Dax-Kurve

Auch in dieser Woche dürfte die türkische Währungskrise die Finanzmärkte beschäftigen.

(Foto: dpa)

Börse am 20. August 7 Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax dürfte am Morgen leicht verbessert starten. Der Fokus liegt heute auf einem Treffen zur Beilegung des Handelsstreits zwischen EU und USA.
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FrankfurtAm Freitag hatte der Dax zum Wochenschluss verloren. Nach einem kaum veränderten Start bei 12.234 Punkten drehte der deutsche Leitindex im Laufe des Tages ins Minus. Zum Ende verlor er 0,2 Prozent und lag bei 12.210 Punkten. Die Anleger zeigten sich durch die Währungskrise in der Türkei verunsichert: Der Kurs der türkischen Lira fiel zwischenzeitlich um bis zu acht Prozent.

Damit ist klar: Die Erholung der türkischen Währung am Mittwoch und Donnerstag war nur von kurzer Dauer. Auch in der kommenden Woche dürfte die Türkei die Märkte beschäftigen. Dass die türkischen Börsen wegen des islamischen Opferfestes geschlossen bleiben, dürfte allenfalls etwas Zeit verschaffen. Ruhe wird bei den Investoren aber kaum einkehren.

Am Montag dürfte der Dax nur leicht verbessert starten. Der deutsche Leitindex notierte beim Online-Broker IG Markets vorbörslich bei 12.236 Punkten.

1 – Vorgabe aus den USA

Der Dow Jones Industrial hatte am Freitag 0,43 Prozent höher bei 25.669 Punkten geschlossen. Die US-Anleger verarbeiteten dabei einige Bilanzen und Geschäftsaussagen von Konzernen. So gerieten einmal mehr die Technologiewerte in den Mittelpunkt.

Enttäuschende Ausblicke des Grafikkarten-Spezialisten Nvidia und des Halbleiterindustrie-Ausrüsters Applied Materials hatten bereits in den Handelssitzungen in Asien und Europa Sorgen um den Chip-Boom geschürt und die Kurse einiger Branchengrößen abwärts geschickt. Die Anteilsscheine des Computerkonzerns Apple setzten ihre jüngste Rekordjagd fort und stiegen um 2 Prozent.

An der Dow-Spitze verteuerten sich die konjunktursensiblen Aktien des Baumaschinenherstellers Caterpillar um 2,26 Prozent.

Der breiter gefasste S&P 500 gewann am Freitag 0,33 Prozent dazu und schloss bei 2850 Punkten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,04 Prozent auf 7377 Punkte vor.

2 – Handel in Asien

Der Handel am japanischen Aktienmarkt startete mit Verlusten in die Woche. Auf die Stimmung drückten vor allem Chipwerte. Aber auch Unternehmen wie Toyota oder Panasonic verloren im Vormittagshandel am Montag an Wert. Toyota gab ein Prozent ab, Panasonic 1,4 Prozent. Im Verlauf der Woche dürfte angesichts angekündigter Verhandlungen der Handelsstreit zwischen den USA und China in den Fokus der Investoren rücken.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index fiel um 0,2 Prozent auf 22.230 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent auf 1691 Zähler. Ein Euro wurde in Fernost mit 1,1426 Dollar gehandelt, leicht im Minus gegenüber dem späten New Yorker Handel am Freitag. Der Dollar wurde mit 110,52 Yen bewertet.

3 – Griechenland verlässt Rettungsschirm

Fast ein Jahrzehnt lastete Griechenlands Finanz-Drama auf Europa. Der Zusammenbruch des Euro oder ein Austritt aus der Gemeinschaftswährung schienen denkbar. Seit 2010 hat das hochverschuldete Land fast 290 Milliarden Euro an Finanzhilfen bekommen – im Gegenzug für harte Spar- und Reformmaßnahmen.

Jetzt verlässt Athen den Rettungsschirm. Am heutigen Montag endet das dritte und letzte ESM-Kreditprogramm. Danach muss Athen sich nach Jahren der Sparprogramme und internationalen Hilfskredite wieder selbst finanzieren.

4 – Treffen der Handelsberater von EU-Kommissionspräsident Juncker und US-Präsident Trump

Thema des Treffens ist die Umsetzung der Vereinbarungen zur Beilegung des Handelsstreits zwischen der EU und den USA. Ende Juli gelang es EU-Kommissionspräsident Juncker doch noch, den US-Präsidenten von einem harten Kurs im Handelsstreit abzubringen. Doch nicht alle Europäer zeigten sich mit den Ergebnissen zufrieden. So verlangte die französische Regierung noch Klarstellungen: „Wir wollen keine Verhandlungen über ein großes Handelsabkommen beginnen, dessen Grenzen man bei TTIP gesehen hat“, sagte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire.

5 – Bundesbank und Bundesfinanzministerium veröffentlichen Monatsberichte

Sowohl die Bundesbank als auch das Finanzministerium legen am Montag ihre Monatsberichte für den August vor. Die Berichte äußern sich über Konjunkturentwicklung und geldpolitische Themen, sowie auch zu den Bundes- und den Länderhaushalten.

6 – Jahrestreffen der Central Bank Research Association (CEBRA)

Raphael Bostic, Präsident der Federal Reserve von Atlanta, spricht bei einem Kamingespräch mit der Handelskammer von Johnson City, Kingsport und Bristol über die wirtschaftlichen Aussichten in den USA.

7 – BHP Billiton

Der Bergbaukonzern öffnet am Montag als einer der Nachzügler seine Bücher und legt seine Bilanzen vor. Zuletzt sank der Aktienkurs um rund 0,16 Prozent auf 2,60 Pfund Sterling.

Termine Konjunktur am 20. August

8 Uhr: Statistisches Bundesamt veröffentlicht den Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte für Juli 2018
12 Uhr: Deutsche Bundesbank veröffentlicht ihren Monatsbericht

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