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Börse am 13. August Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Die Regierungskrise in Italien verunsichert weiter. An diesem Dienstag bestimmt der Senat den Tag des Misstrauensvotums. Deutsche Wohnen, Tui und Ceconomy legen Zahlen vor.
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Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse. Quelle: dpa
Handelssaal Frankfurt

Bulle und Bär, Symbol für steigende und fallende Kurse an der Börse.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Regierungskrise in Italien spitzt sich weiter zu. An diesem Dienstag entscheidet der Senat über das Datum des Misstrauensantrag gegen Premier Giuseppe Conte. Damit könnten Neuwahlen schneller als gedacht stattfinden – und weiter für Verunsicherung an den Märkten sorgen.

Der Berliner Mietendeckel hat die Wohnungswirtschaft verschreckt. Besonders betroffen ist die Deutsche Wohnen, die einen Großteil ihrer Immobilien in der Hauptstadt hat. Noch profitiert der Konzern von den steigenden Mieten dort, doch die Aussichten auf die neusten Zahlen sind getrübt.

Nach Berechnungen von Banken und Brokerhäusern wird der Dax an diesem Dienstag höher in den Handel starten. Am Montag hatte er etwas schwächer bei knapp 11.680 Punkten geschlossen.

1 – Vorgaben aus den USA

Die Furcht vor einer weltweiten Rezession als Folge des Handelskonflikts zwischen den USA und China hat Anlegern an der Wall Street zum Wochenauftakt die Stimmung vermiest. Auch der Dämpfer für den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri bei Vorwahlen bremste.

Sollten sich die USA und China nicht einigen, treten am 1. September neue Strafzölle in Kraft. „Ich denke nicht, dass der Handelskrieg in der nächsten Zeit zu Ende gehen wird, er könnte bis 2020 andauern“, sagte Ryan Nauman, Marktstratege bei Informa Financial Intelligence. „Es gibt nicht viel, woran sich die Investoren im Moment hängen können. Wir haben schlichtweg keine soliden Geschäftsergebnisse oder wirklich starken Konjunkturdaten außer am Arbeitsmarkt.“

Die US-Bank Goldman Sachs senkte ihre Prognose für das US-Wachstum zum Jahresende. Das Weltwirtschaftsklima des Münchner Ifo-Instituts trübte sich ebenfalls ein. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,5 Prozent tiefer auf 25.896 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 1,2 Prozent auf 2882 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 1,2 Prozent auf 7863 Punkte.

2 – Handel in Asien

Die Angst vor einer Ausweitung des chinesisch-amerikanischen Handelsstreits, die andauernden Proteste in Hongkong und der Crash des argentinischen Peso haben am Dienstag die Geschäfte an den Börsen in Asien und dem pazifischen Raum belastet.

Im frühen Handel gab der MSCI-Index für Aktien der Region – mit Ausnahme von Japan – um 0,4 Prozent nach. Der Nikkei in Tokio gab um 1,5 Prozent nach, nachdem der japanische Markt am Montag wegen eines Feiertags noch geschlossen war. Auch die wichtigsten Indizes in Hongkong und Singapur, wo die Regierung ihre Konjunkturprognose deutlich reduzierte, verloren.

3 – Italienischer Senat entscheidet über Tag des Misstrauensvotum

Die Fraktionsvorsitzenden der Abgeordnetenkammer wurden aus früher aus dem Urlaub zurückgerufen und für Dienstag zu einer Sitzung einberufen. Sie dürfen einen Termin bestimmen, an dem die Abgeordneten der Regierung das Misstrauen aussprechen können.

Derzeit stellt sich die Frage, ob die Regierung in Rom durch einen Rückzug der Koalitionspartei Lega gestürzt wird und Neuwahlen den bisherigen Vizeregierungschef Matteo Salvini zum möglichen neuen starken Mann in Italien machen. Premier Giuseppe Conte hat unlängst dazu aufgerufen, dies politisch zu verhindern – und ob es einem Innenminister zustehe, über das Schicksal einer Regierung zu entscheiden. Die Entwicklungen dürften auch von den Märkten genau verfolgt werden.

4 – Deutsche Wohnen legt Bilanz für das zweite Quartal vor

Wenn Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn an diesem Dienstag die Q2-Zahlen vorlegt, dann wird wahrscheinlich eine Frage alles andere in den Hintergrund drängen: Was heißt der vom Berliner Senat geplante Mietendeckel für das Geschäft von Deutsche Wohnen? Kein anderer Wohnungskonzern hat so viele Wohnungen in der Hauptstadt wie der MDax-Konzern: 116.000. Fast drei von vier Wohnungen des Portfolios entfallen auf Berlin.

Dieser Umstand hat dem Konzern in den vergangenen Jahren gute Ergebnisse beschert. Berlin boomt, die Wohnungsnachfrage ist deutlich höher als das Angebot, die Mieten steigen. Auch für das zweite Quartal erwarten Analysten daher erneut steigende Gewinne.

Allerdings ist der Ausblick getrübt. An der Börse hat der Mietendeckel längst seinen Schatten vorausgeworfen: Während die Konkurrenten Vonovia oder LEG sich über steigende Aktienkurse seit Jahresbeginn freuen können, ist der der Deutschen Wohnen um fast ein Fünftel eingebrochen.

5 – Tui präsentiert neue Zahlen

Der weltgrößte Reisekonzern gibt Einblicke in die neusten Zahlen. Erst an diesem Montag war bekannt geworden, dass Tui im Zuge der Neustrukturierung seines Pauschalreisegeschäfts seine Spezialreiseanbieter Berge & Meer und Boomerang Reisen verkauft. Für rund 100 Millionen Euro wechseln die beiden Reiseveranstalter an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft Genui.

Mit dem Verkauf verringert der Konzern seine Abhängigkeit vom traditionellen Veranstaltergeschäft. Tui setzt verstärkt auf eigene Hotels, Kreuzfahrten und Dienstleistungen. Damit will der Reisekonzern das Ertragswachstum wieder steigern. Im Februar hatte Tui-Chef Fritz Joussen eingestanden, dass anders als geplant der Ertrag 2019 nur auf dem Vorjahresniveau verharren werde.

6 - Bankenaktien auf Rekordtief

Auch am Dienstag dürften die Bankenaktien in Europa weiter unter Druck stehen. Am Montag hatten die Papiere der Commerzbank zeitweise mehr als vier Prozent auf 5,018 Euro verloren, zum Handelsschluss lag der Kurs bei 5,044 Euro nur knapp darüber. Auch die Aktien der Deutschen Bank zeigten wieder Schwäche und verloren am Dax-Ende rund fünfeinhalb Prozent. Börsianer begründeten die Schwäche mit den zunehmenden konjunkturellen Risiken und den niedrigen Kapitalmarktzinsen, die die Einnahmen der Geldhäuser belasten.

7 – Ceconomy öffnet die Bücher

Weil die Umsätze seit Jahren sinken, hat der neue Vorstandschef Jörn Werner dem Elektronikhändler mit den Ketten Media Markt und Saturn ein drastisches Sparprogramm verordnet: Rund 600 Verwaltungsstellen in Ingolstadt und München werden gestrichen. Ab dem Geschäftsjahr 2020/21 sollen so 110 bis 130 Millionen Euro gespart werden. In den aktuellen Zahlen von Ceconomy wird sich das noch nicht niederschlagen. Analysten erwarten im Schnitt für das dritte Quartal einen Verlust von 14 Cent pro Aktie.

Termine Unternehmen am 13. August

  • 07:00 Schweiz: Swiss Life Halbjahreszahlen (Call 11.00 h)
  • 07:00 Deutschland: Fraport Verkehrszahlen 07/19
  • 07:00 Deutschland: Deutsche Wohnen Halbjahreszahlen
  • 07:00 Deutschland: Ceconomy Q3-Zahlen (Call 10.30 h)
  • 07:00 Deutschland: Cewe Stiftung Q2-Zahlen
  • 07:00 Deutschland: Grammer Halbjahreszahlen
  • 07:00 Deutschland: Aareal Bank Halbjahreszahlen
  • 07:00 Luxemburg: Corestate Capital Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: Scout24 Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: HelloFresh Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: Westwing Group Halbjahreszahlen
  • 07:30 Deutschland: Sixt SE Q2-Zahlen
  • 07:30 Deutschland: New Work (Xing) Q2-Zahlen
  • 07:45 Deutschland: Eckert & Ziegler Q2-Zahlen (endgültig)
  • 08:00 Deutschland: Henkel Q2-Zahlen (Call 10.30 h)
  • 08:00 Deutschland: Tui Q3-Zahlen (Call 9.15 h)
  • 13:00 Deutschland: Lufthansa AG Verkehrszahlen 7/19

Termine Unternehmen am 13. August (ohne Zeitangabe)

  • Österreich: Wienerberger Q2-Zahlen
  • Deutschland: Salzgitter Analysten Konferenz, London
  • Deutschland: Berentzen Gruppe Q2-Zahlen
  • Deutschland: Leifheit Halbjahreszahlen
  • Deutschland: Wüstenrot & Württembergische Q2-Zahlen
  • Deutschland: Indus Holding Q2-Zahlen (endgültig)
  • Niederlande: Steinhoff Investorentag

Termine Konjunktur am 13. August

  • 01:50 Japan: Erzeugerpreise 07/19
  • 08:00 Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 07/19 (vorläufig)
  • 08:00 Deutschland: Verbraucherpreise 07/19 (endgültig)
  • 09:00 Spanien: Verbraucherpreise 07/19 (endgültig)
  • 10:30 Großbritannien: Arbeitslosenzahlen 06/19
  • 11:00 Deutschland: ZEW-Umfrage 08/19
  • 14:30 USA: Verbraucherpreise 07/19

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