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Dax-Kurve

Vor Eröffnung des Handels an der Frankfurter Börse notiert der Dax am frühen Mittwochmorgen annähernd auf dem Stand des Vortages.

(Foto: dpa)

Börse am 11. März Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Ist die jüngste Börsenrally bereits beendet? Das Konjunkturbild jedenfalls wird immer düsterer. Doch zum Börsenstart dürfte es zunächst aufwärts gehen.
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Düsseldorf, New YorkDas düstere Konjunkturbild von Europas Währungshütern hat in der vergangenen Woche seine Wirkung gezeigt. Anleger zogen am vergangenen Freitag bei Aktien die Reißleine und deckten sich mit als sicher geltenden Anlagen wie Bundesanleihen und Gold ein.

Der Dax verlor 0,5 Prozent auf 11.458 Punkte, der Euro Stoxx50 sackte um 0,6 Prozent auf 3288 Punkte ab. „Die jüngste Rally an den europäischen Börsen hat nun offenbar ihr endgültiges Ende gefunden“, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets.

Und die Aussichten werden schlechter: Im Jahreswirtschaftsbericht vom Januar wurde bereits die Wachstumsprognose von 1,8 Prozent auf 1,0 Prozent gesenkt. Offiziell gilt diese Schätzung noch immer, inoffiziell ist sie bereits überholt. „Die Bundesregierung rechnet intern für 2019 nur noch mit 0,8 Prozent Wachstum“, heißt es in einem vertraulichen Vermerk des Bundesfinanzministeriums, der dem Handelsblatt vorliegt.

Vor dem Börsenstart signalisieren verschiedene Indikatoren aber eine leichte Erholung zur Eröffnung. Der Dax wird auf rund 11.500 Punkte taxiert, ein Plus von rund 50 Zählern gegenüber dem Schlussstand am vergangenen Freitag.

1 – Vorgaben aus den USA

Ein unerwarteter Schwächeanfall des US-Arbeitsmarktes hat die Wall Street am Freitag belastet. Im Februar wurden in den USA statt der von Analysten erwarteten 180.000 neuen Stellen lediglich 20.000 geschaffen und damit so wenig wie seit September 2017 nicht mehr. Zudem gaben die Ausfuhren Chinas im Februar so stark nach wie seit drei Jahren nicht mehr und nährten die Sorgen vor einem Konjunktureinbruch. Die Exporte gingen um 20,7 Prozent zurück. Experten hatten mit 4,8 Prozent gerechnet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 25.450 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2743 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 7408 Punkte. Im Wochenvergleich gab der Dow 2,2 Prozent, der S&P ebenfalls 2,2 Prozent und der Nasdaq 2,5 Prozent nach.

2 – Handel in Asien

Enttäuschende US-Jobdaten haben am Montag auch Asiens Aktienmärkte in weiten Teilen belastet. Börsianer sprachen allerdings von einer relativ verhaltenen Reaktion auf den am Freitag vorgelegten Arbeitsmarktbericht für Februar. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans notierte 1,6 Prozent tiefer. In Tokio dagegen stieg der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte um 0,2 Prozent auf 21.070 Punkte. Chinas Standardwerte-Barometer CSI300 legte sogar 1,4 Prozent zu.

3 – Euro-Finanzminister beraten über Griechenland

Die Euro-Finanzminister werden bei ihrem Treffen in Brüssel am Montag und Dienstag die zugesagten Schuldenerleichterungen von fast einer Milliarde Euro für Griechenland voraussichtlich doch noch nicht freigeben. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will für eine Verschiebung werben. Das geht aus einem internen Vermerk des Bundesfinanzministeriums hervor, der dem Handelsblatt vorliegt.

„Die Euro-Gruppe sollte ihre Entscheidung auf das nächste Treffen am 5. April verschieben“, heißt es in dem Papier. „Es gibt keinen Zeitdruck.“ Die Euro-Staaten hatten Griechenland beim Ende des Hilfsprogramms im vergangenen Sommer grundsätzlich milliardenschwere Schuldenerleichterungen zugesagt, allerdings unter der Voraussetzung, dass die Athener Regierung vereinbarte Reformen weiter vorantreibt. Das ist aber derzeit aus Sicht der Geldgeber nicht ausreichend der Fall.

Allerdings war bis zum Schluss nicht völlig ausgeschlossen, dass es kurzfristig doch noch einen neuen positiven Bericht zu den griechischen Reformen gibt. Zudem galt es bis zuletzt als Option, dass nur ein Teil der Schuldenerleichterungen freigeben wird – und der Rest zurückgehalten wird, bis Athen alle Auflagen erfüllt.

4 – Die Verhandlungsführer der nordwestdeutschen Stahlindustrie treffen in der fünften Tarifrunde in Düsseldorf zusammen

Die Arbeitgeber hatten in der vierten Runde ein Angebot vorgelegt. Im Tarifkonflikt droht die IG Metall den Arbeitgebern mit einer Verschärfung des Arbeitskampfes. Es werde an allen Stahlstandorten in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen Aktionen geben.

Falls bei den Arbeitgebern keine Bereitschaft zur Einigung bestehe, „wird eine weitere Eskalation in der Tarifrunde nicht zu verhindern sein“, hatte Knut Giesler, IG-Metall-Bezirksleiter NRW und Verhandlungsführer der Gewerkschaft Ende Februar gesagt. Die IG Metall fordert für die rund 72.000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld sowie ein Urlaubsgeld von 1800 Euro, das auch in freie Tage umgewandelt werden kann.

Die Arbeitgeber haben eine Entgelterhöhung von 2,5 Prozent bei einer Laufzeit von 27 Monaten angeboten. Ein begrenzter Kreis von Mitarbeitern soll zusätzlich einmalig 600 Euro erhalten, die in Freizeit umgewandelt werden können. In der Tarifrunde hat es bereits Warnstreiks gegeben, an denen sich laut Gewerkschaft etwa 14.500 Beschäftigte beteiligt haben.

5 – Neue Konjunkturdaten für die USA und die Euro-Zone

In dieser Woche erwarten Investoren eine Serie von Konjunkturdaten, angefangen mit neuesten Daten zu den Einzelhandelsumsätzen im Januar in der Euro-Zone und in den USA. Nachdem die US-Umsätze schon Ende 2018 überraschend gefallen waren, wird auch im Januar mit einem Rückgang gerechnet.

6 – Diskussion um die Sicherheit von Boeing-Flugzeugen nach Absturz in Äthiopien

Der Absturz eines Flugzeugs des Typs Boeing 737 MAX 8 in der Nähe der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba befeuert die Diskussionen um Sicherheitsmängel bei dem Modell des amerikanischen Boeing-Konzerns. Das Unglück erinnert an einen ähnlichen Vorfall im Oktober des vergangenen Jahres, bei dem eine neue Boeing 737 MAX 8 in Indonesien abgestürzt war. Chinesische Airlines dürfen vorerst keine Boeing 737 Max einsetzen. Das ordnete die chinesische Luftfahrtaufsicht nach dem tödlichen Absturz an.

Boeing reagierte mit tiefer Bestürzung auf die Nachricht des neuerlichen Absturzes, hielt sich aber zurück mit Äußerungen über mögliche Ursachen zurück. Man verfolge die Situation, hieß es nur. Zudem stünde ein Technik-Team von Boeing zur Unterstützung bereit.

Termine Unternehmen am 11. März

07:00 Uhr, Deutschland: LEG Immobilien Jahreszahlen

10:30 Uhr, Deutschland: Mensch und Maschine Software Bilanz-Pk, München

18:00 Uhr, Deutschland: Presseabend VCI zur Chemiekonjunktur in Deutschland, Frankfurt

Ohne Termin, Deutschland: Hypoport Jahreszahlen

Ohne Termin, Italien: Tod's Jahreszahlen

Termine Konjunktur am 11. März

07:00 Uhr, Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 02/19 (vorläufig)

08:00 Uhr, Deutschland: Industrieproduktion 01/19

08:00 Uhr, Deutschland: Handelsbilanz 01/19

08:00 Uhr, Deutschland: Arbeitskosten Q4/18

08:00 Uhr, Deutschland: Beschäftigte und Umsatz im Handwerk, Jahr 2018

09:00 Uhr, Spanien: Einzelhandelsumsatz 01/19

13:30 Uhr, USA: Einzelhandelsumsatz 01/19

15:00 Uhr, USA: Lagerbestände 12/18

Sonstige Termine

Deutschland: Verbandstagung Verband kommunaler Unternehmen (VKU) unter dem Motto „Zukunft vor Ort gestalten - smart, digital und kommunal“

Deutschland: Fünfte Runde der Stahl-Tarifverhandlungen für die 72.000 Beschäftigten in Nordwestdeutschland

Deutschland: Sitzung des BER-Sonderausschusses des Brandenburger Landtags

Belgien: Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel

Schweiz: Internationaler Automobil-Salon in Genf

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