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Aktien Fernost Konjunktursorgen drücken Asien-Börsen auf Jahrestief

Japans Notenbank steht zu ihrer lockeren Geldpolitik, hat aber keine weiteren Zinssenkungen angekündigt. Die Kurse am Aktienmarkt reagierten darauf mit Kursverlusten. Im Blickpunkt stehen die Aktien von Softbank.
Update: 11.06.2013 - 09:17 Uhr Kommentieren
Ein Passant fotografiert die Anzeige mit Kursen der Börse Tokio einer japanischen Sicherheitsfirma. Quelle: dpa

Ein Passant fotografiert die Anzeige mit Kursen der Börse Tokio einer japanischen Sicherheitsfirma.

(Foto: dpa)

Tokio Sorgen um die Konjunktur in China und den USA haben am Dienstag Asiens Börsen auf ein neues Jahrestief gedrückt. In Japan belastete zusätzlich die Notenbank die Kurse, weil sie auf weitere Schritte zur Beruhigung der Märkte verzichtete.

Insgesamt werde die Stimmung durch anhaltende Unsicherheiten gedämpft, erklärte Gary Yau von Credit Agricole. Das Wirtschaftswachstum in China schwächt sich ab, in Europa stecken viele Länder in der Rezession, und in den USA ist unklar, wann die Notenbank Fed ihre Konjunkturhilfen zurückfahren wird.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 1,1 Prozent im Minus und damit so tief wie seit mehr als einem halben Jahr nicht mehr. Es war der fünfte Tag mit Kursverlusten hintereinander. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,5 Prozent tiefer mit knapp 13.318 Punkten aus dem Handel.

Zu den Verlierern zählte insbesondere der Immobiliensektor, der um mehr als vier Prozent abrutschte. Anleger trennten sich von ihren Papieren, weil die Bank von Japan (BOJ) kein Programm zum Ankauf von börsennotierten Immobilienfonds (REITs) auflegte.

Sie beließ vielmehr ihre Geldpolitik unverändert. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Bank von Japan könnte etwas gegen den jüngsten Anstieg der Anleiherenditen unternehmen, um einem konjunkturbremsenden Anstieg des generellen Zinsniveaus vorzubeugen. Doch die Notenbanker sahen dafür offenbar keine Notwendigkeit. Zur wirtschaftlichen Erholung äußerten sie sich etwas zuversichtlicher als zuletzt.

An den fernöstlichen Devisenmärkten gab die Entscheidung der japanischen Zentralbank dem Yen Auftrieb.

  • rtr
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