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Dax-Kurve

Am Mittwoch ist der Dax wieder unter sein Jahreshoch vom Dienstag gerutscht.

(Foto: dpa)

Börse am 21. November Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Ist die Jahresendrally schon vorbei? Auch am Donnerstag dürfte der Dax jedenfalls im Minus starten. Im Fokus stehen vor allem Zahlen von Thyssen-Krupp.
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Düsseldorf Die Jahresendrally könnte schon vorüber sein – zumindest fühlt es sich so zur Wochenmitte an den Börsen an. Nach einem neuen Jahreshoch am Dienstag hatten der deutsche Leitindex Dax am Mittwoch den Rückwärtsgang eingelegt – und auch am Donnerstag dürfte es mit Kursverlusten weitergehen: Auf außerbörslichen Plattformen notiert der deutsche Leitindex vorbörslich etwa 80 Zähler unter dem Schlusskurs des Vortags.

Am Mittwoch hatte der Dax bei 13.158 Zählern etwa 0,48 Prozent leichter geschlossen. Der MDax hatte 0,29 Prozent auf 27 215 Punkte verloren.

Am Donnerstag dürften vor allem die Zahlen von Thyssen-Krupp Bewegung in die Märkte bringen. Analysten rechnen mit schwächeren Zahlen des im September vom Dax in den MDax abgerutschten Industriekonzerns. In Übersee steht dagegen ein weiterer Tag in der Anhörung um ein mögliches Impeachment-Verfahren gegen US-Präsidenten Donald Trump an. Am Mittwoch hatte unter anderem der amerikanische EU-Botschafter Gordon Sondland den US-Präsidenten mit seiner Aussage belastet.

1 – Vorgabe aus den USA

Neue Verstimmungen zwischen den USA und China haben am Mittwoch die US-Börsen belastet. Auslöser war die Verabschiedung eines Gesetzentwurfs im US-Senat zur Stärkung der Protestbewegung in Hongkong, die später auch vom US-Repräsentantenhaus abgesegnet wurde. Es wird erwartet, dass Präsident Donald Trump diese in Kraft setzt. „China hat klargemacht, dass es keinerlei ausländische Einmischung in Hongkong duldet“, sagte Rick Meckler, Partner beim Vermögensverwalter Cherry Lane.

Einige Börsianer befürchten, dass die Entscheidung des Senats die Handelsgespräche erschwert oder gar zum Scheitern bringt. US-Präsident Donald Trump wiederholte seine Drohung mit zusätzlichen Strafzöllen auf chinesische Waren, sollte das geplante Handelsabkommen kippen.

Die Nachrichtenagentur Reuters erfuhr von Insidern und Handelsexperten, dass ein angestrebtes erstes Abkommen zwischen den beiden größten Wirtschaftsmächten der Welt womöglich nicht in diesem Jahr abgeschlossen werde.

Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent auf 27.821 Punkte. Der Nasdaq gab 0,5 Prozent auf 8527 Punkte nach und der S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 3108 Punkte ein. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent schwächer bei 13.158 Punkten.

2 – Handel in Asien

Wie die US-Börsen leiden auch die asiatischen Börsen am Donnerstag unter den Spannungen zwischen China und den USA. Auf die Stimmung der Anleger drückt neben dem verabschiedeten Gesetzentwurf zusätzlich auch die anhaltende Unsicherheit über die Finalisierung eines ersten Handelsabkommens zwischen China und den USA. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1,2 Prozent tiefer bei 22.872 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um ein Prozent und lag bei 1675 Punkten.

Die Börse in Shanghai notierte 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,5 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,9 Prozent..

3 – Thyssen-Krupp präsentiert Jahreszahlen

Der angeschlagene Mischkonzern legt am Donnerstag Geschäftszahlen vor. Das am 30. September beendete Geschäftsjahr dürfte mit Verlusten geendet haben. Die erst seit wenigen Wochen amtierende Thyssen-Krupp-Chefin Martina Merz hatte erst zum Oktober den Posten bei dem Essener Traditionskonzern übernommen. Zuvor hatte sich er Konzern überraschend vom bisherigen Vorstandschef Guido Kerkhoff getrennt.

Merz hatte die mehr als 160.000 Mitarbeiter bereits auf harte Einschnitte getrimmt. In einem Brief an ihre Mitarbeiter schrieb sie, dass es in einigen Bereichen des Konzerns „nicht ohne einen signifikanten Stellenabbau gehen“ würde. Bereits unter Kerkhoff war die Rede von 6000 abzubauenden Stellen, davon 4000 in Deutschland.

Erste Stellenstreichungen hatte Thyssen-Krupp schon am Mittwoch mitgeteilt: Im Geschäftsbereich, der Produktionsanlagen für die Automobilindustrie fertig, werden deutschlandweit 640 Stellen wegfallen.

4 – Handelsabkommen zwischen USA und China könnte erst 2020 abgeschlossen werden

Der erste Teil eines lang erwarteten Handelsabkommens zwischen den USA und China könnte Insidern zufolge nun doch erst nächstes Jahr abgeschlossen werden. Grund dafür sind Forderungen beider Handelspartner. China fordere eine Aufhebung zusätzlicher Zölle. Auch die US-Regierung stelle wohl weitere Forderungen.

US-Präsident Donald Trump und seinem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer sei klar, dass ein Abkommen nicht als gut für die USA betrachtet würde, wenn es nicht Kernfragen wie geistiges Eigentum und Technologie-Transfer angehe, sagte eine der Personen. Das nächste wichtige Datum könnte der 15. Dezember werden – dann sollen weitere US-Zölle in Höhe von 156 Milliarden Dollar greifen.

5 – Helaba gewährt Einblick in die Geschäftsbücher

Die Helaba präsentiert am Donnerstag Zahlen für das dritte Quartal. Die Bank steht seit einiger Zeit im Fokus, seitdem Sparkassenpräsident Helmut Schleweis mit einem Konzept für eine Fusion des Geldhauses mit der Dekabank überrascht hatte. Erst im September wurde außerdem bekannt, dass die Helaba generell umbauen und Stellen streichen wolle. Wie viele der rund 6100 Jobs im Konzern wegfallen könnten, ließ das Geldhaus aber bislang unbeantwortet.

6 - Öffentliche Anhörung in den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump

Im US-Repräsentantenhaus gehen am Donnerstag die öffentlichen Anhörungen in den Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald Trump weiter. Befragt werden eine frühere Mitarbeiterin des Nationalen Sicherheitsrates, Fiona Hill, und ein Mitarbeiter der US-Botschaft in der Ukraine, David Holmes.

Am Mittwoch hatte ein wichtiger Zeuge – der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland – Trump belastet und zentrale Vorwürfe der Demokraten gegen den Präsidenten untermauert. Er sagte aus, er habe im Umgang mit der Ukraine auf ausdrückliche Anordnung Trumps mit dessen persönlichem Anwalt Rudy Giuliani zusammengearbeitet.

Giuliani habe ein „Quid pro quo“ - also eine Gegenleistung - für ein Treffen des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski mit Trump im Weißen Haus verlangt, sagte Sondland. Trump hat stets dementiert, dass es ein „Quid pro quo“ mit Kiew gegeben habe.

Termine Unternehmen am 21. November

07:00 Uhr, Deutschland: Thyssenkrupp, Jahreszahlen (Bilanz-Pk 10:00 Uhr)

08:00 Uhr, Deutschland: Helaba, Q3-Zahlen (Call 14:00 Uhr)

08:00 Uhr, Deutschland: Jost Werke, 9Monatszahlen (endgültig)

Termine Unternehmen am 21. November (ohne Uhrzeit)

Österreich: Erste Group Bank, Capital Markets Day

Deutschland: CTS Eventim, Q3-Zahlen (endgültig)

Deutschland: Jenoptik, Capital Markets Day

Finnland: Konekranes, Capital Markets Day

Großbritannien: Jefferies London Healthcare Conference (bis 21.11.19) u.a. FMC, Morphosys, Qiagen, Siemens Healthineers

USA: Macy's, Q3-Zahlen

Termine Konjunktur am 21. November

Deutschland: Bundesfinanzministerium, Monatsbericht 11/19

05:30 Uhr, Japan: All Industry Activity Index 09/19

06:30 Uhr, Niederlande: Arbeitslosenquote 10/19

07:00 Uhr, Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 10/19 (endgültig)

08:45 Uhr, Frankreich: Geschäftsklima 11/19

11:00 Uhr, Frankreich: OECD Economic Outlook

11:00 Uhr, Deutschland: Deutsche Bundesbank Pk zum Finanzmarktstabilitätsbericht 2019

13:30 Uhr, Europa: EZB Sitzungsprotokoll 24.10.19

14:30 Uhr, USA: Philly Fed Index 11/19

14:30 Uhr, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)

14:30 Uhr, USA: Fed-Präsidentin von Cleveland, Mester, hält eine Rede

15:00 Uhr, Belgien: Verbrauchervertrauen 11/19

16:00 Uhr, USA: Frühindikator 10/19

16:00 Uhr, USA: Wiederverkäufe Häuser 10/19

16:00 Uhr, Europa: Verbrauchervertrauen 11/19 (vorab)

16:10 Uhr, USA: Fed-Präsident von Minneapolis, Kashkari, hält eine Rede

Sonstige Termine

03:00 Uhr, USA: Fünfte Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber in den USA

08:30 Uhr, Deutschland: Gespräch des Hauptverbandes für den Ausbau der Infrastrukturen und Nachhaltigkeit (INFRANEU) zu Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Digitalisierung mit Michael Hüther, Institut Deutsche Wirtschaft Köln e.V., Berlin

09:30 Uhr, Deutschland: EuGH entscheidet über Flughafengebühren für Airlines

10:30 Uhr, Deutschland: Pk Institut für Demoskopie Allensbach (IfD), „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) und „Capital“ zum aktuellen Elite-Panel, Berlin

16:30 Uhr, Deutschland: Veranstaltung zum 50. Jubiläum des Instituts für Bank- und

Finanzgeschichte: „Von der Bankgeschichte zur Finanzindustrie der Zukunft“ u.a. mit dem ehemaligen EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing und dem Leiter der Abteilung Finanzmarktpolitik im Bundesfinanzministerium, Levin Holle, Frankfurt

Deutschland: Zweite Runde der bundesweiten Chemie-Tarifverhandlungen, Wiesbaden

Deutschland: Forum deutscher Wirtschaftsförderer - Jahreskongress des Deutschen Verbandes der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaften

bis 22.11.2019, Berlin

China: Internationale Automesse in Guangzhou bis 1.12.2019

Europa: EU-Handelsministertreffen, Brüssel

Mit Agenturmaterial.

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