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Börse am 20. September Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Hexensabbat dürfte zum Wochenschluss die Kurse schwanken lassen. Deutsche Unternehmen blicken gespannt auf die Verhandlungen des Klimakabinetts.
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Am Donnerstag schloss der deutsche Leitindex im Plus. Quelle: dpa
Börse Frankfurt

Am Donnerstag schloss der deutsche Leitindex im Plus.

(Foto: dpa)

Düsseldorf An diesem Freitag ist Hexensabbat – auch ohne wesentliche Konjunkturnachrichten dürften die Kurse mitunter wild schwanken. Vorbörslich notierte der Dax auf außerbörslichen Handelsplattformen am Morgen aber nur leicht im Minus.

Hexensabbat ist dann, wenn Terminkontrakte auf Aktien und Indizes an den Terminbörsen auslaufen. Dieser „große Verfall“ ereignet sich immer dann, wenn der letzte Handelstag aller vier Derivate-Typen – also der Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien – auf denselben Tag fällt. Insgesamt gibt es jährlich vier große Verfallstermine, und zwar jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember.

Außerdem geht mit diesem Freitag eine bewegte Finanzwoche zu Ende. Zahlreiche Notenbanken verkündeten in den vergangenen Tagen Entscheidungen zu Leitzinsen, darunter die britische, die schweizerische und die japanische.

Auf die international wichtigste Notenbankentscheidung – den Beschluss der US-amerikanischen Fed, die Leitzinsen zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zu senken – reagierten die Märkte am Donnerstag entspannt. Der deutsche Leitindex Dax schloss 0,55 Prozent höher bei 12.457 Punkten und auch in den USA tasteten sich Anleger zurück an die Wall Street.

An diesem Freitag dürften für Deutschlands Unternehmen die Verhandlungen des Klimakabinetts der Bundesregierung und die damit einhergehenden weltweiten Streiks der Fridays-for-Future-Bewegung im Fokus stehen. Beschlossen werden könnte etwa eine Zulassungsquote für Elektroautos.

Außerdem lohnt sich ein Blick nach London. Dort beschäftigt sich das höchste britische Gericht mit der fünfwöchigen Zwangspause des Parlaments, die Premier Johnson durchgesetzt hatte. In Brüssel gehen die Verhandlungen weiter.

1 – Hexensabbat

Zu den „Hexensabbat“-Terminen können Aktienkurse und auch Indizes ohne wesentliche Unternehmens- oder Konjunkturnachrichten spürbar schwanken. Wegen der mitunter teils wilden Zuckungen an den Märkten wurde der Begriff „Hexensabbat“ geprägt. Stärkere Kursausschläge an solchen Tagen gibt es vor allem bei Aktien-Schwergewichten in den entsprechenden Indizes.

2 – Vorgabe aus den USA

Am Tag nach der Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) hat sich die Wall Street kaum bewegt. Mangelnde Klarheit über den weiteren Kurs der Fed verhinderte am Donnerstag größere Kursausschläge. „Die Notenbank hat ähnlich wie schon die EZB letzte Woche lediglich die Markterwartungen erfüllt“, sagte Thomas Metzger, Chef der Vermögensverwaltung beim Bankhaus Bauer. „Nicht weniger, aber eben auch nicht mehr.“

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent tiefer auf 27.094 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 trat bei 3006 Zählern in etwa auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 8182 Punkte.“

3 – Handel in Asien

Die konjunkturstützende Geldpolitik der weltweiten Notenbanken wirkte sich an diesem Freitag stützend auf die asiatischen Börsen aus. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 0,5 Prozent stärker bei 22.151 Punkten und damit nur knapp unter seinem im August erreichten Jahreshoch von 22.362 Zählern. Der breiter gefasste Topix stieg um 0,3 Prozent auf 1620 Zähler.

4 – Das Klimakabinett der Bundesregierung kommt zusammen

Der Kabinettsausschuss soll Maßnahmen beschließen, damit Deutschland beim Einsparen von Treibhausgasen schneller vorankommt und das Ziel für 2030 – 55 Prozent weniger Schadstoffausstoß als 1990 – erreicht. In einem 138 Seiten starken Entwurf werden unter anderem eine Zulassungsquote für Elektroautos und ein Verbot neuer Ölheizungen ab 2030 als Bestandteiles für das „Klimaschutzprogramm 2030“ genannt.

Am Vorabend und in der Nacht berieten bereits die Koalitionsspitzen. Der „Klima-Gipfel“ wird in vielen Städten von Demonstrationen und Kundgebungen der Fridays-for-Future-Bewegung begleitet.

5 – Britischer Supreme Court beschäftigt sich mit Johnson-Klagen

Das höchste britische Gericht beschäftigt sich mit Klagen gegen die fünfwöchige Zwangspause des Parlaments, die Premierminister Boris Johnson durchgesetzt hatte. Im Laufe des Tages wird ein Urteil erwartet. Die Abgeordneten sollen erst am 14. Oktober wieder zusammentreten – gut zwei Wochen vor dem Brexit-Termin.

Das Gericht befasst sich seit Dienstag mit der Sache. Das höchste schottische Gericht hatte die Zwangspause schon für unrechtmäßig erklärt. Der Rechtsstreit gilt als beispiellos in der britischen Verfassungsgeschichte. In Brüssel treffen sich unterdessen der britische Brexit-Minister Stephen Barclay und EU-Chefunterhändler Michel Barnier zu weiteren Gesprächen.

Termine Unternehmen am 19. September

12:00 DEU: Abschluss-Pk zur Automesse IAA u.a. mit dem scheidenden VDA-Präsidenten Bernhard Mattes

Termine Konjunktur

00:01 DEU: Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums

08:00 DEU: Erzeugerpreise 08/19

08:00 DEU: Reallöhne Q2/19

08:00 DEU: Stromeinspeisung Q2/19

16:00 EUR: Verbrauchervertrauen 09/19

EUR: Treffen der EU-Telekommunikations- und Verkehrsminister, Brüssel

EUR: DBRS-Ratingüberprüfung zu Spanien

EUR: Fitch-Ratingüberprüfung zu Dänemark

EUR: Moody's-Ratingüberprüfung zu Schweden, Zypern

EUR: S&P-Ratingüberprüfung zu Belgien, Kroatien, Lettland, Norwegen, Spanien

EUR: Treffen der EU-Telekommunikations- und Verkehrsminister

GBR: Entscheidung erwartet: Höchstes britisches Gericht beschäftigt sich mit Klagen gegen Parlaments-Zwangspause

Sonstige Termine

09:30 DEU: Bundesrat

11:00 DEU: Sitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung

11:00 DEU: Sitzung des BER-Untersuchungsausschusses, Berlin

11:30 DEU: Regierungs-Pk

DEU: Großer Verfallstag „Hexensabbat“ an der Börse, Frankfurt/M.

DEU: InterTabac, Dortmund

USA: US-Präsident Donald Trump empfängt den australischen Premierminister Scott Morrison im Weißen Haus, Washington

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