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Börse am 23. Juli Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Den EZB-Zinsentscheid im Sinn, die Bilanzsaison vor Augen: Börsianer erwartet am Dienstag eine erneute Zahlenflut. Sorgen bereitet hingegen der Zulieferer Continental.
Update: 23.07.2019 - 07:26 Uhr Kommentieren
An diesem Mittwoch legen diverse Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, darunter die Deutsche Bank. Quelle: dpa
Anzeigetafel im Handelssaal der Frankfurter Börse

An diesem Mittwoch legen diverse Unternehmen ihre Quartalszahlen vor, darunter die Deutsche Bank.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Wochenstart war mühsam, am Ende aber doch erfolgreich. Der Dax konnte sich am Montag nach schwachem Start stabilisieren und letztlich sogar ein kleines Plus über die Ziellinie retten. Der Leitindex schloss 0,2 Prozent fester bei 12.289 Punkten. Optimismus scheint auch am Dienstag zu herrschen: Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der Dax am frühen Morgen mit einem stattlichen Plus.

Dominiert wird die Woche ohnehin vom Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Dann gibt Mario Draghi bekannt, ob er die Geldschleusen weiter öffnet. Der EZB-Präsident hatte zuletzt verstärkt betont, eine Zinssenkung sei eine mögliche Alternative, wenn es die konjunkturelle Situation erfordere.

Viel Betrieb herrscht auf Seiten der Unternehmen, die Bilanzsaison ist in vollem Gange. Außerdem blicken Börsianer gespannt nach London, wo Boris Johnson als klarer Favorit für die Nachfolge von Premierministerin Theresa May gilt. Heute wird gegen Mittag die Entscheidung verkündet. Was für die Märkte am Dienstag sonst noch wichtig ist:

1 – Vorgabe aus den USA

Die US-Aktienmärkte haben zum Wochenauftakt im Plus geschlossen. Die Hoffnung auf eine neue Gesprächsrunde im Handelskonflikt zwischen den USA und China stützte insbesondere die Technologiewerte. Doch viele Anleger hielten sich vor der Veröffentlichung wichtiger Geschäftszahlen im Laufe der Woche mit größeren Engagements zurück.

Der Dow-Jones-Index stieg um 0,1 Prozent auf 27.172 Punkte. Der breiter gefasste S&P legte um 0,3 Prozent auf 2985 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,7 Prozent auf 8204 Zähler. In Europa waren die Börsen etwas fester aus dem Handel gegangen.

2 – Handel in Asien

Die positiven Vorgaben aus den USA haben auch im Frühhandel in Asien für Kursgewinne gesorgt. Der Leitindex Nikkei gewann 1,0 Prozent auf 21.623 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 0,8 Prozent auf 1569 Zähler zu. Besonders gefragt waren Papiere von Halbleiter-Herstellern. Tokyo Electron gewann 2,4 Prozent, Advantest legte um 1,7 Prozent und Disco um 1,7 Prozent zu.

3 – Nachfolger von Premierministerin Theresa May wird bekanntgegeben

Nach einem wochenlangen Auswahlverfahren mit mehreren Regionalkonferenzen und Vorstellungsrunden der Kandidaten wird verkündet, wer neuer Tory-Chef und damit Premierminister wird. Boris Johnson gilt als klarer Favorit gegenüber dem amtierenden Außenminister Jeremy Hunt. Das Ergebnis wird nach Angaben der Partei zwischen 12 und 13 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit erwartet.

Boris Johnson gilt als Brexit-Hardliner, der notfalls auch ohne Abkommen am 31. Oktober aus der EU austreten will. Das dürfte die Gespräche zwischen Großbritannien und der EU weiter belasten. Im gesamten Staatenbund dürfte dann die Unsicherheit überwiegen: Welche Probleme kommen durch den anstehenden Brexit hinzu?

4 – Aktienhändler reagieren auf die Gewinnwarnung von Continental

Der Nächste, bitte. Auch Continental hat Anleger am Montagabend mit einer Gewinnwarnung überrascht. Der Autozulieferer hat seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2019 gesenkt. Erwartet werde nun ein Umsatz von 44 bis 45 Milliarden Euro, teilte der Konzern aus Hannover in einer Pflichtmitteilung mit.

Bislang waren rund 45 bis 47 Milliarden Euro erwartet worden. Die bereinigte Ebit-Marge solle bei rund sieben bis 7,5 Prozent (zuvor: rund acht bis neun Prozent) liegen. Vorläufige Ergebnisse zum zweiten Quartal lägen dagegen im Rahmen der Erwartungen.

Grund für den Rückgang ist laut Continental der Rückgang der weltweiten Autoproduktion. Damit bekommen auch die Zulieferer die Krise in der Autoindustrie deutlich zu spüren. Nachbörslich stand die Aktie am Montag auf der Handelsplattform Tradegate bereits fast drei Prozent im Minus.

Continental ist nicht der erste Konzern aus der ersten Börsenreihe, der seine Prognose kassiert. Vor zwei Wochen hatte bereits der Chemiekonzern BASF eine Gewinnwarnung herausgeben müssen, danach folgte Daimler. Auch der Start in die Bilanzsaison war in der vergangenen Woche missglückt, nachdem die Bilanz von SAP Anlegern die Laune verdorben hatte.

5 – Coca-Cola und Metro geben Einblick in die Geschäftszahlen

Der weltgrößte Getränkehersteller berichtet, wie die vergangenen drei Monate verlaufen sind. Analysten erwarten einen Umsatz von 9,56 Milliarden Dollar – ein Plus von 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn dürfte jedoch nur leicht auf 62 US-Cent je Aktie steigen. Im Vorjahresquartal hatte Coca Cola einen Gewinn von 61 Cent pro Aktie erzielt.

Ausgezahlt hatte sich für Coca-Cola in den Vorquartalen der Schwenk zu weniger zuckerhaltigen Getränken. So legten die Verkäufe der „Zero Sugar“-Cola zuletzt zweistellig zu, und auch bei Wasser- und Sport-Drinks gab es ein kräftiges Wachstum.

In Deutschland legt nach Börsenschluss der Handelskonzern Metro Zahlen für das vergangene Quartal vor.

6 - Snap legt Quartalszahlen vor

Nach Börsenschluss in den USA präsentiert der Betreiber der beliebten Foto-App Snapchat seine Quartalsbilanz. Analysten rechnen mit positiven Zahlen. So erwarten sie für das Unternehmen einem Umsatzsprung von etwa 37 Prozent auf 360 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Verlust dürfte nach Meinung der Experten leicht zurückgehen, von 14 auf zehn Cent je Aktie. Snap war im März 2017 an die Börse gegangen.

7 – UBS hält Gewinn im zweiten Quartal

Die Schweizer Großbank hat am Morgen ihre Ergebnisse für das zweite Quartal präsentiert. Bedingt durch die verhaltene Entwicklung in der Vermögensverwaltung sowie im Investmentbanking hat sich der Gewinn der Großbank kaum verändert. Die größte Schweizer Bank verbuchte von April bis Juni einen Überschuss von 1,392 Milliarden Dollar – ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Damit schnitt die UBS aber deutlich besser ab als von Analysten erwartet, außerdem bestätigte sie ihre Ziele. Schon zuvor hatte Bankchef Sergio Ermotti die Erwartungen der Aktionäre gedämpft. Angesichts der Unsicherheit über die Zinsentwicklung und des drohenden Brexits bleibe die Situation fragil, auch wenn die Geschäfte zuletzt besser gelaufen seien, sagte er auf einer Anlegerkonferenz.

Die Unsicherheit an den Märkten hatte auch die Ergebnisse der großen Banken an der Wall Street belastet. Zwar konnten einige Institute die Erwartungen der Analysten übertreffen, doch dies lag vornehmlich am starken Geschäft mit Privatkunden. Besonders die Flaute im Investmentbanking macht den großen Geldhäusern zu schaffen. So musste unter anderem die Großbank Morgan Stanley einen Gewinnrückgang um zehn Prozent bekanntgeben.

Termine Unternehmen

6:00 Schweiz: Cembra Halbjahreszahlen

6:45 Schweiz: UBS Q2-Zahlen

7:00 Schweiz: Kühne + Nagel Halbjahreszahlen

7:00 Schweiz: Lindt & Sprüngli Halbjahreszahlen

7:00 Norwegen: Norsk Hydro Q2-Zahlen

7:15 Österreich: AMS Q2-Zahlen

7:30 Deutschland: Hochtief Q2-Zahlen

11:00 Großbritannien: Vodafone Hauptversammlung

12:55 USA: Coca-Cola Q2-Zahlen

13:00 USA: United Technologies Q2-Zahlen

18:00 Niederlande: ASM International Q2-Zahlen

18:30 Deutschland: Metro Q2-Zahlen

22:01 USA: Texas Instruments Q2-Zahlen

22:05 USA: Visa Q3-Zahlen

Termine Unternehmen (Ohne Zeitangabe)

Finnland: UPM-Kymmene Q2-Zahlen

Frankreich: Edenred Halbjahreszahlen

Frankreich: Faurecia Halbjahreszahlen

Frankreich: Hermes Q2 Trading Update

Spanien: Endesa Halbjahreszahlen

Spanien: Banco Santander Q2-Zahlen und ao Hauptversammlung

Niederlande: Randstad Halbjahreszahlen

Südkorea: Posco Q2-Zahlen

USA: JetBlue Airways Q2-Zahlen

USA: KeyCorp Q2-Zahlen

USA: Kimberly Clark Q2-Zahlen

USA: Biogen Q2-Zahlen

USA: The Travelers Cos Inc Q2-Zahlen

USA: Stanley Black & Decker Q2-Zahlen

USA: Hasbro Q2-Zahlen

USA: Harley-Davidson Q2-Zahlen

USA: Lockheed Martin Q2-Zahlen

USA: Snap Q2-Zahlen

Termine Konjunktur

8:00 Japan: Maschinenwerkzeugaufträge 06/19 (endgültig)

10:00 Spanien: Handelsbilanz 05/19

14:00 Ungarn: Zentralbank Zinsentscheid

15:00 USA. FHFA-Index 05/19

16:00 USA: Wiederverkäufe Häuser 06/19

16:00 EU: Verbrauchervertrauen 07/19 (vorab)

Hier geht es zur Seite mit dem Dax-Kurs, hier gibt es die aktuellen Tops & Flops im Dax. Aktuelle Leerverkäufe von Investoren finden Sie in unserer Datenbank zu Leerverkäufen.

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