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Börse am 24. April Zehn Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Unternehmensbilanzen werden an diesem Mittwoch erneut die Märkte bewegen. Auch Bayer und die Deutsche Bank stehen im Blickpunkt der Investoren.
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Am Mittwoch schloss der Dax etwa 0,6 Prozent höher. Quelle: dpa
Börse in Frankfurt

Am Mittwoch schloss der Dax etwa 0,6 Prozent höher.

(Foto: dpa)

DüsseldorfZum Wochenstart hat der Dax an seine Gewinne der Vorosterwoche angeschlossen: Der deutsche Leitindex schloss am Dienstag 0,1 Prozent im Plus bei 12.235 Punkten. Am Mittwochmorgen notiert das Frankfurter Börsenbarometer vor Handelsbeginn auf außerbörslichen Plattformen leicht unter diesem Vortagsschluss.

Neben vielen Unternehmen aus den USA werden an diesem Mittwoch auch mehrere Unternehmen aus Europa ihre Zahlen vorlegen – oder haben sie bereits am frühen Morgen vorgelegt. Darunter sind der deutsche Softwareriese SAP, die Credit Suisse sowie der Lkw-Hersteller Volvo. Außerdem werden die Schaeffler-Hauptversammlung und der Ifo-Geschäftsklimaindex die Anleger beschäftigen.

1 – Vorgabe aus den USA

Der breit gefasste Aktienindex S&P 500 und der Technologie-Index Nasdaq Composite habene am Dienstag neue Rekorde erreicht: Der S&P schloss 0,9 Prozent im Plus, bei 2934 Punkten. Der Technologie-Index legte 1,3 Prozent zu, auf 8121 Zähler. Der Leitindex Dow Jones stieg um 145 Punkte und ging mit 26.656 Punkten aus dem Handel. Er ist 1,1 Prozent von seinem Allzeithoch entfernt.

Knapp 80 Prozent aller Unternehmen aus dem S&P 500, die bislang ihre Ergebnisse vorgelegt haben, lagen über den Erwartungen, wie die Daten von Factset zeigen. Die Unternehmen profitieren zum Teil auch davon, dass viele Analysten ihre Erwartungen für das erste Quartal zurückgefahren hatten. Unruhige Märkte und eine plötzliche Korrektur hatten Anleger in den letzten Monaten des Jahres 2018 verschreckt.

2 – Handel in Asien

Kursgewinne an der Wall Street haben Asiens Aktienmärkte am Mittwoch gestützt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte 0,1 Prozent zu. In Tokio notierte der Leitindex Nikkei wenig verändert mit 22.254 Punkten, weil viele Anleger sich in Erwartung weiterer Firmenbilanzen zurückhielten.

3 – SAP legt Zahlen vor

Bei dem Softwarekonzern geht das neue Geschäftsjahr halbwegs gemächlich los: Aktionäre und Analysten dürften trotzdem genau hinsehen, wenn SAP an diesem Mittwoch die Zahlen fürs erste Quartal vorlegt.

Der Vorstand um Bill McDermott verspricht, dass die Profitabilität endlich wieder steigen wird. Zudem soll das Geschäft mit dem Cloud-Computing dem Konzern zu kräftigem Wachstum verhelfen. Seit dem Jahresanfang hat sich die Aktie jedenfalls stark entwickelt, das Plus beträgt mehr als 15 Prozent.

4 - Fondsgesellschaften von Deutscher Bank und UBS sprechen über Zusammenschluss

Inmitten der Fusionsgespräche mit der Commerzbank erwägt die Deutsche Bank einen Zusammenschluss ihrer Vermögensverwaltung DWS mit der entsprechenden Sparte der Schweizer Konkurrentin UBS. Derzeit fänden ernsthafte Verhandlungen zwischen den beiden Geldhäusern statt, Die Chancen, dass es dabei am Ende zu einem Abschluss komme, stünden aber nur 50 zu 50, erfuhr das Handelsblatt von zwei Insidern, die damit einen Bericht der „Financial Times“ bestätigten.

Den Informationen zufolge strebt die DWS bei dem Projekt, das unter dem Codenamen „Pacific“ läuft, einen Deal an, bei dem die UBS ihr verwaltetes Vermögen in die Fondstochter der Deutschen Bank einbringt und im Gegenzug Aktien erhält. Durch so einen Deal würde das Frankfurter Geldhaus zwar die Mehrheit an der DWS verlieren, doch sein Anteil bliebe bei über 40 Prozent, heißt es in Finanzkreisen.

5 - Bayer-Vorstand unter Druck

Die Bayer-Hauptversammlung am Freitag droht für Vorstandschef Werner Baumann zum Debakel zu werden. Wichtige Anteilseigner wollen der Führung des Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzerns die Entlastung verweigern. Die Klagewelle wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat und ein Kurseinbruch von fast 40 Prozent seit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto haben für sie das Fass zum Überlaufen gebracht.

Nach Recherchen des Handelsblatts wollen zahlreiche große bei Bayer investierte Fonds gegen die Entlastung der Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2018 stimmen oder sich enthalten – unter anderem Blackrock Auch der frühere Chef der Fondsgesellschaft DWS, Christian Strenger, hat einen solchen Gegenantrag eingebracht. Die Stimmrechtsberater ISS und Glass Lewis empfehlen die Nichtentlastung – an ihrem Urteil orientieren sich viele Investoren.

6 – Boeing zieht Bilanz

Es sollte ein guter Jahresauftakt für den US-Luftfahrtriesen werden. 18 Prozent Ergebnisplus hatten Analysten im Schnitt für das erste Quartal prognostiziert – bis die 737-Max-Krise kam, ausgelöst durch zwei Abstürze innerhalb weniger Monate und fast 350 Toten. Weil Boeing die Auslieferungen der Jets stoppen musste, rechnen die Experten nun mit einem Ergebnisrückgang je Aktie von bis zu elf Prozent. Dabei sind Zahlungen für eventuelle Schadensersatzansprüche noch nicht eingerechnet.

Die 737 ist das mit Abstand am meisten gebaute Flugzeug bei Boeing. Es gibt allerdings Hoffnung: Sollte das Flugverbot für den Kurz- und Mittelstreckenjet im August wieder aufgehoben werden, könnte der Konzern zumindest einen Teil der Auslieferungen bis zum Jahresende wieder aufholen.

7 – Auch Facebook präsentiert Zahlen

Ungeachtet aller personellen Verwerfungen erwarten Analysten glänzende Ergebnisse. Während der Konzern immer wieder durch Datenskandale in die Schlagzeilen geriet und mit Imageproblemen kämpfte, blieb das Geschäft davon unberührt.

Kürzlich hatte Facebook bereits für 2018 gute Ergebnisse präsentiert. Praktisch alle relevanten Kennzahlen entwickelten sich positiv und übertrafen die Erwartungen der Analysten. Der Umsatz stieg um 37,4 Prozent auf 55,8 Milliarden Dollar, der Werbeumsatz legte hierbei um 38 Prozent auf 55 Milliarden Dollar zu. Bei den Bezahldienstleistungen stieg das Plus um 16 Prozent auf 825 Millionen Dollar. Unterm Strich stieg der Gewinn um 38,9 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar.

8 – Ifo-Geschäftsklimaindex wird veröffentlicht

Das Ifo-Geschäftsklima basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die circa 7 000 Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate.

Der Geschäftsklimaindex war im März nach sechs Rückgängen in Folge für die meisten Analysten überraschend gestiegen, und zwar von 98,7 auf 99,6 Punkte. Ökonomen hatten mit 98,5 Punkten gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft stemmt sich dem Abschwung entgegen“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Die Führungskräfte hatten ihre Geschäftslage besser beurteilt, ebenso die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Für den Aufwärtstrend sorgten Dienstleister, Handel und Bau: Hier besserte sich die Stimmung jeweils.

9 – HDE berichtet über Branchenstimmung

Der Handelsverband informiert an diesem Mittwoch über den Start des deutschen Einzelhandels in das laufende Jahr. Bei der Pressekonferenz in Düsseldorf will HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth auch einen Ausblick auf die Erwartungen der Branche für das Gesamtjahr geben.

Zuletzt hatte der deutsche Einzelhandel angesichts der Konsumfreude der Verbraucher gute Geschäfte gemacht. Die Branche erwartet 2019 trotz der etwas trüberen Konjunkturaussichten das zehnte Wachstumsjahr in Folge. Zuletzt hatte der HDE ein Umsatzplus von zwei Prozent auf 535,5 Milliarden Euro vorausgesagt.

10 – Schaeffler informiert Aktionäre über Sparpläne

Hunderte Stellen auf der Streichliste und eine neue deutliche Sparrunde – nach den jüngst verkündeten Einschnitten muss der Autozulieferer an diesem Mittwoch auf der Hauptversammlung in Nürnberg vor seinen Aktionären Rechenschaft ablegen. Vorstandschef Klaus Rosenfeld hatte zuletzt die Mittelfristziele kassiert und ein Effizienzprogramm aufgelegt.

Zur Kostensenkung sollen europaweit rund 900 Stellen wegfallen, 700 davon in Deutschland. Hierzulande produziert Schaeffler an rund zwei Dutzend Standorten.

Termine Unternehmen am 24. April

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Credit Suisse Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: Novartis Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Deutschland: SAP Q1-Zahlen (14.00 Uhr Call)
  • 07:00 Uhr, Schweden: Tele2 AB Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Schweiz: STMicroelectronics Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Südkorea: Hyundai Motor Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Niederlande: Akzo Nobel Q1-Zahlen
  • 07:00 Uhr, Niederlande: Heineken Q1 Trading Update
  • 07:20 Uhr, Schweden: Volvo AB Q1-Zahlen
  • 07:50 Uhr, Italien: Eni Q1-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Associated British Foods Halbjahreszahlen
  • 08:00 Uhr, Dänemark: Novozymes Q1-Zahlen
  • 09:00 Uhr, Finnland: Finnair Q1-Zahlen
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Telefon-Pk Volkswagen zur Klimabilanz von E-Fahrzeugen
  • 11:00 Uhr, Deutschland: Schaeffler Hauptversammlung, Nürnberg
  • 13:00 Uhr, USA: AT&T Q1-Zahlen
  • 13:00 Uhr, USA: Nasdaq Q1-Zahlen
  • 13:30 Uhr, USA: Biogen Q1-Zahlen
  • 13:30 Uhr, USA: Caterpillar Q1-Zahlen
  • 14:00 Uhr, USA: Norfolk Q1-Zahlen
  • 14:30 Uhr, Frankreich: Axa Hauptversammlung
  • 16:30 Uhr, USA: Boeing Q1-Zahlen
  • 17:45 Uhr, Frankreich: Michelin Q1 Trading Update
  • 17:45 Uhr, Frankreich: Unibail-Rodamco-Westfield Q1 Umsatz
  • 22:02 Uhr, USA: Microsoft Q3-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Facebook Q1-Zahlen
  • 22:05 Uhr, USA: Visa Q1-Zahlen
  • 22:08 Uhr, USA: Tesla Q1-Zahlen
  • Spanien: Enagas Q1-Zahlen
  • Frankreich: Dassault Systemes Q1-Zahlen
  • Frankreich: Carrefour Q1-Umsatz
  • Irland: CRH Q1 Trading Update
  • Niederlande: Randstad Q1-Zahlen
  • Schweden: Investor Q1-Zahlen
  • Schweden: Husqvarna Q1-Zahlen
  • USA: Moody's Q1-Zahlen
  • USA: Stanley Black & Decker Q1-Zahlen
  • USA: Air Products Q2-Zahlen
  • USA: Xilinx Q4-Zahlen
  • USA: PayPal Q1-Zahlen
  • USA: Northrop Grumman Q1-Zahlen

Termine Konjunktur am 24. April

  • 06:30 Uhr, Japan: All Industry Activity Index 02/19
  • 07:00 Uhr, Japan: Frühindikatoren 02/19 (endgültig)
  • 08:45 Uhr, Frankreich: Geschäftsklima 04/19
  • 10:00 Uhr, Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex 04/19
  • 11:30 Uhr, Deutschland: Anleihen, Laufzeit: zehn Jahre, Volumen: drei Milliarden Euro
  • 15:00 Uhr, Belgien: Geschäftsklima 04/19
  • 16:30 Uhr, USA: Energieministerium Ölbericht (Woche)
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