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Börse am 1. Juli Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Mit starkem Rückenwind startet der Dax in die neue Handelswoche. Der Leitindex dürfte zur Eröffnung ein neues Jahreshoch erreichen.
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Hält die positive Entwicklung an den Märkten an? Quelle: Reuters
Trader an der Frankfurter Börse

Hält die positive Entwicklung an den Märkten an?

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Mit dem Juli beginnt ein neues Halbjahr an den Börsen. Für Anleger stellt sich die Frage: Hält die positive Entwicklung an den Märkten an? Denn die ersten sechs Monate waren für den deutschen Leitindex Dax mit einem Plus von mehr als 17 Prozent das erfolgreichste erste Halbjahr in seiner Geschichte.

Auch die vergangene Handelswoche hat der Dax mit deutlichem Zuwachs beendet. Er schloss am Freitag mehr als ein Prozent höher bei 12.398 Punkten – und damit nur knapp unter der Marke von 12.400 Zählern.

Zum Start in die Woche dürfte der Dax ein neues Jahreshoch erreichen. Vorbörslichen Indikatoren zufolge notiert der Leitindex bei 12.510 Zählern, ein Plus von mehr als 100 Punkten gegenüber dem Schluss des vergangenen Freitags. Das wäre gleichzeitig ein neues Jahreshoch, das aktuell noch bei 12.438 Punkten liegt.

Entscheidend für den Kurssprung sind die Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China. Am Rande des G20-Gipfels im japanischen Osaka haben US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping einen Waffenstillstand vereinbart. „Wir hatten ein großartiges Treffen“, sagt Trump über sein Gespräch mit Xi. Dem US-Präsidenten zufolge sei geplant, die Handelsgespräche fortzusetzen und Zollerhöhungen auszusetzen. Details blieb Trump bislang schuldig.

Zum Start in die neue Handelswoche sind auch die Entwicklungen am Ölmarkt für Anleger interessant: Die Ölstaaten entscheiden in Wien, ob sie die Förderkürzungen verlängern wollen. Auch der Streit um Schweizer Aktien bleibt ein relevantes Thema. Zudem stehen einige Konjunkturtermine an. Was an diesem Montag wichtig ist:

1 – Vorgabe aus den USA

Die US-Börsen gingen am Freitag mit einem leichten Plus ins Wochenende. In Erwartung des Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping schloss der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent höher auf 26.599 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,6 Prozent auf 2941 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 8006 Punkte.

2 – Handel in Asien

Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme der Handelsgespräche zwischen den USA und China haben die Kurse an der Börse in Tokio am Montag angeschoben. Der Nikkei-Index kletterte um 1,8 Prozent auf 21.658 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index gewann 1,7 Prozent auf 1577 Punkte.

3 – Der Ölmarkt blickt nach Wien

Für den Ölmarkt beginnen zwei wichtige Tage. Unter Führung Russlands treffen sich von Montag bis Dienstag die Organisation der Erdöl fördernden Staaten (Opec) und die Nicht-Opec-Staaten in Österreich. Im Fokus steht dabei die Frage, ob sie die im Dezember vergangenen Jahres beschlossenen Förderkürzungen verlängern wollen, um den Ölpreis zu stützen.

Einen Vorstoß haben Russland und Saudi-Arabien bereits in bilateralen Gesprächen vorgelegt: Sie wollen die Produktion für weitere neun Monate drosseln. Es ist zu erwarten, dass sich die übrigen Länder in der sogenannten Opec+-Allianz anschließen.

4 – Aus für Schweizer Aktien

Die EU erhöht im Streit über ein neues Partnerschaftsabkommen den Druck auf die Schweiz: Ab diesem Montag erkennt die EU die Schweizer Börsenregulierung nicht mehr als gleichwertig an, weil sich die Regierung weigert, dem bereits ausgehandelten Vertrag zuzustimmen.

Für Händler aus der EU hat das Folgen. Bis auf Weiteres können sie nicht mehr uneingeschränkt an der Züricher Börse handeln. Mit einer Notfallverordnung will die Schweiz versuchen, die Konsequenzen abzufedern und damit den Schweizer Börsenplatz zu schützen.

Die Verordnung sieht vor, in Reaktion auf die EU-Entscheidung den Handel mit Schweizer Aktien in der EU zu unterbinden. Wenn Papiere nicht im nennenswerten Umfang in der EU gehandelt werden, können EU-Händler auch an Plätzen in Drittländern – wie der Schweiz – tätig sein.

5 – Endzeitstimmung beim Jobwunder

Die Bundesagentur für Arbeit liefert neue Zahlen über den Arbeitsmarkt. Die Daten für den Monat Juni lassen abzeichnen, dass der seit fast einem Jahrzehnt andauernde Beschäftigungsboom vorbei sein könnte. Zuletzt hatten große Unternehmen angekündigt, Tausende Stellen abzubauen. Der Autobauer Ford plant, 12.000 Stellen in Europa zu streichen und sechs Werke aufzugeben. Und auch beim Chemiekonzern BASF fallen bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätz weg.

Von Detlef Scheele, Chef der Bundesagentur, wird eine Einschätzung erwartet, wie sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter entwickeln wird.

6 – Loewe stellt den Betrieb ein

Der insolvente Fernsehhersteller Loewe stellt an diesem Montag offiziell den Betrieb ein. Dem oberfränkischen Traditionsunternehmen bleiben nur vier Monate Zeit, um einen Investor zu finden, der es retten kann. Der Großteil der gut 400 Mitarbeiter ist freigestellt. Wenn sich kein Investor finden sollte, könnten die Arbeitsverträge längstens bis 31. Oktober gehalten werden. Für Loewe ist es die zweite existenzbedrohende Krise innerhalb weniger Jahre.

Termine Unternehmen am 1. Juli

09:00 Uhr Deutschland: SAP „Industrie-4.0-Gipfel“ u.a. mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und SAP-Vorstandsmitglied Christian Klein

10:00 Uhr Deutschland: VDMA Bayern Jahres-Pk, München

10:00 Uhr Deutschland: Baader Bank Hauptversammlung, München

15:30 Uhr Deutschland: Innogy stellt Trainingszentrum für die Abwehr von Cyberangriffen auf Stromnetze vor

Termine Konjunktur am 1. Juli

01:50 Uhr Japan: BoJ Tankan Q2/19

03:45 Uhr China: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19

09:15 Uhr Spanien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19

09:45 Uhr Italien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19

09:50 Uhr Frankreich: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19 (endgültig)

09:55 Uhr Deutschland: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19 (endgültig)

09:55 Uhr Deutschland: Arbeitslosenzahlen 06/19

10:00 Uhr Europa: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19 (endgültig)

10:00 Uhr Europa: Geldmenge M3 05/19

10:30 Uhr Großbritannien: PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/19

11:00 Uhr Europa: Arbeitslosenzahlen 05/19

11:00 Uhr Belgien: Arbeitslosenzahlen 05/19

12:00 Uhr PLD: Industrieproduktion 05/19

15:45 Uhr Europa: EZB Monatsbericht 06/19

16:00Uhr USA: ISM Verarbeitendes Gewerbe 06/19

16:00 Uhr USA: Bauinvestitionen 05/19

Sonstige Termine am 1. Juli

10:00 Uhr Österreich: Treffen des Ölkartells Opec mit Beratungen über mögliche Verlängerung der im Dezember 2018 beschlossenen Produktionskürzung

10:00 Uhr Deutschland: Eröffnung eines neuen Prüfgebäudes für Mobilfunktechnik im Mercedes-Benz-Werk

Deutschland: Offizielles Betriebsende des insolventen Fernsehherstellers Loewe

Schweiz: OECD präsentiert Bericht zu Entwicklungen in der Landwirtschaftspolitik in 53 Staaten

Hinweise: Wegen eines Feiertags bleibt die Börse in Hongkong geschlossen.

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