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Börse am 16. Januar Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der gescheiterte Brexit-Deal, frische Quartalszahlen und ein neuer Bericht über die Lage der Weltwirtschaft werden Anleger heute umtreiben.
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Dax aktuell: Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind Quelle: dpa
Dax-Kurve

Der Dax schloss am Vortag 1,5 Prozent im Plus.

(Foto: dpa)

DüsseldorfMiese Stimmung in London heißt nicht gleich miese Stimmung an der Börse. Theresa May hat in der Abstimmung über den Brexit-Deal zwar eine herbe Niederlage erlebt, aber für den Dax könnte es heute dennoch bergauf gehen.

Die Vorzeichen sind gut: Der Dax hat am Dienstag bei 10.995 Punkten auf einem Jahreshoch eröffnet und schloss mit 10.891 Punkten 0,33 Prozent höher als am Montag. Bei Brokern, die den Dax vorbörslich handeln, notiert der Leitindex am Mittwochvormittag ebenfalls leicht im Plus.

1 – Parlament hat über Brexit-Deal abgestimmt

Eine deutliche Mehrheit im Unterhaus hat den Brexit-Deal der britischen Premierministerin Theresa May mit der EU abgelehnt. Um 230 Stimmen verfehlte sie die Mehrheit bei der Abstimmung. Damit übertraf sie selbst die düstersten Prognosen. Hierauf könnte der Dax zum Handelsauftakt reagieren. Ob und wie Reaktionen ausfallen, bleibt allerdings abzuwarten. Denn eine Niederlage Mays war an den Märkten bereits erwartet worden und könnte bereits eingepreist sein. Mit einer derart deutlichen Niederlage hatten die meisten Anleger zwar vermutlich nicht gerechnet. Doch die Richtung der Erwartungen stimmt. Vorbörslich notiert der Dax sogar etwas höher - was nicht für großen Unmut an der Börse spricht.

2 – Vorgaben aus den USA

Ein neues Konjunkturprogramm Chinas hat am Dienstag die US-Börsen gestützt. Die Regierung in Peking plant, mit Steuer- und Abgabesenkungen die Wirtschaft anzukurbeln. Die Anleger an der Wall Street nahmen dies positiv auf. Zuversicht verbreiteten auch optimistische Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Zollstreit mit dem Land. Vom Brexit-Votum in London zeigten sich die Börsianer in Übersee kaum beeindruckt.

Bei den Einzelwerten blickten die Anleger vor allem auf die Bankenbranche. JP Morgan konnte seinen Rekordlauf mit einem Gewinn im viertel Quartal von 7,1 Milliarden Dollar zwar fortsetzen. Die Erlöse betrugen im selben Zeitraum 26,1 Milliarden Dollar. Experten hatten allerdings mehr erwartet. Nach einem schwachen Auftakt drehten die Aktien der Bank 0,7 Prozent ins Plus. Die Aktien von Wells Fargo fielen um mehr als 1,5 Prozent, weil bei dem Geldhaus m abgelaufenen Quartal Einnahmen und Gewinn schrumpften.

Die US-Börsen haben am Dienstag im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,7 Prozent auf 24.065 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 1,1 Prozent auf 2.610 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,7 Prozent auf 7.023 Punkte.

3 – Vorgaben aus Asien

An der Börse in Tokio hat die Absage an den Brexit-Deal im britischen Unterhaus für Unsicherheit gesorgt. Händler verweisen zudem auf Gewinnmitnahmen. Der Leitindex Nikkei fiel bis zum Mittag um knapp ein Prozent auf 20.351 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,7 Prozent auf 1532 Zähler.

Am Devisenmarkt in Fernost konnte das britische Pfund seine Gewinne vom Vorabend weitgehend behaupten, als es nach der Ablehnung des Brexit-Deals um einen US-Cent auf über 1,28 Dollar nach oben schnellte. Der Euro notierte leicht schwächer bei 1,1400 Dollar.

4 – Goldman Sachs und Bank of America legen Zahlen vor

Das Wall-Street-Haus leidet zum einen unter den Folgen des Bestechungsskandals um den malaysischen Staatsfonds 1MDB. Zudem sind die Erträge aus Anleihe- und Aktienemissionen für alle Großbanken zurückgegangen.

Bei Goldman Sachs könnten daher zum ersten Mal seit zehn Jahren die Erträge im Beratungsgeschäft die aus dem Handel mit festverzinslichen Wertpapieren übertreffen. Analysten erwarten einen Gewinn pro Aktie von 4,40 Dollar – 22 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Erträge sollen den Berechnungen der Investmentbank KBW zufolge um drei Prozent auf 7,6 Milliarden Dollar zurückgegangen sein.

Neben Goldman Sachs veröffentlicht an diesem Mittwoch auch die Bank of America Daten fürs vierte Quartal. CEO Brian Moynihan hat hat sich bereits im Vorfeld positiv zu der Lage der US-Wirtschaft und den amerikanischen Verbrauchern geäußert.

Die Ausfallraten bei Krediten sind branchenweit nach wie vor gering. Zudem profitiert seine Bank weiter von den Steuererleichterungen, die US-Präsident Donald Trump Ende 2017 verabschiedet hat. Daher gehen Analysten von einem Gewinnsprung auf 63 Cent pro Aktie aus. Auch die Erträge dürften, so die Erwartungen, zugelegt haben, und zwar um neun Prozent auf 22,2 Milliarden Dollar.

Schwächen könnte es dagegen beim Investmentbanking geben, wie Moynihan einräumte. Das Institut sei zu vorsichtig geworden und werde in diesem Jahr aggressiver um mittelgroße Deals kämpfen müssen.

5 – Weltwirtschaftsforum präsentiert „Global Risk Report 2019“

Kurz vor dem Treffen in Davos präsentiert das World Economic Forum an diesem Mittwoch seinen neuesten Report mit Warnungen vor aktuellen Bedrohungen für die Welt. Die Analyse basiert auf der Befragung von rund 1 000 Risikoexperten in Wirtschaft und Politik.

Die Lage dürfte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum entspannt haben. Vor einem Jahr rechneten fast 60 Prozent der Befragten damit, dass die globalen Risiken weiter wachsen würden, lediglich sieben Prozent glaubten an eine Entspannung der Lage.

6 – Autoherstellerverband verkündet Zulassungszahlen

Der europäische Herstellerverband ACEA berichtet an diesem Mittwoch über die Entwicklung der Pkw-Neuzulassungen in Europa. Mit Spannung darf erwartet werden, ob die Neuzulassungen – wie in den Monaten zuvor – weiter deutlich rückläufig sind.

Nach starken Einbrüchen wegen des neuen Fahrzeugtestverfahrens WLTP (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure), das seit dem 1. September für neu zugelassene Pkws gilt, waren die Zulassungszahlen im Vorfeld stark gestiegen, um ab September einzubrechen.

Nach einem Minus von 23,5 Prozent im September, standen für Oktober und November 7,3 beziehungsweise 8 Prozent niedrigere Zulassungen in Europa zu Buche. In Deutschland betrug das Minus im November sogar 9,9 Prozent. Aufs bisherige Jahr gerechnet liegen die Neuzulassungen europaweit daher nur mit 0,6 Prozent und in Deutschland noch mit 0,4 Prozent im Plus.

7 – Tsipras stellt Vertrauensfrage

Das griechische Parlament wird am Mittwochabend über die Vertrauensfrage des linken Ministerpräsidenten abstimmen. Schon am Dienstag wurde erbittert debattiert. Oppositionspolitiker forderten den Premier auf, sofort Neuwahlen auszurufen.

Streit entzündete sich vor allem an dem Namenskompromiss, den Tsipras mit Mazedonien geschlossen hat. Das Nachbarland soll künftig Nord-Mazedonien heißen – griechische Konservative und Nationalisten sind strikt dagegen, weil eine nordgriechische Provinz den Namen Mazedonien trägt.

Wegen des Namensstreits war am Sonntag der griechische Verteidigungsminister und Koalitionspartner von Tsipras, Panos Kammenos, zurückgetreten, so dass Tsipras sich zur Vertrauensfrage genötigt sah. Er braucht mindestens sechs zusätzliche Abgeordnete, die ihn unterstützen, um im 300-köpfigen Parlament eine Mehrheit von 151 Sitzen zu haben. Politische Beobachter in Griechenland gehen davon aus, dass ihm das gelingt.

Termine Unternehmen am 16. Januar

08:30 Schweiz: Swiss Life Asset Management Pk Ausblick 2019, Zürich

10:30 Deutschland: Schott AG Jahreszahlen 2017/18

12:30 USA: Bank of New York Mellon Q4-Zahlen

12:45 USA: PNC Financial Services Q4-Zahlen

22:10 USA: Alcoa Q4-Zahlen

Deutschland: Warnstreiks beim Kraftwerksbetreiber Uniper geplant

USA: Blackrock Q4-Zahlen

USA: Charles Schwab Q4-Zahlen

USA: US Bancorp Q4-Zahlen

USA: Commerzbank German Investment Seminar (letzter Tag) u.a. mit

Axel Springer, ProSiebenSat.1, Hugo Boss, Rheinmetall

Termine Konjunktur 16. Januar

00:50 Japan: Kernmaschinenaufträge 11/18

00:50 Japan: Erzeugerpreise 12/18

08:00 Deutschland: Verbraucherpreise 12/18 (endgültig)

08:00 EU: Acea Pkw-Neuzulassungen 12/18

10:00 Schweiz: Weltwirtschaftsforum stellt seinen „Global Risk Report 2019“ vor

10:30 Großbritannien: Verbraucherpreise 12/18

10:30 Großbritannien: Erzeugerpreise 12/18

11:30 Deutschland: Anleihe, Laufzeit: 30 Jahre, Volumen: 1,5 Milliarden Euro

12:00 Türkei: Türkische Zentralbank Zinsentscheid

14:30 USA: Einzelhandelsumsatz 12/18

14:30 USA: Im- und Exportpreise 12/18

16:00 USA: Lagerbestände 11/18

16:00 USA: NAHB-Index 01/19

16:30 USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)

20:00 USA: Beige Book

08:30 Frankreich: Plenarsitzung des Europäischen Parlaments, Straßburg

09:00 Russland: Russischer Außenminister Sergej Lawrow stellt bei Jahres-Pk seine Sicht auf internationale Lage dar

09:30 Luxemburg: EuGH-Urteil darüber, ob die EU-Kommission die Fusion der Paketdienste UPS und TNT zu Recht verboten hat

09:30 Deutschland: Verhandlung über Widerspruch von Prevent gegen von VW erwirkten Pfändungsbeschluss, Braunschweig

10:00 Deutschland: Pressekonferenz der Beratungsfirma EY zum Immobilien-Investmentmarkt 2019

10:30 Deutschland: Pressegespräch „DIW Managerinnen-Barometer 2019“, Berlin

11:00 Deutschland: Pressekonferenz des Aktieninstituts und der Börse Stuttgart zur Studie „Mehr Aktionäre in Deutschland – Gleichgültigkeit und Missverständnisse überwinden“

Deutschland: Pressekonferenz des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) zur weiteren Massenklage gegen das Lkw-Kartell

12:00 Frankreich: Nach Glyphosat-Streit: EU-Parlament stimmt über striktere Regeln für Pestizid-Zulassungen ab

Deutschland: Erster Pressetag zur Internationalen Grünen Woche 2019, Berlin

Quelle Termine: dpa-AFX, Hervorhebung durch Handelsblatt-Redaktion

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