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Börse am 11. Oktober Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

SAP-Chef Bill McDermott ist zurückgetreten. Anleger schauen zudem nach Washington, wo sich US-Präsident Trump und Chinas Vizepräsident Liu He treffen.
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Der Handelskonflikt zwischen den USA und China steht im Fokus. Quelle: ddp images/Thomas Lohnes
Börse Frankfurt

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China steht im Fokus.

(Foto: ddp images/Thomas Lohnes)

Düsseldorf Donald Trump spricht von einem „großen Tag“. Für diesen Freitag kündigte der US-Präsident ein Treffen mit Chinas Vizepräsident Liu He im Weißen Haus an. Er sei sicher, dass China einen Deal wolle, schrieb Trump am Donnerstagnachmittag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

„Dies gibt Marktteilnehmern Anlass zur Hoffnung, dass ein Handelsabkommen oder zumindest ein partieller Deal vielleicht schon morgen verkündet wird“, sagte Robert Pavlik, Chef-Anlagestratege beim Vermögensverwalter SlateStone.

Die Nachricht verhalf dem Dax am Donnerstag zu einem Tagesgewinn von 0,6 Prozent bei 12.164 Punkten. Am Freitag liegt der deutsche Leitindex vor Handelsstart auf außerbörslichen Handelsplattformen 12.204 Punkten.

In der Nacht zum Freitag hatte SAP-Chef Bill McDermott überraschend seinen Rücktritt erklärt. Seine Nachfolge soll eine Doppelspitze aus den Vorstandsmitgliedern Jennifer Morgan und Christian Klein antreten. Informierte Kreise glauben, dass die beiden gut zusammenarbeiten werden. Die Nachricht scheint die Anleger nicht zu verunsichern: Am Freitag liegt der deutsche Leitindex vor Handelsstart auf außerbörslichen Handelsplattformen 12.204 Punkten und damit leicht im Plus.

Nicht nur im Handelsstreit auch beim Brexit könnte es am Freitag eine überraschende Wende geben. Im verfahrenen Brexit-Streit sind der britische Regierungschef Boris Johnson und sein irischer Kollege Leo Varadkar einer Lösung deutlich näher gekommen. Ein Deal bis zum 31. Oktober sei noch möglich, sagte Varadkar am Donnerstag nach einem über zweistündigen Gespräch mit Johnson.

Die vergangenen Monate haben allerdings gezeigt, dass Anleger in solche Wasserstandsmeldungen nicht allzu viel Vertrauen setzten sollten. Häufig war beim Handelsstreit bereits von einer nahenden Einigung die Rede, ein Vertrag wurde bislang aber nicht unterschrieben. Als genauso wendungsreich bewies sich bislang der Brexit.

Was die Märkte heute bewegt:

1 – Vorgabe aus den USA

Spekulationen auf eine Entspannung im Zollstreit mit China locken Anleger in den US-Aktienmarkt zurück. Der US-Leitindex Dow Jones gewann 0,6 Prozent auf 26.496,67 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 7.950,78 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,6 Prozent auf 2.938,13 Punkte zu. Mit Blick auf die mögliche Entspannung im Handelskonflikt zwischen China und den USA griffen Anleger vermehrt zu Technologiewerten, deren Geschäft stark vom Handel mit China abhängt. So gewannen die Aktien der Chip-Hersteller Intel und Nvidia jeweils mehr als ein Prozent. Gefragt waren auch die Titel des Baumaschinen-Anbieters Caterpillar, die sich um 2,7 Prozent verteuerten.

2 – Handel in Asien

Die Hoffnungen auf Fortschritte bei den Verhandlungen der USA und Chinas zur Beilegung ihres Handelsstreits haben auch die Börse in Tokio beflügelt. Der Nikkei-Index sprangt auf den höchsten Wert seit einer Woche, nachdem unter anderem US-Präsident Donald Trump eine positive Zwischenbilanz zog. Zudem legte die größte Einzelhandelskette des Landes, Seven & I Holdings, nach Veröffentlichung von Umstrukturierungsplänen um über fünf Prozent zu.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index legte im Handelsverlauf 0,9 Prozent zu auf 21.760 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix-Index kam auf ein Plus von 0,6 Prozent mit 1591 Punkten. Während die Börse in Shanghai nahezu unverändert verharrte, wuchs der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen um 0,1 Prozent auf 3880 Punke. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg 0,8 Prozent auf 497 Punkte.

3 – Führungswechsel an der SAP-Spitze

In der Nacht zu Freitag ist SAP-Chef Bill McDermott überraschend zurückgetreten. Der Amerikaner verlässt den Posten mit sofortiger Wirkung, wie der Softwarehersteller mitteilte. Übernehmen soll eine Doppelspitze aus den Vorstandsmitgliedern Jennifer Morgan und Christian Klein. Die Amerikanerin Morgan gilt als talentierte Verkäuferin und leitet bisher die Cloud Business Group, in der SAP mehrere Zukäufe zusammenfasst. Klein verantwortet einige der wichtigsten Anwendungen von SAP und ist zudem Chief Operating Officer. Informierte Kreise gehen davon aus, dass die beiden gut zusammenarbeiten werden.

McDermott hätte Anfang 2020 erklären müssen, ob er seinen Vertrag verlängert. Er sei jedoch zu der der Entscheidung gekommen, dass er das nicht tun wolle. Der Amerikaner übergibt den Konzern in guter Verfassung: Der Umsatz wächst kräftig, die Profitabilität ebenfalls. McDermott hat bei SAP das Cloud Computing in den Mittelpunkt gestellt. Diese Neuausrichtung kam an der Börse gut an: Der Aktienkurs stieg in dieser Zeit um rund 200 Prozent, mit einer Marktkapitalisierung von knapp 130 Milliarden Euro ist SAP der wertvollste Konzern im Dax.

4 – Trump trifft sich mit Liu

Der US-Präsident wird sich am Freitag mit Chinas Vizepräsident Liu He persönlich treffen. Das kündigte Trump auf Twitter an. „Sie wollen einen Deal machen“, schrieb er, um gleichzeitig zu fragen: „Aber ich auch?“ Zuvor hatte Liu bereits gesagt, seine Regierung sei an einer Einigung interessiert.

Am Donnerstagabend zog Trump nach dem Auftakt der Handelsgespräche eine Zwischenbilanz. Die Verhandlungen liefen „wirklich gut“, sagte der US-Präsident.

5 – Hugo Boss meldet Gewinnrückgang und senkt Prognose

Der Modekonzern Hugo Boss hat im dritten Quartal weniger Gewinn gemacht als erwartet und senkt seine Prognosen für das Gesamtjahr. Insbesondere in Nordamerika habe sich das Marktumfeld im Verlauf des dritten Quartals weiter eingetrübt und so die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns belastet, erklärte das Unternehmen am Donnerstagabend . „Zusätzlich wird das Geschäft in Hongkong seit Beginn der politischen Unruhen und Demonstrationen erheblich beeinträchtigt.“

Bei einem Quartalsumsatz auf Vorjahrsniveau sei das operative Ergebnis (Ebit) auf 80 (Vorjahr 92) Millionen Euro gesunken und damit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Im Gesamtjahr 2019 erwarte Boss nun einen Ebit-Rückgang auf 330 bis 340 von zuvor 347 Millionen Euro. Bisher hatte das Unternehmen sich einen währungsbereinigten Gewinnanstieg mindestens „im niedrigen einstelligen Prozentbereich“ vorgenommen.

6 – Renault will über Chefposten entscheiden

Nach Gerüchten um das Renault-Management will der französische Autobauer an diesem Freitag überraschend über die Unternehmensführung befinden. Nach dem Treffen des Verwaltungsrats am Morgen soll es eine Mitteilung geben. Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, dass Renault-Präsident Jean-Dominique Senard dem Verwaltungsrat des Unternehmens die Ablösung von Generaldirektor Thierry Bolloré vorschlagen wolle.

Das nächste Treffen des Top-Managements war eigentlich erst für den 18. Oktober geplant. Der französische Staat hatte sich am Mittwoch demonstrativ hinter Senard gestellt.

7 – Konsumentenvertrauen in den USA

Die Universität Michigan veröffentlicht ihren Index zum Konsumentenvertrauen im September. Die ISM-Einkaufsmanagerindizes und der US-Conference-Board-Index zum Konsumentenvertrauen sind bereits stark zurückgegangen. Analysten rechnen deshalb damit, dass jetzt auch der Index der Uni Michigan stärker zurückgehen könnten als erwartet.

Termine Unternehmen am 11. Oktober

  • 09:00 DEU: BMW Pkw-Absatz 09/19
  • 13:00 DEU: Lufthansa, Verkehrszahlen 09/19
  • FRA: Euronext, Analystenkonferenz
  • GBR: MAN Group, Trading Update Q3

Termine Konjunktur am 11. Oktober

  • 08:00 DEU: Verbraucherpreise 09/19 (endgültig)
  • 10:00 FRA: Internationale Energieagentur Ölmarkt-Monatsbericht
  • 14:00 USA: Fed-Präsident von Minneapolis, Kashkari, hält eine Rede
  • 14:30 USA: Import-/Exportpreise 09/19
  • 16:00 USA: Uni-Michigan-Verbraucherstimmung 10/19 (1. Umfrage)
  • 19:15 USA: Fed-Präsident von Boston, Rosengren, hält eine Rede
  • 21:00 USA: Fed-Präsident von Dallas, Kaplan, hält eine Rede
  • EUR: Moody's Ratingergebnis zu Belgien, Polen
  • EUR: S&P Ratingergebnis zu Deutschland, Polen
  • EUR: Fitch Ratingergebnis zu Zypern, Litauen

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