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Dax-Kurve

Die Hoffnung auf eine Entschärfung der beiden Dauer-Krisen Zollstreit und Brexit verhalf dem Dax zu einem Kursplus von insgesamt gut vier Prozent.

(Foto: dpa)

Börse am 14. Januar Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Die US-Bank Citigroup sowie der Autozulieferer Continental legen Zahlen vor. Die Detroiter Autoshow öffnet, doch die Stimmung in der Autobranche ist gedämpft.
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Düsseldorf, New York Kann das deutsche Börsenbarometer am heutigen Montag die psychologisch wichtige Marke von 11.000 Punkten knacken? Zum Börsenstart vermutlich nicht, denn auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax vorbörslich bei 10.820 Zählern und damit deutlich unter dem Schlusskurs der Vorwoche.

Am Freitag ging der Dax mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 10.887 Zählern aus dem Handel.  Im Fokus stehen heute zwei wichtige Branchen: Die Automobilbranche aufgrund der Detroiter Motorshow und die Finanzwerte, weil die Citigroup als erste US-Bank Zahlen vorlegt.

1 – Vorgaben aus den USA

Die US-Aktienmärkte haben die letzte Handelswoche weitgehend stabil beendet. Der andauernde Regierungsstillstand in den USA hatte die Kurse etwas belastet. Ein heftiger Haushaltsstreit zwischen US-Präsident Donald Trump und den oppositionellen Demokraten legt seit nunmehr fast drei Wochen Teile der Administration lahm. Bislang ist keine Einigung in Sicht. Auch eine Lösung im Handelsstreit mit China lässt auf sich warten.

Der Dow Jones Industrial schloss am Freitag mit einem Minus von 0,02 Prozent bei 23.995,95 Punkten, nachdem er am Vortag erstmals seit rund drei Wochen die Marke von 24.000 Punkten knapp übersprungen hatte. Auf Wochensicht ergab sich für den US-Leitindex ein Gewinn von fast zweieinhalb Prozent. Der marktbreite S&P 500 sank am Freitag um 0,01 Prozent auf 2596,26 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor 0,30 Prozent auf 6601,39 Punkte.

2 – Die Detroiter Autoshow läutet das Verkaufsjahr der Autobranche ein

Das große Schaulaufen, bei dem sich die Hersteller sonst mit aufwendigen Produktpräsentationen überboten und ihre Manager ins Rampenlicht stellten, droht allerdings in diesem Jahr ein Trauerspiel zu werden.

Zu feiern gibt es ohnehin nicht viel – der Boom auf dem US-Markt ist vorbei, der Ausblick von Konjunktur- und Zollsorgen getrübt. Noch kritischer als um die Industrie insgesamt ist es jedoch um das Event selbst bestellt. Die Messe kämpft ums Überleben.

Der Niedergang des Treffens in der US-Autometropole ist nicht von der Hand zu weisen. Etliche große Hersteller – darunter BMW, Mercedes, Audi und Porsche – bleiben diesmal fern. Seit einigen Jahren stellt die kurz vorher in Las Vegas stattfindende Elektronik-Messe CES Detroit zunehmend in den Schatten.

3 – US-Bank Citigroup legt Zahlen vor

Als erste der Wall-Street-Banken berichtet das Finanzinstitut am Montag über die Geschäfte im letzten Quartal des Jahres. Im Sommerquartal war der Gewinn im Jahresvergleich kräftig um zwölf Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar gestiegen. Dem Aktienkurs hat das wenig genützt.

Das schwierige Marktumfeld setzte den Anteilsscheinen der Bank deutlich zu, die Papiere büßten auf Jahressicht annähernd ein Viertel ihres Wertes ein. Seit Jahresanfang geht es wieder bergauf, der Aktienkurs lag zuletzt etwa sechs Prozent im Plus. Am Dienstag geht es weiter mit Zahlen von JP  Morgan, am Mittwoch folgen Goldman Sachs und am Donnerstag Morgan Stanley.

4 – Continental präsentiert vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2018

Der Autozulieferer hatte im vergangenen Jahr gleich zwei Mal seine Gewinnprognose kassiert. Auch hinter das Umsatzziel von 44,5 Milliarden Euro hatte der Dax-Konzern zuletzt ein Fragezeichen gesetzt. Continental machen vor allem die Turbulenzen auf den globalen Automärkten zu schaffen. In China wurden wegen des Handelskonflikts mit den USA weniger Autos verkauft. In Europa machten die neuen WLTP-Abgasnormen der Branche große Probleme.

5 – Der Energiekonzern OMV aus Österreich legt Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2018 vor

OMV-Chef Rainer Seele hat sich dabei selbst unter Erfolgsdruck gesetzt: „Wir erwarten eine weitere Produktionssteigerung, insbesondere im vierten Quartal“, hatte der Manager Mitte des vergangenen Jahres versprochen. Die OMV hat derzeit mehrere Baustellen offen, darunter in Rumänien, wo die „Entwicklung zurzeit nicht sehr erfreulich“ sei. Die OMV-Tochter Petrom will im Schwarzen Meer Gas fördern und dieses Gas dann auch exportieren dürfen – da legt sich bisher aber die Politik quer. Politischen Ärger gibt es auch beim umstrittenen Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2, an dem die Österreicher beteiligt sind. Die USA machen massiv Front gegen das Vorhaben und drohen den beteiligten Unternehmen ganz offen mit Sanktionen. OMV pflegt seit mehr als 50 Jahren eine enge Partnerschaft mit Gazprom, dem weltgrößten Gaslieferanten aus Russland.

Termine Unternehmen am 14. Januar

08:00 Uhr, Österreich: OMV Q4-Zahlen

08:30 Uhr, Deutschland: Continental vorläufige Jahreszahlen

14:00 Uhr, USA: Citigroup Q4-Zahlen

Termine Konjunktur 14. Januar

Großbritannien: Debatte über das Brexit-Abkommen im britischen Parlament

08:00 Uhr, Deutschland: Großhandelspreise 12/18

11:00 Uhr, EU: Industrieproduktion 11/18

Sonstige Termine

USA: North American International Auto Show, Pressetage, Detroit (bis 15.1.)

Hinweis

Japan: Feiertag, Börse geschlossen

Quelle Termine: dpa-AFX, Hervorhebung durch Handelsblatt-Redaktion

Mit Agenturmaterial.

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