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Börse am 26. März Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Wie schon am Tag zuvor blicken die Anleger am Dienstag erneut auf die Konjunktur, genauer: auf das Verbrauchervertrauen. Was die Märkte bewegt.
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Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die Handbremse zum Wochenauftakt noch ein wenig angezogen. Quelle: imago/Sven Simon
Börse Frankfurt

Anleger am deutschen Aktienmarkt haben die Handbremse zum Wochenauftakt noch ein wenig angezogen.

(Foto: imago/Sven Simon)

Düsseldorf, New YorkDie Aussicht auf eine weitere Abkühlung der Weltwirtschaft hat den Anlegern in Frankfurt am Montag Sorgen bereitet. Auch der unerwartet solide Ifo-Geschäftsklimaindex im März konnte die Stimmung am Vormittag nur kurzzeitig etwas aufhellen.

Der Dax schloss dementsprechend am Montag 0,15 Prozent niedriger auf 11.346 Punkten. Das war der niedrigste Schlusskurs seit Mitte Februar.

Am Dienstagmorgen notierte der Leitindex vorbörslich etwas darüber. Nach den Kursrückgängen der vergangenen Tage kehren am Dienstag Schnäppchenjäger an die Börse zurück. Im Blick der Anleger ist einmal wieder die Konjunktur: Am Vormittag gibt der GfK-Index Auskunft über die Kauflaune der deutschen Verbraucher. Auch Daten zum US-Verbrauchervertrauen werden heute öffentlich.

Unabhängig davon könnte neuer Schwung in das Brexit-Drama kommen. Das britische Parlament rang der Regierung die Kontrolle über den EU-Ausstiegsprozess ab. Am Mittwoch soll nun über den bereits zwei Mal vom Unterhaus abgelehnten Austrittsvertrag abgestimmt werden (mehr zu den aktuellen Ereignissen lesen Sie in unserem Brexit-Newsblog). Die Termine im Überblick:

1 – Vorgaben aus den USA

Aus Furcht vor einer US-Rezession haben sich Anleger am Montag an den New Yorker Aktienmärkten zurückgehalten. Kopfschmerzen bereitete Investoren die Entwicklung am US-Rentenmarkt, wo am Freitag erstmals seit 2007 dreimonatige Anleihen mehr abwarfen als zehnjährige. Dies sei ein Alarmsignal, da es auf eine nahende Rezession hindeute, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com.

Für eine gewisse Beruhigung sorgte der Bericht des US-Sonderermittlers Robert Mueller, demzufolge es keine Verschwörung des Wahlkampfteams von Präsident Donald Trump mit Russland gab. Mueller ging fast zwei Jahre dem Verdacht einer Einmischung Russlands in den Wahlkampf 2016 und mutmaßlicher Verbindungen zum Wahlkampfstab von Trump nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 25.516 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank dagegen 0,1 Prozent auf 2798 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,1 Prozent auf 7637 Punkte.

2 – Handel in Asien

Nach dem jüngsten Kursrutsch haben sich Anleger an der japanischen Börse mit Aktien eingedeckt. Der Leitindex Nikkei tendierte am frühen Dienstagnachmittag in Tokio zwei Prozent im Plus bei 21.396 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 2,5 Prozent auf 1.616 Zähler zu. Am Montag hatten Rezessionsängste die Börse noch auf Talfahrt geschickt.

Besonders gefragt waren die Papiere von Nintendo. Sie verteuerten sich um fünf Prozent. Das „Wall Street Journal“ berichtete, der Konzern plane zwei neue Versionen seiner Spielekonsole Switch womöglich im Sommer auf den Markt zu bringen.

3 – Bertelsmann zieht Jahresbilanz

Europas größter Medienkonzern stellt an diesem Dienstag in Berlin seine Geschäftszahlen für 2018 vor. Beobachter erwarten, dass die Wachstumsbringer des Unternehmens vor allem die Digitalgeschäfte der Medientöchter RTL Group und Gruner + Jahr, die Dienstleistungssparte Arvato sowie der Bildungssektor sind.

Thomas Rabe, Vorstandschef von Bertelsmann, treibt seit Jahren eine konsequente Digitalstrategie voran. Das Familienunternehmen aus Gütersloh hat acht Firmenbereiche definiert, wobei die RTL Group und Arvato die beiden umsatzstärksten sind. Das klassische Buchgeschäft, gebündelt bei Penguin Random House, bringt dagegen seit Jahren nur wenig Wachstum.

4 – Betriebsversammlung beim Autobauer Ford in Köln

Der US-Konzern informiert die Belegschaft in seinem größten deutschen Werk über das anstehende Sparprogramm. Ford will hierzulande mehr als 5.000 Stellen streichen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 24.000 Mitarbeiter – knapp 18.000 davon in Köln.

500 Millionen US-Dollar sollen mit dem Programm eingespart werden. Der Jobabbau solle über Abfindungen für Beschäftigte bis 49 Jahren und Frühverrentungen von Mitarbeitern über 50 Jahren erreicht werden. Ford hat in Europa seit Langem einen schweren Stand: Die Kosten sind relativ hoch, und der Verkauf läuft nur mäßig. 2018 machte der Autobauer in Europa einen operativen Verlust von etwa 400 Millionen Dollar.

5 – Nordex legt Geschäftsbericht vor

Der deutsche Windturbinenbauer zieht Bilanz des abgelaufenen Jahres und gibt einen Ausblick auf die aktuelle Geschäftslage. Preiskämpfe und maue Geschäfte sorgten bei Nordex 2018 für einen Gewinneinbruch. Mit 101,7 Millionen Euro halbierte sich das operative Ergebnis, die Erlöse sanken auf 2,46 Milliarden Euro. Der um 73 Prozent auf 4,75 Gigawatt gestiegene Auftragseingang lässt allerdings auf Besserung hoffen.

Neben fallenden Preisen für Windanlagen kämpft die Branche infolge der Strafzölle zwischen den USA und China mit steigenden Kosten für Stahl – den wichtigsten Grundstoff für die Windturbinen.

6 – GfK präsentiert Daten zur Verbraucherstimmung

Der Nürnberger Marktforscher GfK gibt am Dienstag neue Daten zur Verbraucherstimmung in Deutschland bekannt. Im ersten Quartal zeigten sich viele Bundesbürger trotz einer sich aktuell abschwächenden Konjunktur zunächst weiter in Kauflaune. Jedoch halten die Verunsicherungen durch den ungeklärten Brexit und die ungelösten Handelskonflikte an und scheinen nun bei den Verbrauchern anzukommen.

In ihrer monatlichen Konsumklimastudie hatte die GfK für März einen Rückgang des Index um 0,1 Zähler auf revidiert 10,7 Punkte vorausgesagt. Im Januar und Februar hatte der Index bei 10,4 beziehungsweise bei 10,8 Punkten gelegen.

Für die monatliche Studie befragt die Gesellschaft für Konsumforschung je 2.000 Bürger. Das Konsumklima bezieht sich nicht nur auf die Ausgaben im Einzelhandel, sondern umfasst auch Mieten, Reisen und Gesundheit.

Termine Unternehmen am 25. März

  • 07:00 Deutschland: Deutsche Wohnen Jahreszahlen
  • 07:30 Deutschland: Nordex Jahreszahlen
  • 08:00 Deutschland: Jost Werke Jahreszahlen
  • 08:00 Deutschland: LPKF Jahreszahlen
  • 10:30 Deutschland: Bertelsmann Bilanz-Pk, Berlin
  • Deutschland: Comdirect Geschäftsbericht
  • Frankreich: EdF ao Hauptversammlung
  • Finnland: Fortum Hauptversammlung
  • Niederlande: Randstad Hauptversammlung

Termine Konjunktur am 25. März

  • 06:30 Niederlande: BIP Q4/18 (endgültig)
  • 08:00 Deutschland: GfK Verbrauchervertrauen 04/19
  • 08:45 Frankreich: Geschäftsklima 03/19
  • 08:45 Frankreich: BIP Q4/18 (endgültig)
  • 13:30 USA: Baubeginne- und genehmigungen 02/19
  • 14:00 USA: FHFA-Index 01/19
  • 14:00 Ungarn: Zentralbank Zinsentscheid
  • 15:00 USA: Verbrauchervertrauen 03/19
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