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Börse am 12. September Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax dürfte mit deutlichen Gewinnen in den Handel starten. Den Handelsverlauf entscheiden werden die Ergebnisse der heutigen EZB-Sitzung. Was sonst noch wichtig wird.
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Bild aus dem Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt. Quelle: dpa
Der deutsche Leitindex

Bild aus dem Handelssaal der Deutschen Börse in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Dax ist nicht zu bremsen. Auch nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen in Folge schloss der deutsche Leitindex am Mittwoch 0,74 Prozent im Plus bei 12.359 Punkten. Besonders positiv für die Märkte: Die US-Regierung will die für Anfang nächsten Monats angekündigte Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe um zwei Wochen auf Mitte Oktober verschieben. Trump reagierte damit auf ein Signal der Entspannung, das zuvor die Regierung in Peking ausgesendet hatte.

Entsprechend positiv dürfte dürfte auch der Dax in den heutigen Handel starten: Vorbörslichen Indikatoren zufolge liegt der deutsche Leitindex gegen 6.30 Uhr bei 12.438 Zähler, ein Plus von rund 80 Punkten.

Entscheidend für den weiteren Handelsverlauf dürften heutige Entscheidungen der Notenbanker sein. In Frankfurt könnte die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Sitzung ein „geldpolitisches Feuerwerk“ abbrennen. Zumindest erwartet das Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der niederländischen ING Bank in Deutschland. Als ausgemacht gilt eine Zinssenkung. Doch dabei allein dürfte es nicht bleiben.

1 – Vorgabe aus den USA

Spekulationen auf eine Annäherung im Zollstreit mit China haben Anleger am Mittwoch zum Einstieg in US-Aktien ermuntert. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent höher auf 27.137 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 1,1 Prozent auf 8169 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 legte 0,7 Prozent auf 3000 Punkte zu.

2 – Handel in Asien

Die Aktienkurse in Japan sind erneut gestiegen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Donnerstagmittag 0,9 Prozent fester bei 21.789 Punkten. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,7 Prozent auf 1595 Zähler und erreicht damit seinen höchsten Stand seit Anfang Mai diesen Jahres. Vor allem die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, die geplante Erhöhung von Zöllen auf chinesische Importe um zwei Wochen zu verschieben, trieb die Kurse.

3 – Trump verschiebt Anhebung von China-Strafzöllen

Die US-Regierung will die für Anfang Oktober angekündigte Anhebung der Strafzölle auf chinesische Importe im Umfang von 250 Milliarden US-Dollar um zwei Wochen auf Mitte Oktober verschieben. Auf Bitten des chinesischen Vize-Ministerpräsidenten Liu He und angesichts der Tatsache, dass die Volksrepublik am 1. Oktober ihr 70-jähriges Bestehen feiere, sei vereinbart worden, die geplante Anhebung der Zölle für diese Tranche vom 1. auf den 15. Oktober zu verschieben, teilte Trump mit. Auf Twitter schrieb er von einer „Geste des guten Willens“.

Trump reagierte damit auf ein Signal der Entspannung, das zuvor die Regierung in Peking ausgesendet hatte. China hatte eine Liste von US-Produkten vorgelegt, die von Strafzöllen ausgenommen werden sollen. Es geht um 16 Arten von Produkten, wie Chinas Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, darunter einige Medikamente, medizinische Ausrüstung und Chemikalien. Das Ministerium machte keine Angaben über das Volumen der Produkte. Weitere Ausnahmen würden geprüft.

4 – Weiteres Anti-Krisen-Paket der Europäischen Zentralbank erwartet

Europas Währungshüter sehen sich erneut zum Handeln gezwungen. Angesichts der weltweiten Konjunkturabkühlung und der Schwäche des Welthandels seien „signifikante geldpolitische Impulse“ notwendig, hatte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, bei der jüngsten Sitzung des EZB-Rates gesagt. An diesem Donnerstag könnte das oberste Entscheidungsgremium der Notenbank Taten folgen lassen. Die Beschlüsse der Sitzung in Frankfurt werden am Nachmittag um 13.45 Uhr veröffentlicht.

Diskutiert werden sowohl neue Anleihenkäufe als auch eine Verschärfung des Strafzinses für Gelder, die Banken bei der EZB parken. Derzeit werden dafür 0,4 Prozent Zinsen fällig – eine Milliardenbelastung für die Branche. Draghi hatte angedeutet, dass dieser negative Einlagensatz weiter ins Minus gesenkt werden könnte. Um Geldhäuser zu entlasten, wird über eine Staffelung nachgedacht.

Mit dem Strafzins will die Notenbank erreichen, dass Banken das viele billige Geld, das die EZB ihnen zur Verfügung stellt, an Unternehmen und Verbraucher weiterreichen, damit es in Investitionen und Konsum fließt. Das soll die Konjunktur anschieben und den Preisauftrieb verstärken. Denn die Inflation ist trotz einer seit Jahren expansiven Geldpolitik der EZB weit entfernt vom Ziel der Notenbank.

Die EZB strebt mittelfristig für den Euro-Raum eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2,0 Prozent an – weit genug entfernt von der Nullmarke. Dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise können Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das bremst die Wirtschaft.

5 – Oberverwaltungsgericht verhandelt über Dieselfahrverbot in Köln

Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht in Münster verhandelt am heutigen Donnerstag ab 10 Uhr über ein Dieselfahrverbot in Köln. Die Deutsche Umwelthilfe hatte in erster Instanz vor dem Kölner Verwaltungsgericht eine weiträumige Sperrzone für Dieselfahrzeuge durchgesetzt. Dagegen ist das Land Nordrhein-Westfalen in Berufung gegangen. Das Gericht will eine Entscheidung noch am Donnerstag verkünden.

Umgesetzt wurde das Fahrverbot bislang nicht. Auch der überarbeitete Luftreinhalteplan für die Millionenstadt, der am 1. April in Kraft getreten war, verzichtet auf diese Maßnahme. Die Luftverschmutzung soll mit anderem Mitteln gesenkt werden: So gilt seit dem vergangenen Monat in der Kölner Innenstadt ein Durchfahrverbot für Lastwagen, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen.

Die Luftverschmutzung in Köln ist seit langem deutlich zu hoch. Laut EU-Grenzwert dürfen es im Jahresmittel nur 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter sein, an einigen Stellen der Stadt wurden deutlich höhere Werte gemessen.

6 – Merkel eröffnet IAA - Konjunktursorgen und Kritik von Klimaschützern

Inmitten wachsender Konjunktursorgen bei Autoherstellern und -zulieferern wird die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt am heutigen Donnerstag um 10 Uhr von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eröffnet. Bei ihrem Rundgang über das Messegelände begleiten sie Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes. Es ist der erste von zwei Fachbesuchertagen, am Samstag kann dann auch das breite Publikum die Neuheiten auf der Automesse sehen.

Rund um die Ausstellung gibt es heftige Kritik von Klimaschützern. Diese werfen der Autoindustrie vor, den Wandel zu emissionsfreier Elektromobilität nicht entschlossen genug voranzutreiben und weiter vor allem auf klimaschädliche Stadtgeländewagen (SUVs) zu setzen. Die Stimmung ist zudem von einer sich eintrübenden Autokonjunktur geprägt. Zulieferer hatten an den beiden Pressetagen der Messe am Dienstag und Mittwoch berichtet, dass die Nachfrage nach klassischer Verbrennertechnik für Benzin- und Dieselmotoren teilweise zurückgehe.

Am Nachmittag wird Grünen-Chef Robert Habeck auf der IAA erwartet. Er soll dort an einer Diskussion mit Daimler-Chef Ola Källenius teilnehmen.

Termine Unternehmen

  • 07:00 Deutschland: Knorr-Bremse, Halbjahreszahlen
  • 07:30 Deutschland: Dermapharm Holding H1-Zahlen (detailliert)
  • 13:00 Deutschland: Lufthansa, Verkehrszahlen 08/19

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe

Termine Konjunktur

  • 01:50 Japan: Kernmaschinenaufträge 07/19
  • 01:50 Japan: Erzeugerpreise 08/19
  • 08:00 Deutschland: Verbraucherpreise 08/19 (endgültig)
  • 08:45 Frankreich: Verbraucherpreise 08/19 (endgültig)
  • 11:00 Europa: Industrieproduktion 07/19
  • 12:00 Irland: Verbraucherpreise 08/19
  • 13:00 Türkei: Türkische Zentralbank, Zinsentscheid
  • 13:45 Europa: EZB-Zinsentscheid (14.30 Uhr Pk mit EZB-Präsident Draghi)
  • 14:30 USA: Verbraucherpreise 08/19
  • 14:30 USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

Sonstige Termine

  • 09:00 Deutschland: 68. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) - Pkw (bis 22.9.) unter anderem Eröffnungsfeier um 10 Uhr mit Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU)
  • 09:00 Deutschland: Bilanz-Pk Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main zu den Entwicklungen verschiedener Kriminalitätsbereiche - unter anderem der Internet- und Wirtschaftskriminalität
  • 09:30 Luxemburg: EuGH urteilt über die Zulassung einer Gen-Sojabohne von Monsanto
  • 10:00 Deutschland: Vorstellung der Allensbach-Studie „Generation Mitte“, Berlin
  • Deutschland: Oberlandesgericht prüft Schadenersatz-Urteile gegen Porsche SE, Stuttgart
  • Deutschland: Bundestag - Fortsetzung Haushaltswoche, Berlin
  • Japan: Tokyo Game Show

Hinweis

  • Südkorea: Feiertag, Börse geschlossen

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