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Börse am 11. April Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax startet am Donnerstag wohl kaum verändert in den Handel. Vor allem die Fristverlängerung beim Brexit dürfte die Anleger beschäftigen.
Update: 11.04.2019 - 08:05 Uhr Kommentieren
Am Mittwoch schloss der Dax etwas fester. Quelle: dpa
Händler in Frankfurt

Am Mittwoch schloss der Dax etwas fester.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Brexit ist bis zum 1. November vertagt worden, Großbritannien und die Europäische Union einigten sich in der Nacht zum Donnerstag auf eine Fristverlängerung. Auf außerbörslichen Handelsplattformen ist die Reaktion auf die Verlängerung der Hängepartie verhalten: Der Dax bewegt sich vor dem Handelsstart in Frankfurt auf dem Niveau des Vortages.

Am Mittwoch war das deutsche Börsenbarometer mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 11.906 Punkten aus dem Handel gegangen, nachdem die Europäische Zentralbank entschieden hatte, den Leitzins bei null Prozent zu belassen.

Gewinner waren die Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard, die zum Handelsschluss 1,9 Prozent fester notierten, gefolgt von den Aktien der Lufthansa, die ein Plus von 1,4 Prozent verzeichneten.

Als Treiber galt ein besser als erwartet ausgefallener Ausblick der US-Fluglinie Delta auf das zweite Quartal. Das wird als Vorbote für die Berichtssaison gesehen. Im MDax fielen die Aktien von Siltronic wegen einer ausgesprochenen Gewinnwarnung um 5,1 Prozent.

Neben dem Ausgang des EU-Sondergipfels zum Brexit wird die Anleger am Donnerstag unter anderem das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In beschäftigen.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Protokolle der Fed-Sitzung vom März haben am Mittwoch die Kauflaune der Anleger kaum beeinflusst. Überraschungen blieben aus Sicht vieler Investoren aus. Bereits im März hatten die Notenbanker signalisiert, angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten nach neun Erhöhungen binnen drei Jahren für 2019 eine Pause einzulegen. Die Protokolle zeigen nun zudem, dass einige Währungshüter darauf dringen, die eingeschlagene Linie von Zeit zu Zeit zu überprüfen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte bewegte sich kaum von der Stelle, er beendete den Handel bei 26.157 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 kletterte um 0,35 Prozent auf 2888 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 7964 Punkte.

2 – Vorgaben aus Asien

Die Tokioter Börse hat sich am Donnerstag schwächer gezeigt. Experten verwiesen auf einen vergleichsweise starken Yen, der Exportwerte belaste. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,2 Prozent tiefer bei 21.645 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,4 Prozent und lag bei 1601 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg dagegen um 0,1 Prozent.

3 – EU-Sondergipfel zum Brexit

Großbritannien und die EU haben sich auf einen Brexit-Aufschub bis zum 31. Oktober geeinigt. EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte, es handele sich um eine „flexible Verlängerung“, die London im Falle einer Mehrheit für den bereits vereinbarten Brexitpakt mit der EU einen früheren Austritt ermögliche. Dem Plan habe Premierministerin Theresa May zugestimmt. Bislang war als Stichtag für den EU-Austrittdatum Großbritanniens der 12. April vorgesehen, ursprünglich war es der 29. März.

May betonte, ein Brexit bis zum 30. Juni sei nach wie möglich, falls die britischen Abgeordneten ihrem Brexit-Deal mit der EU zustimmten. Sie brachte sogar einen Austritt zum 22. Mai ins Spiel, was ihr Land von einer Teilnahme an den Wahlen zum EU-Parlament entbinden würde. Vor diesem Hintergrund stehe Großbritannien nun vor wichtigen Entscheidungen.

4 – Trump empfängt den südkoreanischen Präsidenten

Der US-Präsident und Moon Jae In wollen bei dem Treffen unter anderem das weitere Vorgehen im Streit über das Atomwaffenprogramm Nordkoreas besprechen. Es wird das erste Treffen der beiden seit dem gescheiterten Gipfel Trumps mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un Ende Februar in Vietnam.

5 – Verbraucherpreise in China ziehen deutlich an

Die Verbraucherpreise in China sind im März im Jahresvergleich von 1,5 Prozent auf 2,3 Prozent gestiegen. Das ist der größte Anstieg seit über einem Jahr und gilt als Zeichen für die aufkeimende wirtschaftliche Erholung.

Dazu passend prognostizierten Analysten der Jefferies Financial Group, dass die chinesische Wirtschaft in diesem Jahr aufgrund von stärkeren fiskalischen Anreizen, darunter Steuersenkungen und schnellere Verschuldung, wahrscheinlich viel schneller wachsen werde als das offizielle Ziel von 6 bis 6,5 Prozent.

6 – Unicredit-Hauptversammlung

In Mailand sind die Aktionäre der Großbank Unicredit zur Hauptversammlung geladen. Dass der Franzose Jean-Pierre Mustier, seit 2016 CEO der Bank, dabei das Thema Commerzbank anspricht, ist nicht wahrscheinlich. Nach den Gerüchten um ein Übernahmegebot vor ein paar Tagen und dem „kein Kommentar“ aus Mailand ist es still geworden.

Mustier wird aber erste Eckdaten für den neuen Strategieplan 2020 bis 2023 der HVB-Mutter andeuten, den er am 3. Dezember beim Investorentag in London vorstellen wird. Dazu gehören Änderungen in der Governance. Der Posten des Generaldirektors fällt weg, die Länder Italien, Deutschland und Österreich sollen zusammengefasst werden.

7 – Frühjahrstagung von IWF und Weltbank

Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Eintrübung der Weltwirtschaft eröffnen der Internationale Währungsfonds und die Weltbank am Donnerstag ihre Frühjahrstagung 2019. Erstmals in seiner neuen Funktion wird dabei auch Weltbank-Präsident David Malpass öffentlich auftreten. Bei der Tagung kommt es auch zu einem Treffen der G20-Finanzminister, an dem auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann teilnehmen werden.

Im vorgeschalteten Weltwirtschaftsbericht des IWF hatte der Fonds am Dienstag eine Abschwächung des weltweiten Wachstums auf 3,3 Prozent im laufenden Jahr vorausgesagt. Deutschland ist besonders betroffen. Dort zeigt die Wachstumskurse von 1,5 Prozent im vergangenen Jahr auf 0,8 Prozent 2019 steil nach unten. Der IWF rief Deutschland in diesem Zusammenhang erneut zu deutlich mehr Anstrengungen bei den Staatsausgaben auf, etwa für Investitionen in die Infrastruktur.

Termine Unternehmen am 11. April

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Barry Callebaut Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Hella Q3-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: Stratec Jahreszahlen (14.00 Uhr Call)
  • 07:00 Uhr, Frankreich: Sodexo Halbjahreszahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: Gerresheimer Q1-Zahlen (10.00 Uhr Call)
  • 09:30 Uhr, Schweden: Vattenfall Hauptversammlung, Stockholm
  • 10:00 Uhr, Deutschland: MTU Hauptversammlung, München
  • 10:00 Uhr, Deutschland: MPC Hauptversammlung, Hamburg
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Bosch Siemens Hausgeräte Bilanz-Pk, München
  • 13:00 Uhr, Deutschland: Lufthansa Verkehrszahlen 03/19
  • 13:00 Uhr, Luxemburg: ADO Properties Hauptversammlung, Luxemburg
  • 14:30 Uhr, Schweiz: Nestle Hauptversammlung, Lausanne
  • 16:00 Uhr, Schweiz: Emmi Hauptversammlung, Luzern
  • 18:00 Uhr, USA: Adobe Hauptversammlung
  • Deutschland: BMW Pkw-Absatz 03/19
  • Italien: Unicredit-Hauptversammlung
  • USA: Fastenal Q1-Zahlen
  • USA: Walt Disney Investor Day

    Termine Konjunktur am 11. April

  • Großbritannien: Entwicklung im Brexit-Streit nach dem EU-Sondergipfel (am 10.04.)
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Verbraucherpreise 03/19 (endgültig)
  • 08:45 Uhr, Frankreich: Verbraucherpreise 03/19 (endgültig)
  • 12:00 Uhr, Irland: Verbraucherpreise 03/19
  • 14:30 Uhr, USA: Erzeugerpreise 03/19
  • 14:30 Uhr, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 15:30 Uhr, USA: Auftakt zur Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank mit Auftakt-Pk von IWF-Chefin Christine Lagarde, Washington
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