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Börse am 26. November Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Die Bundesnetzagentur berät über die Vergaberegeln für den neuen Mobilfunkstandard 5G, außerdem kommen die Daten zum Geschäftsklima. Was heute sonst noch wichtig wird.
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Dax und Eurostoxx – 8 Dinge, die für Anleger heute wichtig sind Quelle: picture alliance/dpa
Börse Frankfurt

In der vorigen Woche verzeichnete der Dax den zweiten Wochenverlust in Folge.

(Foto: picture alliance/dpa)

Düsseldorf, New York Mit einer besinnlichen Adventszeit dürfen Anleger an der Börse nicht rechnen. In der zurückliegenden Woche hat der Dax 1,3 Prozent eingebüßt – es war der zweite Wochenverlust in Folge. An der New Yorker Wall Street verlor der Leitindex Dow Jones auf Wochensicht sogar 4,4 Prozent.

Unruhe an den Börsen dürften weiterhin die Brexit-Turbulenzen, der Streit über den italienischen Haushalt und der Zollkonflikt zwischen den USA und China hervorrufen. In Deutschland beobachten Anleger zudem die Beratungen der Bundesnetzagentur über die neuen mobilen Internetstandards 5G und erwarten gespannt die Veröffentlichung neuer Konjunkturdaten des Ifo-Instituts in München.

Darüber hinaus wirft das Treffen der Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer seine Schatten voraus. Eine umfassende Lösung für den Zollstreit sei im Rahmen des G20-Gipfels allerdings unrealistisch, sagt Robert Greil, Chef-Anlagestratege der Privatbank Merck Finck. „Zumindest aber sollte die in den Raum gestellte Ausweitung der US-Zölle auf alle chinesischen Importe vom Tisch kommen. Sonst droht den Börsen noch mehr Ungemach.“

Vorbörslich notierte der deutsche Leitindex am Montagmorgen dennoch mit einem leichten Plus von etwa 0,4 Prozent.

1 – Vorgaben aus den USA

Der Dow Jones und der Nasdaq haben in der vergangenen Handelswoche deutlich nachgegeben. Für beide Indizes war es der größte Verlust seit März. Zum Wochenschluss haben fallende Ölpreise den US-Börsen Kursverluste eingebrockt. Vor allem Aktien von Energiefirmen gerieten unter Druck. Zudem drückte der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China die Stimmung der Anleger.

„Wenn wir Klarheit zu irgendeinem dieser Themen bekommen,– Ölpreise, Handelskrieg mit China und der geldpolitische Kurs der US-Notenbank Fed –, könnte uns das ein Stück weit dahin bringen, dass Investoren sich wieder in den Markt zurückwagen“, sagte Meil Massa, Händler beim Vermögensverwalter Maulife Asset Management.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss im verkürzten Handel am Freitag 0,7 Prozent tiefer bei 24.286 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,7 Prozent auf 2633 Zähler ab, und der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,5 Prozent auf 6939 Punkte. Auf Wochensicht sackte der S&P um 3,8 Prozent ab. Er notiert inzwischen mehr als zehn Prozent tiefer als vor zwei Monaten. Der Dow verlor seit Wochenbeginn 4,4 Prozent, der Nasdaq-Index 4,3 Prozent.

2 – Vorgaben aus Asien

Anleger in Japan konzentrieren sich derzeit verstärkt auf Entwicklungen im Inland. Dies hat den japanischen Aktienmärkten zu Wochenbeginn Auftrieb gegeben. In Tokio notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am Morgen (MEZ) um 0,7 Prozent höher bei 21.801 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte um 0,8 Prozent auf 1.628 Punkte zu.

„Der inländische Markt konzentriert sich stärker auf Faktoren, die die Nachfrage hierzulande beeinflussen, wie zuletzt die Vergabe der Weltausstellung im Jahr 2025 an Osaka“, sagte Takashi Hiroki von Monex Securities. Neben Unternehmen aus der Region Osaka profitierten auch Baufirmen von der Entscheidung.

3 – Beirat der Bundesnetzagentur berät über 5G

Bei der Einführung des neuen mobilen Internetstandards 5G soll es einen Schritt vorangehen. Der Beirat der Bundesnetzagentur beschäftigt sich bei seiner heutigen Sitzung mit den Vergaberegeln. So sollen die Telekommunikationsfirmen im Frühjahr 2019 die wichtigen 5G-Frequenzen ersteigern. Die Auflagen legen fest, wie stark die 5G-Abdeckung künftig in Deutschland sein wird und wie viel Geld die Firmen investieren müssen. Nach analogem Handynetz, GSM, UMTS und LTE ist der Standard die inzwischen fünfte Mobilfunkgeneration. Sie soll Geschwindigkeiten bis zu 100 Gigabit pro Sekunde erreichen – das wäre bis zu 1 000-mal schneller als das heute übliche LTE.

4 – Ifo-Index gibt Blick auf den Zustand der deutschen Konjunktur

Mehr als 9.000 deutsche Unternehmen beurteilten zuletzt ihre aktuelle Lage und ihre Erwartungen negativer als im jeweiligen Vormonat. Mit Spannung warten die Finanzmärkte und Volkswirte daher auf die November-Zahlen, die das Münchener Ifo-Institut am Montag um zehn Uhr veröffentlichen wird.

Nach den zuletzt gesunkenen Einkaufsmanagerindizes rechnen Strategen mit einer etwas pessimistischeren Einschätzung der Geschäftslage. Zudem dürfte der Kursrückgang bei Aktien an den Börsen die Geschäftserwartungen negativ beeinflussen. Erwartet wird deshalb ein erneut sinkender Ifo-Index. Bereits im dritten Quartal war die Wirtschaftsleistung in Deutschland überraschend um 0,2 Prozent gesunken.

5 – EZB-Chef äußert sich im Econ-Ausschuss

Die Finanzmärkte warten auf Hinweise zu steigenden Zinsen. Um 15 Uhr spricht der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, im Ausschuss für Wirtschaft und Währungen des Europaparlaments (Econ) über die europäische Konjunktur. Aus seinen Worten leiten sich die Zinserwartungen ab. Aber Sparer sollten nicht zu viel erwarten. Angesichts sinkender Frühindikatoren und wirtschaftlicher Realdaten sind die Chancen gering, dass die EZB von ihrer Nullzinspolitik abrücken wird. Vor ein paar Tagen äußerte sich Draghi allerdings optimistisch, das Wirtschaftswachstum werde in Europa nicht abrupt enden.

Termine Unternehmen am 26. November

11:00 Uhr, Borussia Dortmund Hauptversammlung
15:00 Uhr, Volkswagen Call/Webcast zu Next Generation Marketing

Termine Konjunktur am 26. November

06:00 Uhr, Frühindikatoren 09/18 (endgültig)
08:00 Uhr, Statistisches Bundesamt veröffentlicht Zahlen zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen von Pkw, Jahr 2017
10:00 Uhr, ifo-Geschäftsklima 11/18
10:00 Uhr, Rede von EZB-Direktor Praet auf dem 33. Internationalen Zinsforum 2018: „Herausforderungen für die Europäische Geldpolitik 2019“
14:30 Uhr, Chicago Fed Index 10/18
15:00 Uhr, Eröffnungsrede von EZB-Präsident Draghi vor dem Europäischen Parlament, Brüssel

17:00 Uhr, Eröffnungsrede von EZB-Präsident Draghi in seiner Funktion als ESRB-Chef vor dem Europäischen Parlament, Brüssel

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Quelle Termine: dpa-AFX

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