichnet gewesen. Damit wird die erst fünf Jahre alte Start-up-Firma mit rund 500 Millionen Euro bewertet. Der Börsengang bringt 211 Millionen Euro ein, 127 Millionen davon gehen an den Börsenneuling selbst. Mit dem Geld will Windeln.de unter anderem einen Internet-Shop für Kinder starten, die aus dem Babyalter herausgewachsen sind.

„Wir glauben, dass windeln.de sehr gut positioniert ist, um die Chancen in unserem Markt zu ergreifen“, sagte Konstantin Urban, Vorstand und einer der Gründer von Windeln.de. „Der Börsengang wird uns dabei helfen, unseren Wachstumskurs weiter fortzusetzen.“ Das Unternehmen schreibt unter dem Strich zwar noch rote Zahlen, der namensgebende Online-Shop ist aber schon profitabel. Er profitiert vor allem von der Nachfrage aus China nach deutschem Milchpulver und anderen Babyartikeln. Kunden aus dem Reich der Mitte sorgen für mehr als 50 Prozent des Umsatzes.

Das sind die nächsten Börsenkandidaten in Deutschland
Scout24
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Scout24 - Betreiber von Online-Marktplätzen -

Zeitpunkt: Oktober/November 2014
Eigentümer: Hellman & Friedman (49 Prozent), Blackstone (21 Prozent), Deutsche Telekom (30 Prozent)
Bewertung: ca. 2 Milliarden Euro
Volumen: 500 bis 700 Millionen Euro (für 25 Prozent der Anteile)
Banken: Goldman Sachs, Credit Suisse als Koordinatoren.

(Foto: Screenshot Unternehmenswebseite)

Steinhoff
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Steinhoff - Möbelproduktion und -handel -

Zeitpunkt: nach dem 9. September

Eigentümer: börsennotiert, Gründer Bruno Steinhoff größter Aktionär

Bewertung: knapp 9 Milliarden Euro (Börsenwert)

Volumen: Wechsel von der Börse Johannesburg nach Frankfurt, Kapitalerhöhung im Juli durchgeführt, möglicherweise weitere Platzierung im Zuge des Wechsels des Börsenplatzes.

Banken: Kapitalerhöhung begleitet von Barclays, BNP Paribas, Citigroup, HSBC und Commerzbank

(Foto: Screenshot Unternehmenswebseite)

TLG-Verkauf
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TLG Immobilien - Gewerbeimmobilien in Ostdeutschland -

Zeitpunkt: Herbst 2014

Eigentümer: Lone Star

Bewertung: 1,5 Milliarden Euro (inklusive Schulden)

Volumen: rund 500 Millionen Euro

Banken: UBS, JPMorgan

(Foto: dpa)
huGO-BildID: 15042316 Tele Columbus Infomobil
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Tele Columbus - Kabelnetzbetreiber -

Zeitpunkt: Herbst 2014

Eigentümer: mehrere Hedgefonds

Bewertung: mehr als 600 Millionen Euro

Volumen: rund 300 Millionen Euro

Banken: JPMorgan, Goldman Sachs

(Foto: PR)
Goodgame
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Goodgame Studios: Online-Spielehersteller
Zeitpunkt: Ende 2014/Anfang 2015 möglich
Eigentümer: Gründer (Brüder Wawrzinek)
Banken: Bank of America Merill Lynch, Berenberg und Deutsche Bank

(Quelle: Homepage)

Armacell
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Armacell - Dämmstoff-Hersteller -

Zeitpunkt: Ende 2014/Anfang 2015

Eigentümer: Charterhouse Capital Partners

Bewertung: mehr als 600 Millionen Euro

Volumen: rund 300 Millionen Euro

Banken: Deutsche Bank, Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas

(Foto: Screenshot Unternehmenswebseite)

Hella Bilanz
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Hella - Autoscheinwerfer-Hersteller -

Zeitpunkt: Herbst 2014 möglich

Eigentümer: Familie

Bewertung: rund 3,5 Milliarden Euro

Volumen: offen

Banken: Citi, Bankhaus Lampe

(Foto: dpa)

Nach dem Börsengang sind bis zu 42 Prozent der Aktien im Streubesitz. Die Altaktionäre, darunter mehrere Wagniskapital-Finanzierer, die beiden Firmengründer Urban und Alexander Brand sowie die kurz vor dem Börsengang eingestiegenen Banken Goldman Sachs und Deutsche Bank, gaben im Schnitt nur ein Viertel ihrer Anteile ab.

Die gute Resonanz hatte sich abgezeichnet. Windeln.de ist das erste deutsche Unternehmen, das den Aufwärtstrend an den Börsen im Frühjahr zum Sprung an den Finanzmarkt nutzt. Die Leasing-Tochter des Autovermieters Sixt folgt auf dem Fuße. Hier läuft die Zeichnungsfrist am Mittwoch ab, das Börsendebüt soll am Donnerstag folgen. Bei Sixt Leasing hatte es laut Insidern gerade einmal drei Stunden gedauert, bis genügend Orders eingegangen waren, um das Auftragsbuch einmal zu füllen. Inoffiziell haben die Investmentbanker die Spanne daher auf 19,00 bis 21,30 Euro eingeengt. Ursprünglich lag das untere Ende bei 17,90 Euro.

Sixt zählt das Geschäft mit Leasing, dem Management ganzer Fahrzeugflotten und dem Verkauf von Neuwagen im Internet nicht mehr zum Kerngeschäft und entlässt die Tochter deshalb in die Unabhängigkeit. Die Muttergesellschaft will den Anteil an Sixt Leasing mit dem Börsengang bis auf 40 Prozent abschmelzen lassen. Insgesamt hat die Emission ein Volumen von bis zu 263 Millionen Euro. Auch der Spezialchemiekonzern Wacker will einen Unternehmensteil über einen Börsengang abspalten: das in der Siltronic AG gebündelte Geschäft mit Silizium-Wafern für die Chip-Herstellung. Der offizielle Startschuss für die Neuemission wird noch im zweiten Quartal erwartet.

  • rtr
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