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Börse am 12. Juli Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Schlechte Unternehmensnachrichten haben den Anlegern eine turbulente Börsenwoche beschert. Am Freitag richtet sich der Blick vor allem auf die neue Allianz von VW und Ford.
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Der Dax blickt auf wenig Entwicklung in der Vorwoche zurück. In den USA hingegen florieren die Börsen. Quelle: dpa
Börsensaal in Frankfurt

Der Dax blickt auf wenig Entwicklung in der Vorwoche zurück. In den USA hingegen florieren die Börsen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfGewinnwarnungen gleich mehrere deutscher Konzerne hatten am Donnerstag die Stimmung der Anleger eingetrübt. Der Leitindex Dax knüpfte an seine jüngsten Verluste an und schaffte es nicht, sich über der Marke von 12.400 Punkten zu halten. Zum Handelsende notierte das wichtigste deutsche Börsenbarometer 0,33 Prozent tiefer bei 12.332 Punkten. Auf außerbörslichen Handelsplattformen liegt der Dax am Freitagmorgen dennoch leicht im Plus.

Bereits am Dienstag hatte eine Gewinnwarnung des Chemieriesen BASF den Anlegern die weltweiten wirtschaftlichen Risiken wieder stärker vor Augen geführt. Am Donnerstag sorgten vor allem der Abfüllanlagenhersteller Krones, die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) und der Maschinenbauer Aumann für negative Schlagzeilen. Alle drei Unternehmen senkten ihre Geschäftsziele.

Die Fed gibt den Börsen in den USA hingegen weiter Auftrieb. Die Zeichen verdichten sich, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik wieder expansiver gestaltet und den Zins senkt.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung hat die US-Börsen am Donnerstag teils auf neue Höchststände getrieben. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss auf einem Rekordhoch von 27.088 Punkten (plus 0,9 Prozent), womit er erstmals die Marke von 27.000 Punkten übersprang. Der breiter gefasste S&P-500 verbesserte sich um 0,2 Prozent auf 2999 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um moderate 0,1 Prozent auf 8196 Punkte.

Anleger gehen nach den jüngsten geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed fest von einer Zinssenkung im Juli aus. Die Inflation in den USA erreicht nach wie vor nicht das gewünschte Niveau und gibt Befürwortern einer Zinssenkung weitere Argumente an die Hand. Die Verbraucherpreise legten im Juni nur noch um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Im Mai lag der Preisauftrieb noch bei 1,8 Prozent.

2 – Handel in Asien

Schwach ausgefallene Bilanzen von mehreren Firmen haben die Stimmung der Anleger in Asien belastet. Der Aktienmarkt reagierte insgesamt zum Wochenschluss nahezu unverändert. Wegen eines Feiertages am Montag wollten Marktteilnehmer zudem keine größeren Transaktionen vor dem langen Wochenende eingehen, berichten Trader.

Der japanische Leitindex Nikkei erreichte am Freitag ohne große Veränderungen 21.653 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,2 Prozent auf 1576 Punkte nach. Am fernöstlichen Devisenmarkt legte der Euro auf 1,1266 Dollar zu. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 108,34 Yen.

3 – VW und Ford präsentieren ihre neue Allianz

Volkswagen und Ford bauen ihre Zusammenarbeit aus. Der Aufsichtsrat in Wolfsburg billigte am Donnerstagabend die erweiterte Kooperation. Was genau die neue Allianz umfasst, wollen VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett am Freitag in New York bekanntgeben.

Bisher kooperieren die Unternehmen bereits im Bereich leichter Nutzfahrzeuge und Pick-ups, um Hunderte Millionen Euro in der Entwicklung zu sparen. Nun könnten sie auch bei der Elektromobilität und dem autonomen Fahren die Kräfte bündeln – diese Möglichkeit hatten Diess und Hackett stets offengelassen. Beide Felder sind ebenfalls mit hohen Entwicklungsausgaben verbunden.

4 – Möbelunternehmen Steinhoff legt Halbjahreszahlen vor

Der südafrikanisch-deutsche Möbelkonzern will am Vormittag die Bilanz der ersten sechs Monate des Jahres 2019 präsentieren. Das Unternehmen mit Wurzeln in Westerstede bei Bremen kämpft immer noch mit den Folgen des milliardenschweren Bilanzskandals.

Im Jahr 2018 musste Steinhoff einen Verlust in Höhe von 1,2 Milliarden Euro hinnehmen. In der vergangenen Woche war zudem Finanzchef Philip Dieperink zurückgetreten. Sein Nachfolger wird Vorstandsmitglied Theodore de Klerk, der seinen Posten zum 1. September 2019 antritt.

5 – Ratingagenturen legen Ergebnis vor

Verschiedene Ratingagenturen legen im Laufe des Tages ihr Bonitätsranking für mehrere Staaten in Europa vor. So hat DBRS die Bonität von Italien und Litauen untersucht. Die Ratingagentur Fitch legt ihr Ergebnis für Malta vor, Moody's urteilt über Rumänien.

Vor allem das Urteil über Italien hat die Märkte zuletzt immer wieder bewegt. Im Oktober hatte Moody's die Bonität des hochverschuldeten Landes gesenkt, nur noch eine Stufe fehlt bis zum Ramschstatus. Moody's hatte auf eine weitere Senkung im Februar verzichtet.

Termine Unternehmen am 12. Juli

  • 06:00 Uhr Schweiz: Ems-Chemie Halbjahreszahlen
  • 07:00 Uhr Deutschland: Fraport Verkehrszahlen 06/19
  • 09:00 Uhr Deutschland: Heckler & Koch Hauptversammlung, Rottweil
  • 10:00 Uhr Deutschland: Grammer Hauptversammlung
  • Deutschland : Volkswagen Konzern Absatz 06/19
  • Niederlande Steinhoff Halbjahreszahlen
  • Schweden: SEB Q2-Zahlen

Termine Konjunktur am 12. Juli

  • 06:30 Uhr Japan: Industrieproduktion 05/19 (endgültig)
  • 08:00 Uhr Deutschland: Insolvenzen 04/19
  • 08:00 Uhr Deutschland: Indizes der Großhandelspreise 06/19
  • 11:00 Uhr Europa: Industrieproduktion 05/19

Mit Agenturmaterial von Reuters.

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