Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Dax-Kurve

Der Dax schloss am Donnerstag 0,9 Prozent tiefer zum Vortag bei 12.228 Punkten.

(Foto: dpa)

Börse am 30. Mai Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Handelsstreit bleibt beherrschendes Thema an den Aktienmärkten. Am Donnerstag werden Anleger auch die Hauptversammlungen bei Facebook und Ebay im Blick haben.
Kommentieren

New YorkGründe für eine Belastung der Aktienmärkte gibt es derzeit genug. Der Handelsstreit zwischen den USA und China hält weiter an, ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht. Zuletzt deutete China an, als Reaktion auf US-Strafzölle die Ausfuhr seltener Erden zu beschränken. Die Rohstoffe werden unter anderem für die Herstellung von Smartphones und anderen Elektronik-Geräten genutzt. China ist weltweit der wichtigste Lieferant dieser Rohstoffe.

Ungewissheit birgt weiterhin auch der Streit zwischen den USA und dem Netzwerkausrüster Huawei. Das chinesische Unternehmen will die von US-Präsident Donald Trump erlassenen Beschränkungen als verfassungswidrig erklären lassen.

Nach einer kurzen Verschnaufspause ist nun auch wieder die Gefahr eines ungeregelten Brexit zu spüren. In der britischen Autobranche führte allein die Vorbereitung auf den möglichen EU-Ausstieg Großbritanniens, der bisher aber nicht eingetreten ist, zum größten Produktionsrückgang seit zehn Jahren.

Am Donnerstag notiert der Dax vorbörslich laut außerbörslichen Handelsplattformen leicht im Plus. Am Vortag war der Deutsche Leitindex unter die psychologisch wichtige 12.000-Punkte-Marke gerutscht. Seit dem 1. Mai verlor der Dax mehr als 450 Punkte. Zum Handelsschluss am Mittwoch lag er 1,6 Prozent tiefer bei 11.838 Zählern.

1 – Vorgaben aus den USA

In den USA haben neue Drohungen Chinas im Zollstreit mit den USA der Wall Street am Mittwoch zugesetzt. China deutete an, als Reaktion auf US-Strafzölle die Ausfuhr Seltener Erden zu beschränken. Diese Rohstoffe werden unter anderem zur Produktion von Elektronik-Bauteilen oder Elektroauto-Batterien benötigt.

Die Regierung in Peking habe ein Druckmittel, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. Es sei zwar vielleicht kein Trumpf-As. „Aber der Markt beginnt, dies ernst zu nehmen.“ Parallel dazu geht Huawei gerichtlich gegen das Handelsverbot in den USA vor. Der chinesische Netzwerkausrüster will die von US-Präsident Donald Trump verhängen Beschränkungen für verfassungswidrig erklären lassen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,9 Prozent tiefer auf 25.126 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,7 Prozent auf 2783 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,8 Prozent auf 7547 Punkte.

2 – Handel in Asien

Die asiatischen Börsen sind dem US-Aktienmarkt ins Minus gefolgt. Der Nikkei der 225 führenden Werte fiel bis Mittag um 0,7 Prozent auf 20.851 Punkte. Der breiter gefasste Topix verlor 0,9 Prozent auf 1522 Zähler. Beherrschendes Thema ist auch in Fernost weiter der Handelsstreit zwischen den USA und China, bei dem es keine Zeichen für eine Entspannung gibt. „Die Aktienmärkte preisen einen langen Handelskrieg ein“, sagte Soichiro Monji, Aktienstratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management. Hoffnungen ruhten auf dem für Ende Juni geplanten G20-Treffen in Japan. „Die USA und China könnten das Event für neue Verhandlungen über den Handel nutzen.“

3 – Brexit-Vorbereitungen belasten britische Autobranche

Der Brexit bleibt weiterhin Thema bei den europäischen Anlegern. Der britischen Autoindustrie bescherten allein die Vorkehrungen für einen möglichen EU-Ausstieg Großbritanniens den größten Produktionsrückgang seit zehn Jahren. Im April brach die Produktion um 44,5 Prozent auf 70.971 Fahrzeuge ein, wie der britische Automobilverband SMMT am Donnerstag mitteilte. Viele Autobauer hatten die Produktion in ihren Fabriken angehalten, um die Folgen eines ungeregelten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU, der für den 29. März befürchtet worden war, abzufangen. Der Termin wurde dann zwar auf den 31. Oktober verschoben, doch für eine Wiederaufnahme der Produktion war das zu kurzfristig. „Die Zahlen beweisen die enormen Kosten und den Aufruhr, die die Unsicherheit um den Brexit schon jetzt über die britische Autoindustrie gebracht hat“, sagte SMMT-Chef Mike Hawes.

4 – Facebook Hauptversammlung

Das digitale Netzwerk hat ein Imageproblem. Facebook sieht sich seit dem US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Vorwürfen ausgesetzt, nicht genug gegen die Verbreitung von Fake-Konten zu tun. Von Oktober bis März hat das Unternehmen daher mehr als drei Milliarden Fake-Konten gelöscht. Der Datenskandal um Cambridge Analytica könnte Facebook zudem teuer zu stehen kommen.

Das soziale Netzwerk rechnet damit, zwischen drei und fünf Milliarden Dollar Bußgeld an die Federal Trade Commission (FTC) zahlen zu müssen. Die einbehaltene Strafsumme schmälerte Facebooks ansonsten starkes Konzern-Ergebnis im ersten Quartal. In den ersten drei Monaten des Jahres stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 15,1 Milliarden Dollar. Die Gewinnsumme reduzierte sich auf 2,43 Milliarden Dollar.

5 – Ebay Hauptversammlung

Der Online-Händler konnte mit seinen Zahlen vor der Hauptversammlung überzeugen. Der Überschuss ist im ersten Quartal um rund 27 Prozent auf 518 Millionen Dollar gestiegen. Der Umsatz kletterte um 2,4 Prozent auf 2,64 Milliarden Dollar. Die Kennzahlen des in San Jose ansässigen Unternehmens übertrafen die Erwartungen von Analysten.

Termine Unternehmen am 30. Mai

20:00 Uhr USA: Facebook Hauptversammlung, Palo Alto

17:00 Uhr USA: Ebay Hauptversammlung, San Jose

Termine Konjunktur am 30. Mai

14:30 Uhr USA: Bruttoinlandsprodukt

14:30 Uhr USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe

14:30 Uhr USA: Konsumausgaben

Startseite

Mehr zu: Börse am 30. Mai - Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

0 Kommentare zu "Börse am 30. Mai: Fünf Dinge, die für Anleger heute wichtig sind"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote