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Börse am 22. Juli Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Bevor am Donnerstag die EZB Hinweise auf mögliche Zinssenkungen gibt, lassen es Anleger am Montag ruhig angehen. Der Dax dürfte leicht im Minus starten.
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An diesem Mittwoch legen diverse Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, darunter die Deutsche Bank. Quelle: dpa
Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Börse

An diesem Mittwoch legen diverse Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, darunter die Deutsche Bank.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Schon an diesem Montag dürften Anleger gespannt nach Frankfurt blicken. Am Donnerstag, dem 25. Juli, treffen sich die Entscheidungsträger der Europäischen Zentralbank (EZB) – und lassen bis dahin die Märkte grübeln, ob es zu weiteren Zinssenkungen kommt oder nicht. EZB-Chef Mario Draghi hatte immerhin vor gut einem Monat angedeutet, dass er dies für eine Option halte, wenn es die konjunkturelle Entwicklung erfordere.

Am Montag bleiben Investoren zunächst vorsichtig. Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der deutsche Leitindex Dax bei 12.249 Punkten leicht im Minus. Zum Ende der vergangenen Handelswoche konnte sich der deutsche Leitindex stabilisieren und 0,3 Prozent im Plus bei 12.260 Punkten schließen.

Abseits geldpolitischer Themen stehen zum Start in die neuen Handelswoche einige Veröffentlichungen von Geschäftszahlen an. Unter anderem Autobauer Hyundai, Elektronikhersteller Philips, Ölindustrie-Zulieferer Halliburton und die Schweizer Bankengruppe Julius Bär gewähren einen Blick in ihre Bilanzen.

Was für die Märkte an diesem Montag sonst noch wichtig ist:

1 – Vorgabe aus den USA

Die US-Börsen gingen am Freitag mit einem Minus ins Wochenende. Ein Medienbericht, wonach die amerikanische Notenbank Fed nur eine kleine Zinssenkung anstrebt, enttäuschte die Anleger. Das „Wall Street Journal“ berichtete, dass die Federal Reserve den Leitzins bei ihrer Sitzung Ende Juli lediglich um einen viertel Prozentpunkt reduzieren wolle. Investoren hatten auf eine Absenkung um einen halben Prozentpunkt gehofft. Im frühen Handel hatten noch Zinsfantasien und überzeugende Quartalszahlen von Microsoft die Wall Street angeschoben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent tiefer auf 27.154 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,6 Prozent auf 2976 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,7 Prozent auf 8146 Punkte.

2 – Handel in Asien

Der japanische Aktienmarkt ist mit Kursverlusten in die neue Woche gestartet. Der Leitindex Nikkei gab am Montag bis gegen Mittag um 0,4 Prozent auf 21.379 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix verlor ebenfalls, und zwar um 0,3 Prozent auf 1559 Zähler. Händler machten die sinkende Wahrscheinlichkeit einer aggressiven Zinssenkung in den USA für die negative Stimmung verantwortlich. Auch die Beschlagnahmung eines britischen Tankers durch den Iran dämpfte die Kauflaune vieler Anleger.

In Schanghai ist am Montag der Handel an Chinas neuem Technologie-Börsensegment Star Market furios gestartet. Investoren rissen sich um die Aktien der 25 ersten im Segment gelisteten Firmen – deren Kurse stiegen um 120 bis 520 Prozent an.

3 – Bundesbank legt Monatsbericht vor

An diesem Montag gibt die Bundesbank Auskunft über die Perspektiven der deutschen Wirtschaft. Passend zur Woche der geldpolitischen Entscheidung der EZB legt die deutsche Notenbank in ihrer monatlichen Bestandsaufnahme ihr besonderes Augenmerk auf geldpolitische Themen. An diesem Donnerstag treffen sich die Entscheidungsträger der EZB. Ökonomen prognostizieren, dass sie ein klares Signal dafür geben, die Zinssätze noch weiter unter null zu senken. EZB-Präsident Mario Draghi sagte vergangenen Monat, er sei zu weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen bereit, wenn sich der Konjunkturausblick nicht verbessert.

Seitdem sind die Daten uneinheitlich. Die meisten der von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Ökonomen gehen davon aus, dass der EZB-Rat am 25. Juli seine geldpolitische Wortwahl ändern wird, um eine mögliche Zinssenkung zu signalisieren. Eine Senkung wird erst für die Sitzung nach der Sommerpause im September erwartet.

Die Ökonomen gehen davon aus, dass die EZB ihren Einlagensatz im September um zehn Basispunkte auf ein Rekordtief von minus 0,5 Prozent senken wird. Banken wie UBS, HSBC und Nomura erwarten im Dezember eine zweite Senkung in der gleichen Größenordnung.

4 – Hyundai gibt Einblick in die Bilanz

Am Montagmorgen legt Hyundai seine Geschäftszahlen fürs erste Halbjahr offen. Kann der südkoreanische Autobauer seinen Erfolg des ersten Quartals aufrechterhalten? Da hatte er besser abgeschnitten als erwartet – vor allem weil die starke Nachfrage nach SUVs und sinkende Rabatte in den USA Profit einbrachten. Hyundai zeigt sich für den weiteren Jahresverlauf allerdings vorsichtig.

5 – Elektronikkonzern Philips präsentiert Halbjahreszahlen

Die schwache Nachfrage nach Krankenhausgeräten in Europa machte dem niederländischen Medizintechnikunternehmen zu schaffen. Das sorgte dafür, dass Philips bei Umsatz und operativem Ergebnis die Erwartungen der Analysten verfehlte. Konzernchef Frans van Houten zeigt sich aber für die Zukunft optimistisch. Für das zweite und dritte Quartal in Europa und den USA gibt er ein deutlich stärkeres Umsatzwachstum an. Bis zum Jahr 2020 will das Unternehmen bei den vergleichbaren Umsätzen um vier bis sechs Prozent zulegen

6 – Ölindustrie-Zulieferer Halliburton legt Zahlen vor

Der Konzern veröffentlicht seine Zahlen für die Monate April bis Juni. Analysten zeigen sich pessimistisch. Sie schätzen, dass sowohl Gewinn als auch Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen sind. Die Experten prognostizieren im Schnitt einen Umsatz von knapp sechs Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 30 Cent. Ihre Diagnose: Halliburton leidet darunter, dass sich große Ölkonzerne mit Investitionen zurückhalten. Momentan würden sie lieber den Wert für ihre Aktionäre optimieren, statt in teure Produktions- und Explorationsprojekte zu investieren, meinen die Analysten.

Zudem leide der Konzern wegen seiner anhaltenden Schwäche auf dem wichtigen Heimatmarkt USA. Dort hatte er im ersten Quartal einen Umsatz von 5,7 Milliarden Dollar gemeldet und einen Gewinn je Aktie von 0,23 Cent erzielt. Unter dem Strich hat die Aktie von Halliburton seit Jahresbeginn rund 20 Prozent an Wert verloren.

Termine Unternehmen

7:00 Uhr Niederlande: Philips Halbjahreszahlen
07:00 Uhr Schweiz: Julius Bär Halbjahreszahlen

Termine Unternehmen (Ohne Zeitangabe)

Schweiz: Logitech International Q1-Zahlen

Korea: Hyundai Motor Q2-Zahlen

USA: Halliburton Q2-Zahlen

USA: Celanese Q2-Zahlen

USA: Steel Dynamics Q2-Zahlen

Termine Konjunktur

Deutschland: Bundesfinanzministerium Monatsbericht 07/19
12:00 Uhr Deutschland: Bundesbank Monatsbericht 07/19
12:00 Uhr Irland: Erzeugerpreise 06/19
14:30 Uhr USA: CFNA-Index 06/19°

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