Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke
Händlerin an der Börse Frankfurt

Die Geldpolitik beschäftigt auch Aktienanleger.

(Foto: dpa)

Börse am 6. Juni Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Kann der Dax seinen Wachstumstrend halten? Am Donnerstag dürften sich Anleger vor allem für den anstehenden Zinsentscheid der EZB interessieren.
Kommentieren

Düsseldorf Wird es dem Dax an diesem Donnerstag gelingen, den vierten Handelstag in Folge mit einem Plus zu beenden? Wie die Antwort auf diese Frage ausfällt, das wird nicht zuletzt Mario Draghi bestimmen. Der EZB-Chef wird in Vilnius die Ergebnisse der geldpolitischen Sitzung des Notenbankrats verkünden.

Auch wenn Investoren nicht damit rechnen, dass es Zinsänderungen gibt, so werden sie doch genau darauf hören, wie der Italiener Draghi die konjunkturelle Lage in der Euro-Zone beschreibt und welche Schlussfolgerungen er aus der Tatsache zieht, dass die Inflationsrate im Mai wieder deutlich schwächer ausfiel, als es die EZB für wünschenswert hält.

Bis dahin dürften sich Anleger an der Frankfurter Börse abwartend zeigen. Immerhin zeigte sich am Mittwoch das Beharrungsvermögen des Leitindex: Nach einer Berg- und Talfahrt gelang dem Dax am Schluss des Handelstages, aus einem Minus ein Plus zu machen. Der Leitindex schloss 0,1 Prozent höher auf dem Stand von 11.981 Punkten. Am Donnerstag notierte der Dax vorbörslich auf außerbörslichen Plattformen nahezu unverändert.

1 – Vorgabe aus den USA

Anhaltende Spekulationen auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed haben der Wall Street am Mittwoch Auftrieb gegeben. Enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten bremsten den Anstieg jedoch. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 25.539 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,8 Prozent auf 2826 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 7575 Punkte.

2 – Handel in Asien

Die Tokioter Börse hat sich am Donnerstag kaum verändert gezeigt. Experten sprachen von Nervosität am Markt angesichts der laufenden Zollgespräche zwischen den USA und Mexiko. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent höher bei 20.804 Punkten.

Der breiter gefasste Topix-Index blieb dagegen faktisch unverändert bei 1530 Punkten. Die Börse in Schanghai lag 0,5 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Schanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg dagegen um 0,3 Prozent.

3 – EZB-Rat tagt im litauischen Vilnius

Schwache Inflation und mäßiges konjunkturelles Wachstum: Vor diesem Hintergrund trifft sich der Rat der Europäischen Zentralbank am heutigen Donnerstag bei seiner auswärtigen Sitzung in Litauen. Die EZB hat nur begrenzte Mittel zur Verfügung, um die Wirtschaft auf Trab zu halten, und wird wahrscheinlich vor allem auf die Verlängerung ihres Programms längerfristiger Kredite, sogenannter TLROs, zurückgreifen.

Erwartet wird, dass die EZB der Finanzbranche dabei großzügig entgegenkommen wird, um die schwache Inflation zu bekämpfen und den politischen Risiken zu begegnen. Die Inflationsrate im Euro-Raum liegt jetzt nur noch bei 1,2 Prozent und damit weit unter dem offiziellen Ziel der EZB von knapp zwei Prozent.

Sorgen bereitet den Notenbankern vor allem das Risiko, dass sich die Bürger zu sehr an die niedrige Inflation gewöhnen, so dass die Preissteigerung dann noch schwerer in Richtung zwei Prozent zu bringen sein wird.

4 – Grenke steigt in MDax auf

Der Finanzdienstleister Grenke steigt in den MDax auf. Die Grenke-Papiere ersetzen die Aktien von Wacker Chemie, die in den SDax absteigen, wie die Deutsche Börse am Mittwochabend mitteilte. Den Kleinwerte-Index verlässt Vossloh. Der Bahninfrastruktur-Spezialist wird durch die Medizintechnik-Firma Eckert & Ziegler ersetzt.

Die Veränderung wird zum 24. Juni wirksam. Die Zusammensetzung von Dax und TecDax bleibt unverändert.

Konsum versus Technologie – wo lohnt sich der Kauf von Aktien mehr?

5 – Heidelberger Druckmaschinen zieht Bilanz

Der Maschinenbauer legt am Donnerstag in Frankfurt seine Zahlen für das Geschäftsjahr vor. Die Eckdaten sind bereits bekannt. Der Umsatz ist im abgelaufenen Fiskaljahr 2018/2019 (zu Ende März) um drei Prozent auf 2,49 Milliarden Euro gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte von 172 auf 180 Millionen Euro zu.

Die Zahlen zeigen: Das Traditionsunternehmen kommt beim Umbau langsamer voran als erwartet. Vorstandschef Rainer Hundsdörfer hatte 2017 ein deutlich stärkeres Wachstum versprochen. Doch die schwächelnde Wirtschaft dämpft die Investitionslust der Druckereien. Gleichzeitig braucht das neue Mietmodell für Druckmaschinen noch Zeit.

 6 – EU-Gericht entscheidet im Streit um den Porsche 911

Das EU-Amt für geistiges Eigentum hatte die Geschmacksmuster für den 911er auf Antrag eines Modellautoproduzenten gelöscht. Das Geschmacksmuster schützt das Design eines Produkts. Wer es nachbauen will, braucht dafür eine Lizenz. Der Modellbauproduzent wehrt sich dagegen, für Produktion und Vertrieb von Porsche-Modellautos eine Lizenzgebühr zahlen zu müssen. Gegen die Entscheidung hat Porsche vor dem EU-Gericht geklagt.

7 – St. Petersburger Wirtschaftsforum beginnt

Trotz westlicher Sanktionen gegen Russland nimmt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg teil. Altmaier will am Donnerstagabend zunächst mit Geschäftsleuten zusammenkommen, bevor er am Freitag russische Ministerkollegen trifft.

Ziel ist es, die Beziehungen zu Russland trotz der angespannten politischen Lage wegen Moskaus Politik im Ukraine-Konflikt wieder zu intensivieren. Auch Unternehmen sind in St. Petersburg vertreten – unter anderem Siemens, Bayer, BMW, Wintershall und die Deutsche Bank.

Europäisch-amerikanischer Aktienvergleich: „Die Bilanz für Europa ist verheerend“


Termine Unternehmen am 6. Juni

  • 07:30 FRA: Remy Cointreau Jahreszahlen
  • 10:00 DEU: Gerresheimer Hauptversammlung, Düsseldorf
  • 10:00 DEU: Süss Micro Tec Hauptversammlung, München
  • 10:00 DEU: Aumann Hauptversammlung, Beelen
  • 10:00 DEU: Xing Hauptversammlung, Hamburg
  • 10:00 DEU: LPKF Hauptversammlung, Hannover
  • 10:00 DEU: Rocket Internet Hauptversammlung, Berlin
  • 10:30 DEU: RAG-Stiftung Jahrespressegespräch, Essen
  • 11:00 DEU: Heidelberger Druckmaschinen Bilanzpressekonferenz, Heidelberg
  • 13:00 USA: Ciena Q2-Zahlen
  • 15:00 FRA: Saint Gobain Hauptversammlung
  • 18:00 AUT: AT&S Jahreszahlen

Termine Unternehmen ohne Zeitangabe

Termine Konjunktur

  • 08:00 Uhr Deutschland: Auftragseingang Industrie 04/19
  • 11:00 Uhr Europa: Beschäftigung Q1/19 (endgültig)
  • 11:00 Uhr Europa: BIP Q1/19 (endgültig)
  • 13:45 Uhr Europa: EZB Zinsentscheid (14.30 Uhr Pressekonferenz in Vilnius mit EZB-Präsident Mario Draghi)
  • 14:30 Uhr USA: Handelsbilanz 04/19
  • 14:30 Uhr USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
  • 14:30 Uhr USA: Produktivität Q1/19 (endgültig)
  • 14:40 Uhr USA: Fed-Präsident von Dallas, Robert Kaplan, hält eine Rede
  • 19:00 Uhr USA: Fed-Präsident von New-York, John Williams, hält eine Rede

Hinweis

In Korea bleibt wegen eines Feiertags die Börse geschlossen.

Mehr: Stimmt die weit verbreitete Meinung, dass aktuell US-Aktien (zu) teuer sind, während die preiswerteren europäische Papiere mehr Potenzial bieten? Ein Vergleich.

Startseite

Mehr zu: Börse am 6. Juni - Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

0 Kommentare zu "Börse am 6. Juni: Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.