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Börse am 20. Juni Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Nach dem Zinsentscheid der Fed stehen am Donnerstag weitere Notenbanken im Blickpunkt. Zudem startet die Bürochat-App Slack an der New Yorker Börse.
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Am deutschen Aktienmarkt hatten die Kurse am Mittwoch leicht nachgegeben. Quelle: Bloomberg
Börsentafel in Frankfurt

Am deutschen Aktienmarkt hatten die Kurse am Mittwoch leicht nachgegeben.

(Foto: Bloomberg)

DüsseldorfObwohl in mehreren Bundesländern der Fronleichnam gesetzlicher Feiertag ist, wird an der deutschen Börse am Donnerstag gehandelt. Die Blicke dürften dabei vor allem ins Ausland gehen.

Die US-Notenbank Federal Reserve beließ am Mittwochabend zwar die Leitzinsen unverändert, deutete aber mögliche Senkungen in der zweiten Jahreshälfte an. An den Märkten wird nun bereits für Juli mit einer Kappung des Leitzins gerechnet.

Am deutschen Aktienmarkt hatten die Kurse am Mittwoch leicht nachgegeben. Nach dem am Vortag erreichten Sechswochenhoch im Dax hielten die Anleger vor dem Leitzinsentscheid der Fed zunächst die Füße still. Der deutsche Leitindex ging mit einem Minus von 0,19 Prozent bei 12 308,53 Punkten aus dem Handel. Am Donnerstagmorgen notierte der Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen im Plus.

1 – Vorgabe aus den USA

Beflügelt von der US-Notenbank Federal Reserve haben die New Yorker Börsen zur Wochenmitte leicht im Plus geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 26.504 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,3 Prozent auf 2926 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 7987 Punkte.

2 – Handel in Asien

Das Signal der US-Notenbank für eine baldige Zinssenkung hat auch den Börsen in Fernost am Donnerstag Auftrieb verliehen. An der Tokioter Börse kletterte der japanische Leitindex Nikkei 0,6 Prozent auf 21.464 Punkte zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg ebenfalls um 0,6 Prozent. Die chinesische Börse in Shanghai legte mehr als zwei Prozent zu.

3 – US-Notenbank deutet mögliche Zinssenkung an

Angesichts des Zollstreits und unsicherer Konjunkturaussichten hält die US-Notenbank Federal Reserve die Tür für eine baldige Zinswende offen. Sie beließ den geldpolitischen Schlüsselsatz am Mittwoch zwar in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent und ignorierte damit Forderungen von US-Präsident Donald Trump nach einer Senkung. Zugleich ist inzwischen aber fast die Hälfte der Währungshüter der Ansicht, dass in der zweiten Jahreshälfte niedrigere Zinsen angemessen sein dürften. An den Märkten wird nun bereits für Juli mit einer Kappung des Leitzins gerechnet.

4 – Notenbank-Entscheide in Japan und Großbritannien

Die japanische Notenbank hat erwartungsgemäß ihre ultra-lockere Geldpolitik beibehalten. Die Währungshüter beließen am Donnerstag ihr Ziel für den kurzfristigen Zinssatz bei minus 0,1 Prozent und bekräftigen ihre Absicht, die Zinsen mindestens bis etwa im Frühjahr 2020 sehr niedrig zu halten. Zugleich wiederholten sie ihre Zusage, dass die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen bei um die null Prozent bleiben soll. Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen.

Auch die Bank of England wird am Donnerstag noch ihre aktuelle Zinsentscheidung verkünden. Die britischen Währungshüter dürften vor dem Brexit nicht an den Zinsen rühren. Anleger werden dennoch darauf achten, wie sich die Notenbanker zu den Konjunkturaussichten äußern werden.

5 – Flugbegleitergewerkschaft will Tarifkonflikt mit Lufthansa verschärfen

Bei der Lufthansa bahnt sich ein neuer Konflikt mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo an. Die Gewerkschaft warf der Fluggesellschaft am Montag vor, „jedes Gespräch mit der Kabinengewerkschaft konzernweit“ abzulehnen. Insbesondere bei der Lufthansa-Tochter Eurowings spitze sich der Konflikt nun zu. Im März hatte Ufo Tarifverträge mit der Lufthansa gekündigt und drei Monate vor Ende der Friedenspflicht per 30. Juni mit einem Streik des Kabinenpersonals im Sommer gedroht. Lufthansa hatte die Kündigungen jedoch nicht anerkannt. Heute will die Gewerkschaft die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informieren.

6 – EU-Gipfel berät über Spitzenjobs

Beim Gipfeltreffen der 28 Staats- und Regierungschefs in Brüssel wird die Hauptaufmerksamkeit auf der Auswahl des neuen EU-Spitzenpersonals liegen. Nach Angaben von EU-Diplomaten gilt es aber als eher unwahrscheinlich, dass bereits eine Lösung gefunden wird. Auf dem zweitägigen Gipfel stehen aber auch eine ganze Reihe anderer Fragen auf der Agenda - das Eurozonen-Budget, die künftige Klimaagenda, der künftige EU-Finanzrahmen ab 2021 sowie die Erweiterung. Bei dem ersten regulären Gipfel nach der Europawahl müssen sich die Staats- und Regierungschefs etwa für die kommenden fünf Jahre positionieren.

7 – Slack geht an die Börse

Der Messengerdienst könnte bei seinem Börsendebüt mit 16 bis 17 Milliarden Dollar bewertet werden. Die Aktie startet am Donnerstag an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel WORK in den Handel. Der Börsengang wird allerdings kein klassischer IPO. Stattdessen geht Slack im Wege eines Direktlistings an die Börse. Das Unternehmen wird dabei keine neuen Aktien ausgeben. Die bisherigen Investoren können aber sofort ihre Aktien verkaufen.

Termine Unternehmen am 20. Juni

  • 08:00 Uhr Großbritannien: Dixons Carphone Jahreszahlen
  • 10:00 Uhr Deutschland: Hello Fresh Hauptversammlung, Berlin
  • 12:00 Uhr Luxemburg: ADO Properties Hauptversammlung
  • 13:30 Uhr USA: Delta Air Lines Hauptversammlung
  • Niederlande: Qiagen Investor Day, New York
  • USA: Merck & Co Investor Day

Termine Konjunktur am 20. Juni

  • Deutschland: Bundesfinanzministerium Monatsbericht
  • Japan: BoJ Zinsentscheid
  • 07:30 Uhr Japan: All Industry Activity Index 04/19
  • 08:00 Uhr Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 05/19 (endgültig)
  • 10:00 Uhr Euro-Zone: EZB Wirtschaftsbericht
  • 10:30 Uhr Großbritannien: Einzelhandelsumsatz 05/19
  • 13:00 Uhr Großbritannien: BoE Zinsentscheid
  • 14:30 Uhr USA: Leistungsbilanz Q1/19
  • 14:30 Uhr USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 Uhr USA: Philly Fed Index 06/19
  • 15:00 Uhr Belgien: Verbrauchervertrauen 06/19
  • 16:00 Uhr Europa: Verbrauchervertrauen 06/19 (vorläufig)
  • 16:00 Uhr USA: Frühindikator 05/19

Sonstige Termine am 20. Juni

  • 09:30 Uhr Luxemburg: EuGH-Urteil zu Kfz-Haftpflicht
  • 10:00 Uhr Deutschland : Flugbegleitergewerkschaft Ufo informiert im Tarifkonflikt mit Lufthansa
    über weiteres Vorgehen
  • Europa : Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs
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