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Börse am 1. April Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax trotzt den Brexit-Turbulenzen und dürfte nach den Kursgewinnen am Freitag auch an diesem Montag deutlich höher in Handel starten. Was die Märkte zum Wochenstart bewegt.
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Der Leitindex Dax konnte in der vergangenen Woche zulegen. Quelle: Reuters
Frankfurter Börse

Der Leitindex Dax konnte in der vergangenen Woche zulegen.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Dax hat eine gute Woche hinter sich: Am Freitag hatte der deutsche Leitindex die Marke von 11.500 Punkten zurückerobert und schloss um 0,9 Prozent fester bei 11.526 Punkten. Auch auf Wochensicht machte der Leitindex ein Plus von insgesamt 1,4 Prozent.

Und vor dem Börsenstart stehen die Zeichen auf weitere Kursgewinne. Vorbörslichen Indikatoren zufolge wird Index bei rund 11.620 Zählern in den Handel starten und damit 100 Punkte höher als am vergangenen Freitag.

Damit trotzt der Dax den Brexit-Turbulenzen, die das britische Unterhaus auch mit der dritten Abstimmung über Theresa Mays EU-Austrittsvertrag nicht zu bändigen vermochte.

Bis zum 12. April muss das Parlament nun entscheiden, ob Großbritannien ohne Vertrag aus dem Staatenverbund ausscheiden, den Brexit längerfristig verschieben – und damit auch an der Wahl zum EU-Parlament teilnehmen muss – oder ihn gleich absagen soll. Der geplante EU-Austritt wird die Märkte auch in der kommenden Woche beeinflussen. Diese Themen sind zum Start in die neue Börsenwoche ebenfalls von Bedeutung:

1 – Vorgabe aus den USA

Die US-Börsen schlossen zum Wochenabschluss im Plus. Der Dow-Jones kletterte um 0,8 Prozent auf 25.928 Punkte und der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2834 Zähler. Im Wochenvergleich ergab das ein Plus von 1,7 beziehungsweise 1,2 Prozent. Auch der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7729 Punkte.

Grund für die Aufschläge sind Beruhigungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China. US-Finanzminister bezeichnete die bilateralen Gespräche als „konstruktiv“ und nährte damit Hoffnungen auf ein Ende im erbitterten Zollstreit. Auch am Wochenende zeichnete sich eine weitere Versöhnungsgeste ab: China setzt die Zölle auf US-Autos für weitere drei Monate aus.

In der kommenden Woche sollen die Gespräche mit Liu He, stellvertretender Ministerpräsident der Volksrepublik, fortgesetzt werden.

2 – Handel in Asien

Starke Konjunkturdaten aus China haben die asiatischen Aktienmärkte beflügelt. Die chinesische Wirtschaft schaffte im März wieder Wachstum, wie der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex vom Montag ergab. „Der Index deutet an, dass die Konjunkturabkühlung in China ihren Tiefpunkt erreicht haben könnte“, sagte Yoshinori Shigemi, Marktstratege bei JPMorgan Asset Management. Auch die Hoffnungen auf Fortschritte in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA beflügelten die Stimmung. Der schwächer als erwartet ausgefallene Tankan der Bank von Japan spielte dagegen eine geringere Rolle.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 2,2 Prozent fester bei 21.679 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann mehr als zwei Prozent auf 1624 Punkte. Außerhalb Japans legten die Kurse ebenfalls zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 1,01 Prozent. In China stieg der Shanghai Composite Index um 2,16 Prozent.

3 – Eurostat legt Inflationszahlen vor

Das europäische Statistikamt veröffentlicht seine ersten Schätzungen zur Preisentwicklung in der Euro-Zone im März. Analysten gehen davon aus, dass ein leichter Rückgang zu verzeichnen seien wird. Grund für die Annahme sind die bereits am vergangenen Freitag veröffentlichten Zahlen zu Verbraucherpreisen in Deutschland.

Sie sind zwar um 1,3 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen, liegen damit dennoch unter den Erwartungen. Größter Preistreiber waren auch im März die Energiepreise. Für die EZB sind die Zahlen keine guten Nachrichten, strebt sie doch für die Euro-Zone mittelfristig einen Wert von zwei Prozent an.

4 – Auftakt Hannover Messe

Am Montag öffnet die Weltleitmesse für Industrie mit rund 6500 internationalen Ausstellern ihre Pforten. Im Fokus der Messe steht der Themenkomplex Industrie 4.0: Besucher sollen über den neuesten Stand bei vernetzten Produktionsabläufen, künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen sowie beim Mobilfunkstandard 5G informiert werden.

Eröffnet wird die Industrieschau von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Zum Auftakt der Messe hat Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, die Bundesregierung gegenüber der Zeitung „Welt“ scharf kritisiert: „Die Politik trägt Mitschuld an der Konjunkturschwäche.“ Während sie Arbeitnehmern neue Ansprüche und Flexibilität ermögliche, wälze sie die Lasten auf die Unternehmen um – und vernachlässige gleichzeitig den Ausbau der Infrastruktur.

Dulger fordert, dass die Große Koalition „mehr Wirtschaft“ wagen müsse. Andernfalls drohe Deutschland eine ökonomische Katastrophe, prophezeit er: „Jetzt sind wir wieder auf dem besten Weg, Europas kranker Mann zu werden.“

5 – Vestager und Altmaier diskutieren über Industriepolitik

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier diskutieren am Montag auf Einladung der Denkfabrik EPC ihre industriepolitischen Vorstellungen. Und die driften auseinander. Vestager fürchtet sich vor Machtkonzentration und Kartellen zum Nachteil von Verbrauchern und lehnt Fusionen ab.

Erst vergangenen Monat schmetterte sie die lang geplante Bahnfusion von Siemens und französischer Alstom ab, die als europäisches Bollwerk gegen den chinesischen Monopolisten CRRC gedacht war. Altmaier dagegen will gerade wegen der Konkurrenz aus China die Fusionskontrolle lockern. Im Rahmen seiner „Nationalen Industriestrategie 2030“ hatte er jüngst gefordert, Unternehmenszusammenschlüsse zu erleichtern, um im internationalen Wettbewerb die Weichen für europäische Champions zu legen.

6 – EZB legt Wirtschaftsbericht vor

Einmal im Monat schildert die Zentralbank die wirtschaftliche und monetäre Entwicklung in der Euro-Zone. Vor allem die konjunkturelle Entwicklung dürfte im Fokus der Währungshüter liegen. Die Wirtschaftsweisen hatten ihre Wachstumsprognosen für Deutschland für das laufende Jahr halbiert, und auch die EU-Kommission geht von einem schwächeren Wirtschaftswachstum aus. Sie senkte ihre Prognosen von 1,9 auf 1,3 Prozent für 2019.

Schon im vergangenen Monatsbericht stellte die EZB fest: „Anhaltende Unsicherheiten im Zusammenhang mit geopolitischen Faktoren, der Gefahr von Protektionismus und Anfälligkeiten in den Schwellenländern scheinen das Konjunkturklima zu belasten.“

Termine Unternehmen am 1. April

  • 08:00 Deutschland: Voltabox Jahreszahlen (endgültig)
  • 10:30 Schweiz: Clariant Hauptversammlung, Basel
  • 20:00 USA: Broadcom Hauptversammlung

Termine Unternehmen am 1. April (ohne Uhrzeit)

Termine Konjunktur am 1. April

  • 09:15 Spanien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19
  • 09:45 Italien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19
  • 09:50 Frankreich: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19 (endgültig)
  • 09:55 Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19 (endgültig)
  • 10:00 Europäische Union: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19 (endgültig)
  • 10:00 Griechenland: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19
  • 10:30 Großbritannien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19
  • 11:00 Europäische Union: Verbraucherpreise 03/19 (vorab)
  • 14:30 USA: Einzelhandelsumsatz 02/19
  • 15:45 EU: EZB Monatsbericht 03/19
  • 15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 03/19 (endgültig)
  • 16:00 USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 03/19
  • 16:00 USA: Bauinvestitionen 02/19
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