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Aktienhandel Frankfurt Dax klettert wieder auf Vortagsniveau

Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Die anfänglichen Verluste machte der deutsche Aktienindex dabei im Tagesverlauf wieder wett. Viele Anleger haben die gesunkenen Kurse zum Einstieg genutzt. Angetrieben wurde die Kauflust von den Gewinnen an den US-Börsen.
Foto: dpa. Quelle: ap

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HB FRANKFURT. Der Dax, der am Vormittag noch um rund ein Prozent auf unter 7600 Punkte gefallen war, verringerte die Verluste wieder und schloss nahezu unverändert bei 7680,76 Zählern. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 0,09 Prozent auf 10 737,14 Zähler nach oben. Der TecDax stieg um 0,31 Prozent auf 902,29 Punkte.

Für die Erholung im Tagesverlauf sorgte Börsianern zufolge vor allem die freundliche Eröffnung der New Yorker Wall Street. Dabei hoben die im Mai mit 1,4 Prozent mehr als doppelt so stark wie erwartet gestiegenen Umsätze der US-Einzelhändler die Stimmung. Die Sorge vor weiter steigenden Zinsen, die die Anleger zuletzt zu Verkäufen bewogen hatten, seien zunehmend beiseite geschoben worden, sagten Händler.

Zudem werfe der „Große Verfall“ an den Terminmärkten am Freitag seine Schatten voraus, sagte ein Börsianer. Anleger versuchten, durch ihre Transaktionen die Kurse von Aktien, auf die sie Derivate halten, in die für sie günstige Richtung zu bewegen. Vielen Kursbewegungen lägen keine Nachrichten zugrunde.

Infineon und Volkswagen gefragt

Gefragt waren nach positiven Analysteneinschätzungen die Papiere des Chipherstellers Infineon, die 1,5 Prozent gewannen. Die Investmentbank JP Morgan hatte die europäische Halbleiterbranche auf „Overweight“ von „Neutral“ hochgestuft. Zudem stellte Infineon eine neuartige Mikrochipbauweise mit deutlich geringerem Stromverbrauch vor.

Zu den größten Dax-Gewinnern zählten auch die Papiere von Volkswagen, die 1,2 Prozent gewannen. Ein Händler führten das Interesse an den Papieren auf Medienberichte zurückt, wonach die US-Sparte des Wolfsburger Autobauers ihre Kosten gesenkt habe. Die Titel des Chemie- und Pharmariesen Bayer setzten ihren zu Wochenbeginn gestarteten Höhenflug fort und kletterten mit einem Plus von 1,6 Prozent an die Spitze im Dax.

Die Aussicht auf einen schnellen Kompromiss in den Verhandlungen mit der Gewerkschaft Verdi über die geplante Ausgliederung von 50 000 Service-Mitarbeitern verhalf den Aktien der Deutschen Telekom zu einem Plus von 0,2 Prozent.

Unter Verkaufsdruck standen dagegen die Aktien des Immobilienfinanzierers Hypo Real Estate, die 1,2 Prozent nachgaben. „Das ist die Zinsangst“, sagte ein Händler. Steigende Zinsen schwächten die Nachfrage nach Immobilien ab und erschwerten das Geschäft der Hypo Real Estate. Die Papiere der Deutschen Post verloren 0,5 Prozent. Die Ratingagentur Fitch hatte die Bewertung der Verbindlichkeiten des Logistikkonzerns von „A+“ auf „A“ heruntergestuft.

Bei den Nebenwerten im MDax bescherte dem Karstadt-Quelle-Konzern die Platzierung von 2,7 Mill. Aktien Händlern zufolge einen zeitweiligen Kursrückgang von 5,75 Prozent auf 24,10 Euro. Mit der Bestätigung der Geschäftsziele für das laufende Geschäftsjahr und der mittelfristige Planung für 2008/2009 lockte Handels- und Reisekonzern dann wieder die Investoren an. Zudem erhöhte die US-Fondsgesellschaft Fidelity ihren Anteil auf gut drei Prozent. Die Karstadt-Quelle-Titel schlossen 0,3 Prozent tiefer.

Verschnupft reagierten die Anleger bei Heidelberger Druck auf die niedriger als erwartet ausgefallene Dividendenerhöhung. Zudem sorgte die Ergebnisprognose des Druckmaschinenherstellers bei Händlern für Enttäuschung. Die Titel von Heidelberger Druck gaben um 2,6 Prozent nach. Auf der Verliererliste stand auch die Titel von GEA mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Analysten von Goldman Sachs stuften die Papiere des Anlagen- und Maschinenbauers auf „Neutral“ von „Buy“ zurück.

Im TecDax stiegen die Aktien von Freenet um 0,80 Prozent auf 24,00 Euro. Großaktionäre fordern laut Angaben aus Branchenkreisen eine höhere Sonderdividende von zehn Euro. Vorstandschef Eckhard Spoerr habe vor einigen Monaten bei Treffen mit Investoren eine Dividende in dieser Größenordnung in Aussicht gestellt.

Die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere ist am Mittwoch auf 4,69 (Vortag: 4,59) gestiegen. Der Rentenindex Rex sank um 0,37 Prozent auf 113,20 Punkte. Der Bund Future sank um 0,09 Prozent auf 110,23 Punkte. Der Kurs des Euro ist gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,3287 (Dienstag: 1,3345) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7526 (0,7493) Euro.

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