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Handelssaal in Frankfurt

Der Energiekonzern RWE war für Aktionäre in diesem Jahr bisher ein Gewinnbringer.

(Foto: dpa)

Börse am 30. September Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Dax prallt zum Wochenstart wohl erneut an der Marke von 12.400 Punkten ab. Für Verunsicherung sorgt der Handelsstreit zwischen den USA und China.
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New York, Düsseldorf Der Dax kann zum Wochenstart wohl nicht an seine Erholung vom Freitag anknüpfen und bleibt weiter unter der Marke von 12.400 Punkten. Auf außerbörslichen Handelsplattformen wird der deutsche Leitindex zum Handelsstart etwas schwächer erwartet, nachdem er am Freitag 0,8 Prozent im Plus bei 12.381 Zählern geschlossen hatte.

Für Verunsicherung sorgt weiterhin der Handelsstreit zwischen den USA und China: Die US-Regierung denkt Insidern zufolge darüber nach, die Börsennotierung chinesischer Firmen in den USA einzustellen. Ein solcher Schritt wäre Teil von Bemühungen im größeren Stil, chinesische Investitionen in den USA einzuschränken, sagte eine mit den Überlegungen vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Die USA dementierten jedoch, dass es aktuell solche Überlegungen gibt.

Allerdings greift der US-Börsenbetreiber Nasdaq bei Neuemissionen (IPO) von Kleinunternehmen aus der Volksrepublik bereits hart durch. So werden zum Beispiel die Vorschriften für geplante Börsengänge verschärft, wie aus offiziellen Mitteilungen hervorgeht. Darüber hinaus werde der Genehmigungsvorgang für den Sprung auf das Handelsparkett verlangsamt, sagten Investmentbanker und Unternehmenschefs.

Der Wochenauftakt wird zeigen, ob sich Anleger von einer möglichen Eskalation des Handelsstreits abschrecken lassen. Zumindest in Europa sahen die Märkte zum Ausklang der vergangenen Woche bereits wieder Licht am Ende des Tunnels.

In der neuen Woche sorgen Konjunkturdaten aus China für Hoffnung: Gleich zwei Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe übertrafen die Erwartungen.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Anleger an der Wall Street waren nicht ganz so optimistisch wie ihre Kollegen an den europäischen Börsen. Grund war eine mögliche Eskalation des Handelsstreits: Dem TV-Sender CNBC zufolge wird die US-Regierung die Ausnahmen für das Verbot von Geschäften zwischen US-Firmen und dem chinesischen Telekom-Ausrüster nicht verlängern. Am Sonntag stellte das US-Finanzministerium allerdings klar, derzeit keinen Börsenausschluss chinesischer Firmen zu planen.

Für die Wall Street kam dieses Dementi allerdings zu spät: Die Kurse in New York rutschten am Freitag ins Minus. Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent tiefer auf 26.820 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab 1,1 Prozent auf 7939 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,5 Prozent auf 2961 Punkte ein. Aktien chinesischer Firmen wie des Internetriesen Alibaba und JD.com sowie der Suchmaschine Baidu verloren um bis zu sechs Prozent.

2 – Handel in Asien

An den asiatischen Aktienmärkten sorgte am Montag der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und China weiter für Verunsicherung. An der Börse in Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Verlauf 0,5 Prozent tiefer bei 21.777 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent und lag bei 1591 Punkten.

Die chinesische Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,2 Prozent. An den chinesischen Aktienmärkte wird diese Woche nur am Montag gehandelt, da sie im Zuge des Nationalfeiertags am Dienstag bis zum siebten Oktober geschlossen sein werden.

3 - Konjunkturdaten aus China und Europa

Zwei wichtige Indikatoren für das verarbeitende Gewerbe in China haben am Montag die Erwartungen übertroffen. Die private Umfrage zur chinesischen Produktionstätigkeit, der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI), stieg für den September mit 51,4 Punkten auf den höchsten Stand seit Februar 2018. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit 50,2 Punkten nach 50,4 im August gerechnet.

Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe stieg nach Angaben des chinesischen Statistikamtes vom Montag auf 49,9 Punkten. Damit lag der Wert den fünften Monat in Serie unter der 50er-Marke, die Expansion von Rückgang trennt. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Ökonomen hatten allerdings lediglich mit einem Wert von 49,6 gerechnet.

Im weiteren Tagesverlauf veröffentlicht die Europäischen Union die Arbeitsmarktdaten für September. Sie könnte Aufschluss darüber geben, wie stark die konjunkturelle Abkühlung bereits auf die Erwerbstätigkeit in der EU durchschlägt. Auch die endgültigen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal der Länder Großbritannien und Spanien könnten zeigen, in welche Richtung es geht.

4 – Anheuser-Busch überzeugt bei Börsendebüt in Asien

Der nach Uber zweitgrößte Börsengang des Jahres ist geglückt. Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch hat sein Asiengeschäft in Honkong an die Börse gebracht. Die Aktien legten bei ihrem Debüt bis zu 4,8 Prozent zu. Die Aktien waren zu einem Einzelpreis von 27 Hongkong-Dollar (umgerechnet 3,44 US-Dollar) ausgegeben worden und stiegen am Montag auf bis zu 28,30 Hongkong-Dollar.

Die Einnahmen aus dem Börsengang belaufen sich auf rund fünf Milliarden US-Dollar – erhofft hatte sich das Unternehmen bis zu 6,6 Milliarden US-Dollar.

5 – RWE-Spitze stellt die neue Struktur des Unternehmens vor

Am 17. September winkten die Brüsseler Kartellwächter den komplizierten Tauschdeal zwischen RWE und Eon durch, am Montag wird RWE der Presse nun seine Pläne für die Zukunft präsentieren. Für den Essener Stromkonzern liegen die Vorteile des Deals schon jetzt auf der Hand.

Nach der Zerschlagung der Beteiligungstochter Innogy, die mehrheitlich an Eon geht, wird der Dax-Konzern überwiegend zu einem Energieproduzenten aus regenerativen Quellen wie Wind und Sonne. Zudem erhält er 17 Prozent Anteil am Wettbewerber Eon.

Als größter Aktionär des Rivalen, der dort auch im Aufsichtsrat vertreten sein wird, bekommt RWE privilegierten Einblick in dessen Stromnetz. Seinen Aktionären muss RWE die Vorteile nicht lange erklären: Mit einem Kursplus von 34 Prozent binnen Jahresfrist ließ der Stromanbieter sämtliche Firmen im Dax weit hinter sich.

6 – Beginn der mündlichen Verhandlung zur Musterfeststellungsklage gegen VW

Knapp 470.000 Volkswagen stehen hinter der Musterklage des Verbraucherzentrale-Bundesverbands (VZBV) und des ADAC, die nun vor dem Oberlandesgericht Braunschweig verhandelt wird. Es geht um die Schadensersatzforderungen von VW-Kunden, die sich wegen der Abgasmanipulationen bei Diesel-Pkws geschädigt sehen.

In Braunschweig wird Rechtsgeschichte geschrieben, das steht schon zum Prozessauftakt fest. Der VZBV nutzt eine neue Klagemöglichkeit für Verbraucher, die der Gesetzgeber erst im vergangenen Jahr geschaffen hat.

Mit der Klage sollen Grundlagen für Schadensersatzansprüche geklärt werden, die Verbrauchern gegen den Autobauer zustehen könnten. Es geht dabei um die Fahrzeuge der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda und Seat, die einen Motor der Baureihe EA 189 haben.

In diesem Motor war eine Software verbaut, die erkannte, ob das Auto auf dem Prüfstand oder der Straße fuhr. Nur im Labor wurden die Grenzwerte für giftige Stickoxide eingehalten, im Echtbetrieb dagegen deutlich überschritten. Ob es für die Beteiligten der Musterklage am Ende Geld gibt, wird sich erst in einigen Jahren entscheiden. Und auch ein Urteil im Sinne der Verbraucher wäre nur ein Etappensieg: Um die Höhe des Schadens festzustellen, muss jeder Betroffene wieder individuell klagen.

7 – Chinas Zentralbank kündigt Maßnahmen gegen Konjunkturabkühlung an

China wird nach Angaben der Zentralbank weitere Schritte gegen die abkühlende Konjunktur einleiten. Die Volksrepublik werde „weiterhin eine umsichtige Geldpolitik betreiben und die Kraft antizyklischer Maßnahmen erhöhen“, hieß es in einer am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Weibo verbreiteten Erklärung.

Termine Unternehmen am 30. September

10:00 Uhr, Deutschland: RWE-Chef Schmitz und RWE-Finanzvorstand Krebber stellen neue Struktur des Konzerns vor, Essen

10:00 Uhr, Deutschland: Beginn der mündlichen Verhandlung zur Musterfeststellungsklage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände gegen VW

Ohne Zeitangabe, Italien: Mediaset, Halbjahreszahlen

Ohne Zeitangabe, Hongkong: Erster Handelstag von Budweiser Brewing in Hongkong

Termine Konjunktur am 30. September

08:00 Uhr, Deutschland: Einzelhandelsumsatz 08/19

09:00 Uhr, Deutschland: Verbraucherpreise Sachsen 09/19

09:00 Uhr, Spanien: Verbraucherpreise 09/19 (vorläufig)

09:00 Uhr, Spanien: BIP Q2 (endgültig)

09:55 Uhr, Deutschland: Die Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht ihren Arbeitsmarktbericht für Monat September 2019

10:00 Uhr, Deutschland: Verbraucherpreise Bayern, Brandenburg, Hessen 09/19

10:30 Uhr, Deutschland: Verbrauchpreise Nordrhein-Westfalen

10:30 Uhr, Großbritannien: BIP Q2 (endgültig)

11:00 Uhr, Italien: Verbraucherpreise 09/19 (vorläufig)

11:00 Uhr, EU: Arbeitsmarktdaten 09/19

14:00 Uhr, Deutschland: Verbraucherpreise 09/19 (1. Schätzung)

15:45 Uhr, EU: EZB-Wochenbericht zum Anleihekaufprogramm

15:45 Uhr, USA: Einkaufsmanagerindex Chicago

Ohne Zeitangabe, Deutschland: Verbraucherpreise Baden-Württemberg 09/19

Sonstige Termine am 30. September

Ohne Zeitangabe, Deutschland: Tarifverhandlungen Gebäudereinigung, Frankfurt/M.

Ohne Zeitangabe, Deutschland: Deutscher Luft- und Raumfahrtkongress, Darmstadt

17:00 Uhr, Deutschland: Auftaktveranstaltung zur neuen „Bankakademie“ des Bundesverbandes deutscher Banken (Bdb), Frankfurt/M.

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