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Börse am 5. August Sechs Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert die Anleger. Der Dax dürfte zum Handelsstart unter der Marke von 12.000 Punkten verharren.
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Der Handelsstreit verunsichert die Anleger. Quelle: AFP
Börse Frankfurt

Der Handelsstreit verunsichert die Anleger.

(Foto: AFP)

Düsseldorf Die Verschärfung des Handelsstreits zwischen den USA und China belastet auch in der neuen Woche die Märkte: Nachdem am Freitag der Dow Jones im Minus geschlossen hatte und der Dax zum Handelsschluss unter der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten geblieben war, wirkt der Schock bei den Anlegern auch am Montag nach.

Der japanische Leitindex Nikkei gab zum Wochenstart deutlich nach, die Anleger fliehen in Gold und Staatsanleihen. Und auch der Dax notiert vorbörslich deutlich im Minus. Ob der deutsche Leitindex die 12.000-Punkte-Marke in den kommenden Tagen nachhaltig zurückerobern kann, ist mehr als fraglich.

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US-Präsident Donald Trump hatte am vergangenen Donnerstag weitere Strafzölle auf chinesische Waren angekündigt und die Märkte auf Talfahrt geschickt. „Statt den Konflikt zu lösen, setzt Trump noch einen drauf“, kommentierte Marktanalyst Salah Bouhmidi vom Broker DailyFX die Eskalation. An ein schnelles Ende des Handelsstreits glaubt kaum noch jemand. Vielmehr wächst die Furcht vor einer globalen Rezession. Die Termine im Überblick.

1 – Vorgabe aus den USA

Die Eskalation im Zollstreit mit China hat die Wall Street am Freitag ins Minus gezogen. Nach den Verlusten am Donnerstag verloren auch am Freitag die wichtigsten Indexes: Der Dow Jones fiel um 0,4 Prozent auf 26.485 Punkte, der breiter gefasste S&P gab um 0,7 Prozent auf 2932 Stellen nach, die Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 8004 Zähler. Auf Wochensicht verlor der Dow 2,6 Prozent, der S&P 3,1 Prozent und die Nasdaq 3,9 Prozent. Der Dax hatte am Freitag 2,9 Prozent verloren, der EuroStoxx50 3,1 Prozent.

Hintergrund war die Ankündigung des US-Präsidenten Donald Trump, ab dem 1. September Sonderzölle auch auf bisher davon verschonte chinesische Waren im Volumen von 300 Milliarden Dollar verhängen zu wollen. China kündigte Gegenmaßnahmen an. Dies nährt die Furcht vor einer globalen Rezession. Der Marktstrategie Michael Antonelli von Robert Baird sprach von einer kalten Dusche für die Anleger. „Der Markt hatte sich an den gegenwärtigen Status der amerikanisch-chinesischen Handelsgespräche gewöhnt“, sagte er. Eine Zollerhöhung erinnere jedoch daran, „dass wir uns noch in einem Handelskrieg befinden“.

2 – Handel in Asien

Die Furcht vor einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die asiatischen Börsen auch zu Beginn der neuen Woche belastet. Anleger zogen sich aus Aktien zurück und suchten Zuflucht in als sichere Häfen geltenden Anlagen wie den Yen, Gold und Staatsanleihen. „Wir konnten eine längere Periode der Risikoaversion sehen“, erklärten die Analysten vom Broker TD Securities aus Singapur.

In Tokio gab der japanische Leitindex Nikkei im Vormittagshandel 2,4 Prozent auf 20.590 Punkte nach. Vor allem Exportwerte gerieten unter Druck. Die Aktien des Autobauers Nissan verloren 4,8 Prozent, die Papiere des Elektronikkonzerns Panasonic büßten 3,5 Prozent ein. Die südkoreanische Börse in Seoul fiel um mehr als zwei Prozent auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016. Der MSCI-Index für Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum außerhalb Japans rutschte um rund zwei Prozent ab. Auch in China gingen die Kurse auf Talfahrt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong wurde zusätzlich von den anhaltenden Protesten gegen die Regierung belastet.

3 – Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) legt Zahlen für Juli vor

Die Zahlen zu den Auftragseingängen der Vorzeigebranche für Juni werden einen weiteren Hinweis darauf liefern, ob sich die konjunkturelle Talfahrt der deutschen Industrie weiter beschleunigt hat. Anfang Juli hatte der Verband bereits die Prognose für die Produktion im laufenden Jahr um drei Prozentpunkte zurückgenommen. „Neben den deutlich spürbaren zyklischen Abschwächungen ist auch eine Reihe politischer Verwerfungen für die schlechten Aussichten verantwortlich“, erklärte damals VDMA-Präsident Carl Martin Welcker.

Dazu zählt er besonders den anhaltenden Handelsstreit zwischen den USA und China, der viele europäische Firmen in Mitleidenschaft zieht. Der Auftragseingang zwischen Januar und Mai ging im Vergleich zum Vorjahr um neun Prozent zurück. Im April waren die 3200 Mitgliedsunternehmen zu 87,4 Prozent ausgelastet.

4 – Die Halbjahreszahlen der britischen Großbank HSBC werden veröffentlicht

Überraschend ist in der Nacht auf Montag HSBC-Chef John Flint zurückgetreten. Der Aufsichtsrat bat den Leiter der Welthandelsabteilung, Noel Quinn, den Posten vorerst zu übernehmen. Zu den Gründen von Flints Rücktritt wenige Stunden vor Bekanntgabe der Halbjahresbilanz der Bank hieß es lediglich, der Schritt sei „im Einvernehmen“ mit dem Aufsichtsrat erfolgt. Mit Spannung werden daher Aussagen zum Wechsel an der Spitze des Instituts erwartet.

Bei den Zahlen dürfte der Fokus der Märkte auf der Einkommensseite liegen. Gestützt von einem starken Retailgeschäft dürfte HSBC ihre Position als größte und profitabelste britische Bank unterstreichen. Auch in Asien läuft das Massengeschäft mit Privatkunden gut. Als internationale Bank könnte HSBC allerdings auch zwischen die Fronten des Handelskrieges geraten.

5 – Der weltgrößte Industriegasekonzern Linde legt Quartalszahlen vor

Die Anleger fragen sich, ob auch die „neue“ Linde den konjunkturellen Gegenwind zu spüren bekommt. Der Konzern erhofft sich im ersten Jahr nach der Fusion zwischen dem US-Anbieter Praxair und der Münchener Linde AG jedoch mehr Widerstandskraft.

Im Mai hatte das neue Unternehmen seine Gewinnprognose hochgeschraubt. Das Ergebnis soll demnach in diesem Jahr um neun bis 13 Prozent auf bis zu sieben (2018: 6,19) Dollar je Aktie steigen. Bisher hatte Linde acht bis zwölf Prozent in Aussicht gestellt. Die Synergieeffekte aus der Zusammenführung der beiden Unternehmen fielen größer aus als bisher gedacht, hieß es in einer Präsentation der Ergebnisse nach drei Monaten.

6 – Geheime Diesel-Papiere des Kraftfahrt-Bundesamtes setzen VW-Konzern unter Druck

Im Rechtsstreit zwischen vielen Tausend Dieselkunden und dem VW-Konzern kommt den Bescheiden des Kraftfahrt-Bundesamtes zu den Abschalteinrichtungen der Motoren entscheidende Bedeutung zu. Bislang hält die Behörde die brisanten Papiere weitgehend unter Verschluss. Das Handelsblatt hat nun brisante Bescheide des KBA über manipulierte Motorentypen veröffentlicht. Nach Aussagen von Juristen wird es für Kunden des VW-Konzerns mit den Bescheiden erheblich leichter, eine sittenwidrige Schädigung durch den Autohersteller zu belegen. Trotz der KBA-Dokumente hält Volkswagen auf Nachfrage daran fest, keine illegalen Abschalteinrichtungen verwendet zu haben.

Termine Unternehmen am 5. August

  • 07:00 Uhr, Luxemburg: Stabilus Q3-Zahlen
  • 07:15 Uhr, Deutschland: Hypoport Q2-Zahlen
  • 07:30 Uhr, Deutschland: QSC Q2-Zahlen
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: HSBC Holdings Halbjahreszahlen
  • 08:00 Uhr, Japan: Suzuki Motor Q1-Zahlen
  • 12:00 Uhr, Großbritannien: Linde Q2-Zahlen (Call 15.00 h)
  • Niederlande: PostNL Q2-Zahlen
  • USA: Avis Budget Q2-Zahlen
  • USA: International Flavors & Fragrances Q2-Zahlen

Termine Konjunktur am 5. August

  • 02:30 Uhr, Japan: Jibun Bank PMI Dienste 07/19 (endgültig)
  • 03:45 Uhr, China: Caixin PMI Dienste 07/19
  • 07:45 Uhr, Schweiz: Seco Konsumentenstimmungsindex 07/19
  • 09:15 Uhr, Spanien: PMI Dienste 07/19
  • 09:45 Uhr, Italien: PMI Dienste 07/19
  • 09:50 Uhr, Frankreich: PMI Dienste 07/19 (endgültig)
  • 09:55 Uhr, Deutschland: PMI Dienste 07/19 (endgültig)
  • 10:00 Uhr, Deutschland: VDMA Auftragseingang im Maschinenbau 06/19
  • 10:00 Uhr, Europa: PMI Dienste 07/19 (endgültig)
  • 10:30 Uhr, Europa: Sentix-Investorverentrauen 08/19
  • 10:30 Uhr, Großbritannien: PMI Dienste 07/19
  • 15:45 Uhr, USA: Markit PMI Dienste 07/19 (endgültig)
  • 15:45 Uhr, Europa: EZB-Monatsbericht 07/19
  • 16:00 Uhr, USA: ISM Index Dienste 07/19

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