Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Dax-Kurve

Die Dax-Tafel an der Frankfurter Börse hält den Kursstand fest.

(Foto: dpa)

Börse am 15. Januar Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Trotz schwacher Vorgaben aus den USA: Der Dax dürfte freundlich in den Handelstag starten und wieder die Marke von 11.000 Punkten ins Visier nehmen.
Kommentieren

Düsseldorf, New YorkZu Beginn der neuen Handelswoche hat der Dax Widerstandswillen gezeigt – doch zur Wende reichte es nicht: Nachdem der deutsche Leitindex schwach in den Handel gestartet war und im Vormittagshandel 0,6 Prozent verloren hatte, notierte der Dax zum Handelsschluss bei 10.856 Punkten, was einem Minus von 0,3 Prozent entsprach. Vor dem Börsenstart sieht es freundlich aus: Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax gegen 6.25 Uhr bei 10.936 Zählern und damit 70 Punkte über dem Schluss des gestrigen Handelstages.

1 – Vorgaben aus den USA

Chinas konjunkturelle Schwäche belastete zum Wochenstart auch die US-Aktienmärkte. „Diese Daten beweisen, welch starken negativen Effekt der Handelsstreit auf die chinesische und vielleicht auch die Weltwirtschaft hat“, sagte Stephen Innes, Chef-Händler für den asiatisch-pazifischen Raum beim Broker Oanda.

Die Angst vor eine globalen Abschwächung der Konjunkturdynamik könnte indes für Bewegung im US-chinesischen Zollstreit sorgen: So rechnet Argonaut-Analystin Helen Lau damit, dass aufgrund der aktuellen Situation eine baldige Einigung zwischen den beiden Ländern wahrscheinlicher wird.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent tiefer auf 23.909 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,5 Prozent auf 2582 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,9 Prozent auf 6905 Punkte.

2 – Vorgaben aus Asien

Die Tokioter Börse hat am Dienstag zugelegt. Ermutigt habe die Anleger, dass die Regierung in China weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur in Aussicht gestellt habe, sagten Händler. Zudem habe ein schwächerer Yen Exportwerten Auftrieb verliehen. Nach dem Feiertag in Japan am Montag sei damit ein guter Start in die Woche gelungen.

Die chinesische Führung will sich mit größeren Steuer- und Abgabensenkungen gegen die Konjunkturabkühlung stemmen, wie das Finanzministerium in Peking am Dienstag mitteilte. Vor allem kleinere Firmen und Industrieunternehmen sollten damit entlastet werden. Dies könne über Änderungen an der Mehrwert- und der Einkommenssteuer geschehen.

Zugleich sollen allerdings die staatlichen Ausgaben um mehr als fünf Prozent gesenkt werden. Wo gespart werden soll, erläuterte das Ministerium nicht. Die Zentralbank kündigte an, die Banken zu einer stärkeren Kreditvergabe an kleinere Unternehmen zu ermutigen.

Der Leitindex Nikkei der 225 führenden Werte stieg bis zum Mittag um 0,9 Prozent auf 20.544 Punkte und erreichte den höchsten Stand seit dreieinhalb Wochen. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gewann 0,6 Prozent. Der chinesische Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen legte ebenfalls 0,6 Prozent zu.

3 – Wie hat sich Deutschlands Wirtschaftsleistung 2018 entwickelt?

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht an diesem Dienstag Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland im vergangenen Jahr. Besonders interessieren sich Konjunkturexperten für die erstmals veröffentlichte Wachstumsrate im vierten Quartal: Ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erneut geschrumpft oder doch minimal gewachsen?

Für das dritte Quartal hatten die Statistiker eine Rate von minus 0,2 Prozent ermittelt. Sollte die Wirtschaft im Schlussquartal ebenfalls geschrumpft sein, befände sich Deutschland in einer „technischen Rezession“ – wie zum Jahreswechsel 2012/13, als das BIP ebenfalls in zwei Quartalen hintereinander schrumpfte, dann aber wieder kräftig zulegte. Frühindikatoren hatten in den letzten Wochen für Oktober und November überaus schwache Zahlen aus der Exportwirtschaft gemeldet, während die Binnenkonjunktur kräftig blieb.

4 – Britisches Parlament stimmt über Brexit-Deal ab

Das britische Parlament soll am Dienstag über das mit Brüssel ausgehandelte Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May abstimmen. Trotz neuer Zusicherungen aus Brüssel werden der Regierungschefin kaum Chancen eingeräumt, eine Mehrheit für ihren Deal zu bekommen.

Zu groß ist der Widerstand dagegen. Etwa 100 Abgeordnete ihrer eigenen Partei haben sich bereits gegen das Abkommen ausgesprochen. Auch die nordirische Protestantenpartei DUP, von deren Stimmen Mays Minderheitsregierung abhängt, will gegen den Austrittsvertrag votieren. Die Oppositionsparteien wollen geschlossen gegen Mays Deal stimmen. Labour-Chef Jeremy Corbyn kündigte im Fall einer Niederlage Mays ein Misstrauensvotum im Parlament an.

5 – JP Morgan veröffentlicht Quartalszahlen

Konzernchef Jamie Dimon gab sich noch vergangene Woche optimistisch. „Mehr Leute arbeiten, die Löhne steigen, die Haushalte sind in guter Verfassung“, sagte der Banker im Interview mit „Fox Business News“. Auch die Ausfallraten bei den Kreditkarten seien gering. Laut Factset wird der Gewinn pro Aktie der Bank um 26 Prozent auf 2,21 Dollar steigen. Bei den Erträgen wird ein Plus von fünf Prozent auf 26,9 Milliarden Dollar erwartet.

Der Vorteil der Universalbanken gegenüber den Investmentbanken: Das Kreditgeschäft ist Analysten zufolge weiter robust. Mit einem geschätzten Kreditwachstum von 4,7 Prozent könnte das vierte Quartal das beste des Jahres 2018 gewesen sein. Auch Wells Fargo präsentiert an diesem Dienstag seine Zahlen fürs vierte Quartal.

6 – Warnstreiks an acht deutschen Flughäfen

Zehntausende Fluggäste müssen an diesem Dienstag gegen ihren Willen am Boden bleiben: An mehreren deutschen Flughäfen streikt das Sicherheitspersonal, um ihrer Forderung nach steigenden Löhnen und einer bundesweit einheitlichen Bezahlung Nachdruck zu verleihen.

Begonnen hat der Warnstreiktag der Gewerkschaft Verdi um Mitternacht an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Bremen, wo das Sicherheitspersonal den ganzen Tag nicht arbeiten wird. Um 2.00 Uhr begann ein Warnstreik am größten deutschen Airport in Frankfurt/Main, an dem etwa 5000 Mitarbeiter beteiligt sind, die dort für die Kontrolle von Passagieren und Fracht zuständig sind. Bis 20.00 Uhr soll der Streik an Deutschlands größtem Flughafen gehen.

An dem Arbeitskampf beteiligen wollen sich zudem Beschäftigte an den Flughäfen Dresden, München, Leipzig/Halle und Erfurt. Hunderte Flüge werden ausfallen, der Flughafenverband ADV erwartet, dass mindestens 220.000 Passagiere betroffen sein werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass sich die Entwicklung auf börsennotierte Flughafenbetreiber und Airlines auswirkt.

Termine Unternehmen am 15. Januar

07:00 Uhr, Schweiz: Lindt & Sprüngli Q4 Umsatz
11:55 Uhr, USA: UnitedHealth Q4-Zahlen
18:00 Uhr, Deutschland: Deutsche Bank Neujahrsempfang mit CEO Sewing, Berlin
22:15 Uhr, USA: United Continental Holidngs Q4-Zahlen
Frankreich: PSA Absatz 2018

Termine Konjunktur 15. Januar

Uhr, Deutschland: Bundeswirtschaftsministerium Monatsbericht 01/19
07:00 Uhr, Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 12/18 (vorläufig)
08:45 Uhr, Frankreich: Verbraucherpreise 12/18 (endgültig)
09:00 Uhr, Spanien: Verbraucherpreise 12/18 (endgültig)
10:00 Uhr, Polen: Verbraucherpreise 12/18 (endgültig)
10:00 Uhr, Deutschland: Pk zum BIP Jahr 2018 (Maastricht-Quote)
11:00 Uhr, EU: Handelsbilanz 11/18

11:00 Uhr, Deutschland: Beratungsgesellschaft Ernst & Young (E&Y) stellt Agribusiness-Report 2019 vor
12:00 Uhr, Irland: Verbraucherpreise 12/18
14:30 Uhr, USA: Empire State Index 01/19
14:30 Uhr, USA: Erzeugerpreise 12/18
15:00 Uhr, Belgien: Handelsbilanz 11/18
15:30 Uhr, USA: Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkari, hält eine Rede
19:00 Uhr, USA: Fed-Präsidentin von Kansas, Esther George, hält eine Rede
19:00 Uhr, USA: Fed-Präsident von Dallas, Robert Kaplan, hält eine Rede
19:30 Uhr, Deutschland: Neujahrsempfang der Finanzaufsicht Bafin, Frankfurt
USA: North American International Auto Show, Pressetage, Detroit

Quelle Termine: dpa-AFX, Hervorhebung durch Handelsblatt-Redaktion

Mit Agenturmaterial.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Börse am 15. Januar - Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

0 Kommentare zu "Börse am 15. Januar: Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%