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Dax-Kurve

Dem Dax fehlt es an wichtigen Impulsen.

(Foto: dpa)

Börse am 26. August Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Nach den Verlusten der vergangenen Woche notiert der Dax auch am Montagmorgen vorbörslich im Minus. Im Fokus stehen der G7-Gipfel und der Ifo-Index.
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Die Hoffnung auf eine Deeskalation im Handelsstreit ist dahin. Nach Chinas Zollankündigung fordert Trump von US-Firmen, nach Alternativen zu dem Land zu suchen. Die wichtigsten Indizes haben nach dieser Ankündigung deutlich verloren, in Deutschland traf es vor allem die exportorientierte Automobilindustrie. Der Dax ging mit einem Minus von 1,15 Prozent auf 11.611 Zählern aus dem Handel und verlor danach bis zum Ende des Börsengeschehens in New York weitere 70 Zähler.

Entsprechend dürfte der Dax mit weiteren deutlichen Verlusten in den Handel starten: Auf außerbörslichen Handelsplattformen notiert der deutsche Leitindex am Montagmorgen im Minus.

1 – Vorgabe aus den USA

Eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen China und den USA hat den New Yorker Börsen am Freitag schwer zugesetzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,4 Prozent tiefer bei 25.628 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 2,6 Prozent auf 2847 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq brach um 3,0 Prozent auf 7751 Punkte ein. Im Wochenvergleich gab der Dow ein Prozent nach, der S&P um 1,4 Prozent und der Nasdaq-Index um 1,8 Prozent.

2 – Handel in Asien

Die weitere Zuspitzung im Handelsstreit zwischen den USA und China hat am Montag die Aktienmärkte in Asien deutlich ins Minus gedrückt. In Tokio sackte der Leitindex Nikkei-Index 2,2 Prozent auf 20.259 Punkte ab. Der chinesische CSI300 verlor 1,3 Prozent. An den Devisenmärkten in Fernost fiel der chinesische Yuan zum Dollar zeitweise auf 7,1500 Yuan, das war der niedrigste Stand seit Februar 2008. Der japanische Yen notierte zum Dollar kaum verändert mit 105,40 Yen. Der Euro tendierte weitgehend stabil mit 1,1142 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9755 Franken je Dollar und 1,0870 Franken je Euro gehandelt.

3 – Immobilien-Aktien vor schwierigem Wochenstart

Im Fokus stehen am Montag die Aktien von Immobilienunternehmen: Wohnungen in Berlin sollen in den kommenden Jahren nicht mehr als knapp acht Euro pro Quadratmeter kosten dürfen. Das sieht der Entwurf für den vom Senat geplanten Mietendeckel vor. Danach sind je nach Erstbezug und Ausstattung der Wohnung Kaltmieten von 3,42 bis 7,97 Euro möglich.

Wer mehr bezahlt – in der Innenstadt werden solche Wohnungen für 15 Euro und mehr vermietet –, kann eine Absenkung verlangen auf die genannte Höchstmiete, sobald der Mietendeckel in Kraft tritt. Die Regelungen sollen für alle vermieteten Wohnungen gelten. Ausnahmen gelten etwa für öffentlich geförderten Wohnungsbau, Studenten- und Jugendwohnheime oder Neubauten, die erstmalig 2014 bezugsfertig waren.

Das trifft natürlich die Kurse der börsennotierten Immobilienunternehmen, weil viele nicht geglaubt haben, dass der Senat in bestehende Verträge eingreift.

4 – Ifo-Index gibt Auskunft über Stimmung in der Wirtschaft

Der vom Ifo-Institut erhobene Geschäftsklimaindex basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die rund 7 000 Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Im Juli war der Index um 1,8 auf 95,7 Punkte gefallen, den niedrigsten Wert seit April 2013. Handelskonflikte und eine schwächere Weltkonjunktur setzen der exportabhängigen deutschen Wirtschaft zu.

5 – Johnson & Johnson steht wegen Opioid-Krise vor Gericht

An diesem Montag muss ein Richter im US-Bundesstaat Oklahoma entscheiden, ob der weltgrößte Gesundheitskonzern mitverantwortlich ist für den massenhaften Missbrauch von Schmerzmitteln. Die Staatsanwaltschaft sprach von der „schlimmsten menschengemachten Gesundheitskrise in der Geschichte des Landes“ und fordert bis zu 17 Milliarden Dollar Entschädigung, um die Kosten für das Gesundheitssystem auszugleichen. Eine Tochterfirma von Johnson & Johnson verkaufte zwei verschreibungspflichtige Opioid-Produkte. Zudem lieferte der Konzern bis 2016 Schlafmohn an Pharmaunternehmen wie Purdue. ES gilt als hauptverantwortlich für die Epidemie, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 400.000 Menschen zum Opfer fielen.

6 – G7-Gipfel in Biarritz geht zu Ende

Thema des letzten Tages des Treffens der Staats- und Regierungschefs an der französischen Atlantikküste ist vor allem die Klimapolitik. Am Vormittag steht eine Arbeitssitzung mit eingeladenen Organisationen und Staaten auf dem Programm. Beim Mittagessen soll es dann um den digitalen Wandel gehen. Am Nachmittag bestreitet der Gastgeber, Staatschef Emmanuel Macron, gemeinsam mit anderen Spitzenpolitikern eine Pressekonferenz. Erstmals in der 44-jährigen Geschichte der Staatengruppe ist zumindest von vornherein kein gemeinsames Abschlusskommuniqué mehr geplant.

Termine Unternehmen am 26. August (ohne Uhrzeit)

  • Schweiz: EMS Chemie, Halbjahreszahlen (endgültig)

Termine Konjunktur am 26. August

  • 09 Uhr, Spanien: Erzeugerpreise 07/19
  • 10 Uhr, Deutschland: Ifo-Geschäftsklima 08/19
  • 14:30 Uhr, USA: CFNA-Index 07/19
  • 14:30 Uhr, USA: Auftragseingang langlebige Güter 07/19 (vorläufig)

Hinweis

Großbritannien: Feiertag, Börse geschlossen

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